Wettbewerbsklage: Slack warnt Anleger vor Rache-Aktionen Microsofts

Beim Betreiber der Kommunikations-Plattform Slack geht man davon aus, dass Microsoft nicht nur juristisch auf die Wettbewerbs-Klage rea­gieren wird. Man befürchtet, dass es auch an anderen Stellen Rache-Aktionen geben könnte.
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"Darüber hinaus können wir das Ziel vergeltender oder anderer nachteiliger Maßnahmen durch Microsoft, seiner Beschäftigten oder Beauftragten werden, die eine Reaktion auf die Beschwerde darstellen, die wir bei der Europäischen Kommission eingereicht haben", heißt es laut einem GeekWire-Bericht in der quartalsweisen Pflichtmitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht. Diese Dokumente haben die Aufgabe, den Anteilseignern einen genaueren Einblick in die Geschäfte zu geben und über mögliche Risiken aufzuklären.

Womit konkret zu rechnen sei, wird nicht genauer ausgeführt. An anderer Stelle hieß es allerdings, dass Slack aktuell an verschiedenen Stellen auch mit Microsoft-Produkten inklusive Teams zusammenarbeitet. Es könne passieren, dass die Redmonder hier Schranken hochziehen, die die Funktionalität des eigenen Produktes dann einschränken und die Verwendung von Slack für die Nutzer von Microsoft-Produkten so weniger attraktiv machen.


Es geht ums Prinzip

Die Wettbewerbsbeschwerde be­zieht sich auf die kosten­lose Bünde­lung der Teams-Platt­form mit den Lizen­zen für die Office-Anwen­dungen. Dies kann als Miss­brauch einer markt­beherr­schenden Stellung inter­pretiert werden. Denn das am Markt domi­nierende Office-Paket wird hier nun genutzt, um den eigenen Business-Messenger zu einer großen Nutzer­schaft zu ver­helfen, während ein Kon­kurrent wie Slack eigen­ständig kommer­ziell erfolg­reich werden muss.

In einer Befragung durch Analysten erklärte Slack-Chef Stewart Butterfield aber auch, dass die Wettbewerbsklage nicht darauf zurückzuführen sei, dass aktuell verstärkt Druck aus Redmond kam. Vielmehr sei die Beschwerde über die letzten Jahre hinweg vorbereitet worden. Hinzu komme, dass der Markt noch immer so viel Spielraum biete, dass selbst die jüngsten Entwicklungen rund um Teams nicht dazu geführt hätten, das Wachstum Slacks wirklich einzuschränken. Der Rechtsstreit drehe sich daher eher um prinzipielle Fragen als um aktuelle Entwicklungen am Markt.

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