Microsoft entgeht neuer Strafe der EU:
Entbündelung von Office & Teams
Microsoft entgeht einer potenziell Milliarden Euro teuren Strafe der Europäischen Union, nachdem die Wettbewerbshüter des Staatenbundes heute verkündet haben, dass man die von dem Softwarekonzern vorgenommenen Änderungen am Vertrieb von Office-Produkten akzeptiert.
Die Entscheidung der EU, auf weitere Forderungen als Gegenmaßnahme im Monopolverfahren wegen des gebündelten Vertriebs von Teams und Office an Firmen und andere Großkunden zu verzichten, wird damit begründet, dass Microsoft seine Kommunikationslösung jetzt nicht mehr zwingend im Paket mit Office vermarktet. Dies hatte für eine Behinderung des Wettbewerbs durch die Benachteiligung von Konkurrenten gesorgt.
Microsoft hat auf das Verfahren mit einer Entbündelung von Teams und Office 365 reagiert, die allerdings vorerst auf sieben Jahre befristet ist. Ferner hat man nach einer anfänglichen Testphase weitere Zugeständnisse zugunsten einer gesteigerten "Interoperabilität" mit den Produkten anderer Anbieter gemacht.
Nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera ermöglichen die Änderungen wieder einen in ausreichendem Ausmaß offenen Wettbewerb im Bereich der Software für gemeinsames Arbeiten und Videokonferenzen. Laut Ribera belegt der Verlauf des Verfahrens gegen Microsoft auch, dass der "sanfte" Druck der Regulierungsbehörden durchaus zu Lösungen führen kann.
Hintergrund sind natürlich die Drohgebärden der US-Regierung unter Trump, die ihrerseits mit Strafmaßnahmen gegen die EU drohte, sollten EU-Behörden versuchen, die großen US-Technologiekonzerne in ihrer Handlungsfreiheit einzuschränken.
Siehe auch:
Redmond lenkte ein, Brüssel jetzt genauso
Die Gefahr, dass Microsoft aufgrund eines Verstoßes gegen die Wettbewerbsregelungen der Europäischen Union eine teure Strafe zahlen muss, ist offenbar zumindest im aktuellen Fall gebannt. Wie die EU heute bekanntgab, akzeptiert man die von Microsoft mittlerweile umgesetzten Veränderungen, mit denen der Konzern auf den Vorwurf der unrechtmäßigen Erschleichung von Wettbewerbsvorteilen durch die Bündelung verschiedener Office-Produkte reagiert hat.Die Entscheidung der EU, auf weitere Forderungen als Gegenmaßnahme im Monopolverfahren wegen des gebündelten Vertriebs von Teams und Office an Firmen und andere Großkunden zu verzichten, wird damit begründet, dass Microsoft seine Kommunikationslösung jetzt nicht mehr zwingend im Paket mit Office vermarktet. Dies hatte für eine Behinderung des Wettbewerbs durch die Benachteiligung von Konkurrenten gesorgt.
Slack sah sich durch Teams-Bündelung im Nachteil
Das von der EU eingeleitete Monopolverfahren gegen Microsoft begann bereits im Jahr 2020, nachdem der inzwischen von Salesforce aufgekaufte Anbieter Slack eine Beschwerde bei der EU eingelegt hatte. Darin warf man Microsoft vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, indem man Teams mit dem weitverbreiteten Büropaket Office bündelte.Microsoft hat auf das Verfahren mit einer Entbündelung von Teams und Office 365 reagiert, die allerdings vorerst auf sieben Jahre befristet ist. Ferner hat man nach einer anfänglichen Testphase weitere Zugeständnisse zugunsten einer gesteigerten "Interoperabilität" mit den Produkten anderer Anbieter gemacht.
Nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera ermöglichen die Änderungen wieder einen in ausreichendem Ausmaß offenen Wettbewerb im Bereich der Software für gemeinsames Arbeiten und Videokonferenzen. Laut Ribera belegt der Verlauf des Verfahrens gegen Microsoft auch, dass der "sanfte" Druck der Regulierungsbehörden durchaus zu Lösungen führen kann.
Hintergrund sind natürlich die Drohgebärden der US-Regierung unter Trump, die ihrerseits mit Strafmaßnahmen gegen die EU drohte, sollten EU-Behörden versuchen, die großen US-Technologiekonzerne in ihrer Handlungsfreiheit einzuschränken.
Zusammenfassung
- Microsoft entgeht EU-Strafe nach Anpassung der Vertriebspraxis von Office
- EU akzeptiert Entbündelung von Teams und Office 365 als ausreichende Maßnahme
- Monopolverfahren begann 2020 durch Beschwerde des Konkurrenten Slack
- Microsoft verpflichtet sich zur siebenjährigen Trennung der Softwareprodukte
- Verbesserung der Interoperabilität mit Produkten anderer Anbieter zugesagt
- EU-Kommissarin Ribera sieht wieder ausreichend offenen Wettbewerb
- US-Regierung hatte mit Gegenmaßnahmen bei zu harten EU-Auflagen gedroht
Siehe auch:
- Slack vs. Teams: Microsoft bekommt wohl bald neuen Ärger mit der EU
- Slack gegen Microsoft Teams: EU wird wohl Office-Integration prüfen
- Microsoft-CEO feuert gegen Slack: Windows macht Erfolg erst möglich
- Wettbewerbsklage: Slack warnt Anleger vor Rache-Aktionen Microsofts
- Slack greift zur EU-Keule: Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft
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