Russland lockt Südafrikas junge Frauen in die Drohnen-Produktion
Die südafrikanische Regierung hat junge Frauen eindringlich davor gewarnt, auf verlockend klingende Jobangebote im Ausland hereinzufallen, die derzeit über soziale Netzwerke verbreitet werden. Dies endet schnell in der Rüstungsindustrie Russlands.
Das Video, aufgenommen in der russischen Teilrepublik Tatarstan, zeigte Unterkünfte und versprach Arbeitsplätze sowie Sprachunterricht. Boujee stellte das Programm als "Neuanfang" dar und betonte, dass Frauen aus Afrika, Asien und Lateinamerika dort angeblich fair behandelt würden.
Unklar ist in der Werbung, um welche Art von Jobs es sich konkret handelt. Nach Angaben von Beobachtern haben einige der angeworbenen Frauen am Ende in Rüstungsbetrieben gearbeitet - darunter in Fabriken, die Drohnen für den Krieg Russlands gegen die Ukraine herstellen. Laut Recherchen der internationalen Organisation Global Initiative Against Transnational Organized Crime werden Interessentinnen mit falschen Versprechungen über Arbeitsbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten angeworben. In Wirklichkeit unterstützten viele direkt oder indirekt die Produktion von Drohnen.
Die südafrikanischen Behörden prüfen nun den Fall. Außenamtssprecher Clayson Monyela sprach von "großer Besorgnis" über die Praxis, Influencer für die Rekrutierung zu nutzen. Auf der Plattform X rief er junge Menschen auf, sich nicht von "unbestätigten Jobangeboten aus dem Ausland" täuschen zu lassen. Sein Rat: "Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, holt euch eine zweite Meinung."
Boujee selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auf ihrem Instagram-Profil zeigt sie sich stattdessen entspannt in einem Flugzeug mit Champagnerglas - und kommentiert lapidar: "Beine ausgestreckt, Champagner eingeschenkt, Drama ignoriert." Die Warnungen der Regierung treffen auf eine schwierige Lage im Land: Viele junge Südafrikanerinnen sind arbeitslos und sehnen sich nach Perspektiven. Experten befürchten daher, dass zweifelhafte Angebote wie das aus Russland auf fruchtbaren Boden fallen könnten.
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Werbung per Social Media
Hintergrund sind virale Videos südafrikanischer Influencerinnen, die angeblich vielversprechende Arbeitsmöglichkeiten in Russland anpreisen, berichtet die britische BBC. Im Zentrum der aktuellen Debatte steht die bekannte TikTok-Persönlichkeit Cyan Boujee, mit bürgerlichem Namen Honour Zuma. Sie hat in einem inzwischen gelöschten Video ein zweijähriges "Startprogramm" vorgestellt, das jungen Frauen zwischen 18 und 22 Jahren den Einstieg ins Berufsleben ermöglichen soll.Das Video, aufgenommen in der russischen Teilrepublik Tatarstan, zeigte Unterkünfte und versprach Arbeitsplätze sowie Sprachunterricht. Boujee stellte das Programm als "Neuanfang" dar und betonte, dass Frauen aus Afrika, Asien und Lateinamerika dort angeblich fair behandelt würden.
Unklar ist in der Werbung, um welche Art von Jobs es sich konkret handelt. Nach Angaben von Beobachtern haben einige der angeworbenen Frauen am Ende in Rüstungsbetrieben gearbeitet - darunter in Fabriken, die Drohnen für den Krieg Russlands gegen die Ukraine herstellen. Laut Recherchen der internationalen Organisation Global Initiative Against Transnational Organized Crime werden Interessentinnen mit falschen Versprechungen über Arbeitsbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten angeworben. In Wirklichkeit unterstützten viele direkt oder indirekt die Produktion von Drohnen.
Behörden sind besorgt
Generell herrscht in der russischen Wirtschaft ein spürbarer Mangel an Arbeitskräften. Das hängt zum großen Teil ebenfalls mit dem Krieg gegen die Ukraine zusammen. Hunderttausende Männer sind an der Front, bereits tot oder durch Verletzungen arbeitsunfähig. Viele andere haben das Land verlassen, um dem Militär zu entgehen.Die südafrikanischen Behörden prüfen nun den Fall. Außenamtssprecher Clayson Monyela sprach von "großer Besorgnis" über die Praxis, Influencer für die Rekrutierung zu nutzen. Auf der Plattform X rief er junge Menschen auf, sich nicht von "unbestätigten Jobangeboten aus dem Ausland" täuschen zu lassen. Sein Rat: "Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, holt euch eine zweite Meinung."
Boujee selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auf ihrem Instagram-Profil zeigt sie sich stattdessen entspannt in einem Flugzeug mit Champagnerglas - und kommentiert lapidar: "Beine ausgestreckt, Champagner eingeschenkt, Drama ignoriert." Die Warnungen der Regierung treffen auf eine schwierige Lage im Land: Viele junge Südafrikanerinnen sind arbeitslos und sehnen sich nach Perspektiven. Experten befürchten daher, dass zweifelhafte Angebote wie das aus Russland auf fruchtbaren Boden fallen könnten.
Zusammenfassung
- Russische Influencer-Kampagne wirbt junge Südafrikanerinnen für ein Jobprogramm
- Honour Zuma präsentierte zweifelhafte Arbeitsmöglichkeiten in Tatarstan
- Angeworbene Frauen landen oft in der russischen Drohnenproduktion
- Falsche Versprechungen über Arbeitsbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten
- Russlands Arbeitskräftemangel durch Kriegsfolgen verstärkt
- Südafrikanische Regierung warnt eindringlich vor den verlockenden Angeboten
- Hohe Arbeitslosigkeit macht junge Frauen anfällig für zweifelhafte Angebote
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