Microsoft-CEO feuert gegen Slack:
Windows macht Erfolg erst möglich

Geht es nach Microsoft-Chef Satya Nadella, ist die Kritik an dem angeb­lich agressiven Vorgehen des US-Softwarekonzerns bei der Vermarktung seiner Slack-Alternative Teams kaum berechtigt. Slack habe einen Teil seines Erfolgs schließlich Microsoft und Windows zu verdanken.
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In einem Interview mit der Financial Times hat sich Microsoft-CEO Satya Nadella erstmals seit dem Kauf von Slack durch Salesforce im Zuge eines 27-Milliarden-Dollar-Deals zu einem in der Branche durchaus heiß diskutierten Thema geäußert: dem Konkurrenzkampf zwischen Slack und Microsoft Teams.

So wird Microsoft immer wieder vorgeworfen, dass der Softwarekonzern durch die Bündelung seiner Produkte seine Marktmacht missbraucht, um Konkurrenten auszustechen. Auch im Fall von Slack gab es diesen Vorwurf schon häufiger zu hören, zumal manche Beobachter im Verkauf des Anbieters einer Chat-Plattform für Unternehmen an Salesforce einen Beleg für den "Erfolg" von Microsofts Taktik sehen.

Nadella: Offene Plattform Windows macht Erfolg der Konkurrenz erst möglich

Nadella sieht dies als Chef von Microsoft natürlich etwas anders: So solle das Team von Slack doch bitteschön sich erst mal selbst im Spiegel betrachten, bevor man gegen Microsoft feuere und dem Konzern vorwerfe, eine "geschlossene Plattform" schaffen zu wollen, mit der man Nutzer an seine eigenen Dienste bindet.

Gerade mit Blick auf die Übernahme durch Salesforce und der angekündigten Integration von Slack in die Lösungen des Konzerns scheint dieser Gedanke durchaus nachvollziehbar. Allerdings ist es eben auch Microsoft, das seinen Kunden Teams als Teil von Microsoft 365 in einem Paket anbietet und somit durchaus bestehende Produkte, die die Kunden oft schon länger nutzen, mit der Slack-Alternative bündelt.

Für Nadella hat Microsoft dem Konkurrenten Slack letztlich sogar geholfen, denn Windows sei nunmal instrumentell für Firmen wie Slack, wenn es darum geht, einen Markt für ihre Produkte zu finden. Schließlich sei Windows eine offene Plattform, die jeder nutzen kann. Außerdem gebe es durchaus die Möglichkeit für Konkurrenten, ihre Produkte mit Microsofts Software zu verbinden.

Dem schloss sich auch der Chef von Microsoft 365, Jared Spataro, an, der behauptete, dass der Softwarekonzern gar keine andere Möglichkeit habe, als den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Anwendungen mit Microsofts Services zu nutzen. Weil viele Firmen in Sachen Software eine heterogene Herangehensweise verfolgten, könnte Microsoft nur existieren, wenn es sich dieser Realität stellt und seine Plattform für Dritte offen halte.

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