Elon Musk im Rückwärtsgang, will nun doch keine eigene Partei gründen
Elon Musk legt offenbar seine Pläne für die "America Party" auf Eis. Der Tesla- und SpaceX-CEO will sich wieder auf seine Unternehmen konzentrieren und möchte die Beziehung zu Vizepräsident J.D. Vance nicht gefährden.
Die Idee zu einer eigenen Partei war aus Musks Widerstand gegen Trumps "One Big Beautiful Bill" entstanden, das laut Experten über ein Jahrzehnt zusätzliche 3,4 Billionen Dollar (etwa 2,9 Billionen Euro) zum US-Defizit hinzufügen würde. Musk hatte das Gesetz als Rückschritt seiner Arbeit im Ministerium für Regierungseffizienz gesehen, das darauf abzielte, Regierungsausgaben zu reduzieren und die US-Staatsschulden zu senken. Das Ministerium, das Musk nach Trumps Amtsantritt eine Weile lang leitete, sollte eigentlich Verschwendung in der Bundesregierung eliminieren - ein Ziel, das durch das umstrittene Ausgabenpaket konterkariert worden wäre, so Musk. Infografik: Teslas Wachstum steckt im Rückwärtsgang fest
Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, haben Musk und sein Team jedoch keine Gespräche mit prominenten Personen geführt, die eine neue Partei unterstützen könnten. Sie sagten sogar ein geplantes Treffen mit einer Organisation ab, die sich auf Drittkampagnen spezialisiert hat. Den Teilnehmern wurde mitgeteilt, dass das Meeting abgesagt wurde, weil Musk sich auf die Führung seiner Unternehmen konzentrieren wolle.
Die Annäherung zwischen Musk und Vance gilt laut Politexperten als strategisch klug: Vance bringt sich als Erbe der MAGA-Bewegung in Stellung und hatte nach Musks öffentlichem Streit mit Trump zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Vance, der vor seiner politischen Laufbahn als Risikokapitalgeber im Silicon Valley tätig war, versteht die Technologiebranche und hat bereits in der Vergangenheit Sympathien für Musks Unternehmen geäußert. Laut WSJ bestätigte Vance diesen Monat seine Position und gab an, Musk gebeten zu haben, in die republikanische Partei zurückzukehren.
Neben Tesla kämpft auch SpaceX mit Herausforderungen: Das Unternehmen steht unter Druck, seine ehrgeizigen Mars-Missionsziele zu erreichen, während gleichzeitig die Konkurrenz im kommerziellen Raumfahrtsektor zunimmt. Auch Neuralink und xAI befinden sich in jeweils kritischen Entwicklungsphasen und benötigen entsprechende Aufmerksamkeit.
Ob Musk seine politischen Ambitionen dauerhaft auf Eis legt, bleibt abzuwarten. Was meint ihr - sollte sich der Tesla-Chef auf seine Unternehmen konzentrieren oder weiter politisch aktiv bleiben? Teilt eure Gedanken zu diesem vermeintlichen Strategiewechsel in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Musk bremst seine politischen Ambitionen
Elon Musk legt seine Pläne für die Gründung einer neuen politischen Partei vorerst und möglicherweise auch endgültig auf Eis. Der Milliardär soll Vertrauten mitgeteilt haben, dass er sich wieder auf seine Unternehmen konzentrieren wolle. Diese Entscheidung markiert eine Kehrtwende gegenüber dem Juli, als Musk nach einem öffentlichen Streit mit Präsident Donald Trump über das Steuer- und Ausgabengesetz die Gründung der "America Party" angekündigt hatte.Die Idee zu einer eigenen Partei war aus Musks Widerstand gegen Trumps "One Big Beautiful Bill" entstanden, das laut Experten über ein Jahrzehnt zusätzliche 3,4 Billionen Dollar (etwa 2,9 Billionen Euro) zum US-Defizit hinzufügen würde. Musk hatte das Gesetz als Rückschritt seiner Arbeit im Ministerium für Regierungseffizienz gesehen, das darauf abzielte, Regierungsausgaben zu reduzieren und die US-Staatsschulden zu senken. Das Ministerium, das Musk nach Trumps Amtsantritt eine Weile lang leitete, sollte eigentlich Verschwendung in der Bundesregierung eliminieren - ein Ziel, das durch das umstrittene Ausgabenpaket konterkariert worden wäre, so Musk. Infografik: Teslas Wachstum steckt im Rückwärtsgang fest
Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, haben Musk und sein Team jedoch keine Gespräche mit prominenten Personen geführt, die eine neue Partei unterstützen könnten. Sie sagten sogar ein geplantes Treffen mit einer Organisation ab, die sich auf Drittkampagnen spezialisiert hat. Den Teilnehmern wurde mitgeteilt, dass das Meeting abgesagt wurde, weil Musk sich auf die Führung seiner Unternehmen konzentrieren wolle.
