Rotes Meer: Gleich mehrere gekappte Kabel legen Microsoft Azure lahm
Mehrere Unterseekabel im Roten Meer sind gekappt - Microsoft Azure kämpft mit massiven Störungen. Nutzer in Asien, Europa und dem Nahen Osten spüren bereits deutliche Verzögerungen beim Datenverkehr.
Um die Ausfälle abzufangen, leitete Microsoft den Datenverkehr über alternative Strecken um. Das sorgt jedoch für höhere Latenzzeiten, vor allem für Verbindungen, die normalerweise über das Rote Meer laufen.
Betroffen sind die Kabelsysteme SEA-ME-WE 4 (SMW4) und IMEWE. SMW4 verbindet seit 2005 auf rund 18.800 Kilometern Südostasien mit Europa über den Nahen Osten. IMEWE erstreckt sich über 12.091 Kilometer zwischen Indien und Europa. Beide Leitungen gelten als zentrale Achsen des weltweiten Internetverkehrs.
Die Vorfälle verdeutlichen die Verwundbarkeit globaler Netze, insbesondere in geopolitisch sensiblen Regionen wie dem Roten Meer, wo weiterhin Angriffe auf die Schifffahrt stattfinden. Während Microsoft Übergangslösungen einsetzt, müssen sich Nutzer auf längerfristige Beeinträchtigungen einstellen.
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Azure-Cloud kämpft mit Kabelschäden
Microsoft hat bestätigt, dass mehrere internationale Unterseekabel im Roten Meer beschädigt wurden (via Reuters). Diese Störung trifft den Cloud-Dienst Azure, den weltweit zweitgrößten Anbieter nach Amazon Web Services. Besonders auf Routen zwischen Asien und Europa kommt es zu Verzögerungen im Datenverkehr.Um die Ausfälle abzufangen, leitete Microsoft den Datenverkehr über alternative Strecken um. Das sorgt jedoch für höhere Latenzzeiten, vor allem für Verbindungen, die normalerweise über das Rote Meer laufen.
Kritische Infrastruktur beschädigt
Nutzer in Pakistan und Indien meldeten teils massive Geschwindigkeitseinbußen, auch europäische Länder sind von Verzögerungen betroffen. Laut Reuters arbeiten Microsofts Ingenieurteams rund um die Uhr an Anpassungen und an der Nutzung zusätzlicher Kapazitäten.Betroffen sind die Kabelsysteme SEA-ME-WE 4 (SMW4) und IMEWE. SMW4 verbindet seit 2005 auf rund 18.800 Kilometern Südostasien mit Europa über den Nahen Osten. IMEWE erstreckt sich über 12.091 Kilometer zwischen Indien und Europa. Beide Leitungen gelten als zentrale Achsen des weltweiten Internetverkehrs.
Kolateralschaden nach Raketenangriff
Rund 95 Prozent des internationalen Datenaufkommens laufen über Unterseekabel, und das Rote Meer zählt zu den wichtigsten Routen für die globale Telekommunikation. Experten vermuten, dass ein abgerissener Anker des Frachtschiffs Rubymar, das zuvor durch einen Raketenangriff beschädigt worden war, die Kabel zerstört hat. Bestätigt ist diese Ursache jedoch noch nicht.Reparatur dauert Wochen oder Monate
Die Instandsetzung ist extrem aufwendig. Spezialschiffe müssen die Leitungen orten, bergen und präzise neu verschweißen. Je nach Witterung und Lage auf dem Meeresboden kann dies Wochen bis Monate dauern.Die Vorfälle verdeutlichen die Verwundbarkeit globaler Netze, insbesondere in geopolitisch sensiblen Regionen wie dem Roten Meer, wo weiterhin Angriffe auf die Schifffahrt stattfinden. Während Microsoft Übergangslösungen einsetzt, müssen sich Nutzer auf längerfristige Beeinträchtigungen einstellen.
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Zusammenfassung
- Beschädigte Unterseekabel im Roten Meer beeinträchtigen Microsoft Azure
- Datenverkehr zwischen Asien und Europa erlebt erhöhte Latenzzeiten
- Nutzer in Pakistan, Indien und Europa melden Geschwindigkeitseinbußen
- Betroffen sind die Kabelsysteme SEA-ME-WE 4 und IMEWE mit globaler Bedeutung
- Vermutlich hat ein abgerissener Schiffsanker die Unterwasserleitungen zerstört
- Die aufwendige Reparatur der Kabel kann mehrere Monate in Anspruch nehmen
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