Lockheed Martin stellt neue Stealth-Kampfdrohne Vectis vor

Lockheed Martins berühmte Skunk Works Division hat Vectis enthüllt, eine hoch entwickelte Stealth-Drohne für Kampfeinsätze. Das autonome System soll binnen zwei Jahren fliegen und als Begleiter für F-35- und F-22-Kampfjets dienen.
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Lockheed Martin

Neuer Kampfbegleiter aus dem Geheimprojekt

Lockheed Martins geheimnisumwitterte Abteilung für Forschung und Entwicklung, Skunk Works hat ihre neueste Arbeit vorgestellt: Vectis, eine autonome Kampfdrohne der Gruppe fünf, die als kollaboratives Kampfflugzeug (Collaborative Combat Aircraft ; CCA) konzipiert wurde. Das Unternehmen plant, das System innerhalb der nächsten zwei Jahre erstmals fliegen zu lassen.

Die Skunk Works Division, offiziell als Lockheed Martin Advanced Development Programs bekannt, blickt auf eine über 80-jährige Geschichte zurück. Diese ist voll mit Namen, die selbst Menschen ein Begriff sind, die sich nicht intensiv mit Militärtechnik beschäftigen. Seit ihrer Gründung 1943 entstanden hier legendäre Flugzeuge wie die U-2, die SR-71 Blackbird und die F-117 Nighthawk - allesamt Meilensteine der Stealth- und Aufklärungstechnologie.

Laut einer Pressemitteilung von Lockheed Martin beschrieb OJ Sanchez, Vizepräsident und Geschäftsführer von Lockheed Martin Skunk Works, Vectis als "die Kulmination unserer Expertise in komplexer Systemintegration, fortschrittlicher Kampfflugzeugentwicklung und Autonomie". Das System solle nicht nur eine neue Plattform darstellen, sondern ein neues Paradigma für Luftüberlegenheit schaffen.

Lockheed Martin: Skunk Works stellt das Agile Drone Framework vor

Die Drohne ist größer als Lockheeds "Common Multi-Mission Truck"-Rakete, aber kleiner als ein F-16-Kampfjet. Diese Größenordnung entspricht der Kategorie fünf bei unbemannten Luftfahrzeugen, die für Systeme über 600 Kilogramm Startgewicht definiert ist. Vectis kann Präzisionsangriffe, elektronische Kriegsführung, Aufklärungs- und Gegenluftoperationen durchführen und bietet Multi-Domain-Konnektivität sowohl eigenständig als auch in integrierten Einsätzen mit bemannten Flugzeugen.

Die Kommunikations-, Radar- und Infrarot-Signatureigenschaften sind mit Kampfjets der fünften Generation kompatibel, wodurch eine nahtlose Integration mit F-22- und F-35-Kampfjets ermöglicht wird. Das Konzept der kollaborativen Kampfflugzeuge entstand aus der Erkenntnis, dass moderne Luftkämpfe zunehmend komplexer werden. Während bemannte Kampfjets weiterhin das Rückgrat der Luftstreitkräfte bilden sollen und auch werden, können autonome Begleiter gefährliche Aufgaben übernehmen und unterstützen.

Lockheed Martin war bei der ersten Phase des CCA-Programms der US-Luftwaffe nicht erfolgreich, da das Unternehmen Berichten zufolge eine zu leistungsstarke und damit zu teure Drohne angeboten hatte. Die Luftwaffe bevorzugte kostengünstigere Lösungen von General Atomics und Anduril Industries. Ebenso wurde das Unternehmen weder für das Luftwaffen- noch für das Marine-Programm für Kampfjets der nächsten Generation ausgewählt.

Dennoch sieht Sanchez Vectis als vielversprechenden Kandidaten für die zweite Phase des CCA-Programms. Das System nutzt fortschrittliche Fertigungs- und digitale Entwicklungstechniken aus der Entwicklung von Kampfjets der nächsten Generation, um Erschwinglichkeit und Entwicklungsgeschwindigkeit zu fördern.

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Zusammenfassung
  • Lockheed Martins Skunk Works präsentiert Vectis als autonome Kampfdrohne
  • Neue Stealth-Drohne soll innerhalb von zwei Jahren erstmals fliegen
  • Vectis wird als Begleiter für F-35- und F-22-Kampfjets entwickelt
  • Die Drohne übernimmt gefährliche Aufgaben bei Präzisionsangriffen
  • Größer als eine Rakete, jedoch kleiner als ein F-16-Kampfjet
  • Lockheed Martin setzt auf fortschrittliche Fertigungstechniken
  • Vectis gilt als vielversprechender Kandidat für zweite CCA-Programmphase

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