Rücksicht auf Vance
Ein entscheidender Grund für Musks Strategiewechsel ist die Beziehung zu Vizepräsident J.D. Vance. Der Tesla-Chef soll eingeräumt haben, dass die Gründung einer politischen Partei seine Beziehung zu Vance beschädigen würde. Musk und seine Mitarbeiter haben Personen aus Vance' Umfeld mitgeteilt, dass der Milliardär erwägt, finanzielle Ressourcen zur Unterstützung von Vance einzusetzen, sollte dieser 2028 für das Präsidentenamt kandidieren.Die Annäherung zwischen Musk und Vance gilt laut Politexperten als strategisch klug: Vance bringt sich als Erbe der MAGA-Bewegung in Stellung und hatte nach Musks öffentlichem Streit mit Trump zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Vance, der vor seiner politischen Laufbahn als Risikokapitalgeber im Silicon Valley tätig war, versteht die Technologiebranche und hat bereits in der Vergangenheit Sympathien für Musks Unternehmen geäußert. Laut WSJ bestätigte Vance diesen Monat seine Position und gab an, Musk gebeten zu haben, in die republikanische Partei zurückzukehren.
Geschäftliche Prioritäten
Diese Fokussierung auf die Geschäfte kommt nicht von ungefähr: Tesla-Aktien sind in diesem Jahr um mehr als 18 Prozent gefallen, nachdem das Unternehmen im Juli seinen schlechtesten vierteljährlichen Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt verzeichnet hatte. Musk warnte auch vor "einigen schwierigen Quartalen" nach dem Ende der Unterstützung für Elektrofahrzeuge durch die Trump-Regierung.Neben Tesla kämpft auch SpaceX mit Herausforderungen: Das Unternehmen steht unter Druck, seine ehrgeizigen Mars-Missionsziele zu erreichen, während gleichzeitig die Konkurrenz im kommerziellen Raumfahrtsektor zunimmt. Auch Neuralink und xAI befinden sich in jeweils kritischen Entwicklungsphasen und benötigen entsprechende Aufmerksamkeit.
Politische Entspannung in Sicht
Es gibt zudem Anzeichen dafür, dass die Beziehung zwischen Musk und Trump sich wieder entspannt hat - zumindest vorerst. Sie haben aufgehört, sich in sozialen Medien zu streiten, und Musk hat kürzlich nichts auf X gepostet, was Trump oder die Republikaner kritisiert. Trump postete Ende Juli auf Truth Social, dass er wolle, dass Musk und seine Unternehmen "gedeihen", und fügte hinzu, dass ihr Erfolg gut für das Land sei.Ob Musk seine politischen Ambitionen dauerhaft auf Eis legt, bleibt abzuwarten. Was meint ihr - sollte sich der Tesla-Chef auf seine Unternehmen konzentrieren oder weiter politisch aktiv bleiben? Teilt eure Gedanken zu diesem vermeintlichen Strategiewechsel in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Elon Musk legt Pläne für die 'America Party' nach Streit mit Trump auf Eis
- Milliardär möchte sich stattdessen wieder auf seine Unternehmen fokussieren
- Musks Partei sollte als Reaktion auf Trumps umstrittenes Ausgabengesetz entstehen
- Wichtiger Grund: Bewahrung der guten Beziehung zu Vizepräsident Vance
- Tesla verzeichnete im Juli den schlechtesten Umsatzrückgang seit über 10 Jahren
- Musk erwägt finanzielle Unterstützung für Vance bei möglicher Kandidatur 2028
- Die Beziehung zwischen Musk und Trump scheint sich wieder zu entspannen
Siehe auch:
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Thema:
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