Ex-Waymo-CEO ätzt über Teslas Robotaxis, bezeichnet sie als Fake

Ex-Waymo-Chef John Krafcik zweifelt an Teslas Robotaxi-Service: Solange ein Tesla-Mitarbeiter im Auto sitzt, handele es sich nicht um echte autonome Fahrzeuge, sondern lediglich um eine Nachahmung des klassischen Uber-Erlebnisses, so der Branchenveteran.
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Tesla unter Beschuss wegen Robotaxi-Service

John Krafcik, der von 2015 bis 2021 CEO von Waymo war, übt scharfe Kritik an Teslas Robotaxi-Service. Tesla startete seinen Dienst vor einigen Wochen in Austin, Texas, mit einer kleinen Flotte von etwa 20 Model Y-Fahrzeugen in einem begrenzten Gebiet, gefolgt von einer Erweiterung nach San Francisco im Juli. Allerdings hat Krafcik mit dem Tesla-Ansatz große Probleme und stellt die Authentizität des Tesla-Services grundsätzlich infrage.

Seine Hauptkritik richtet sich gegen die Anwesenheit von Tesla-Mitarbeitern in den Fahrzeugen. In Austin sitzt ein Tesla-Mitarbeiter auf dem Beifahrersitz, um die Fahrzeugleistung zu überwachen, während in San Francisco aufgrund fehlender regulatorischer Genehmigungen ein Sicherheitsfahrer hinter dem Lenkrad sitzt. Laut Business Insider kommentierte Krafcik Teslas Service mit den Worten: "Falls sie versucht hätten, das heutige Uber-Erlebnis in der Bay Area nachzuahmen, haben sie das absolut perfekt hinbekommen."

Cybercab: Tesla stellt sein Robotaxi im Video vor

Krafcik kennt die Automobilbranche aus jahrzehntelanger Erfahrung. Er begann seine Karriere als Maschinenbauingenieur bei NUMMI - einem Joint Venture zwischen General Motors und Toyota, das heute Tesla gehört. Später war er als Präsident von TrueCar tätig und erzielte als Präsident und CEO von Hyundai Motor America Rekordumsätze und gestiegene Marktanteile. Bei Waymo führte er das Unternehmen durch eine entscheidende Wachstumsphase und den Übergang zu kommerziellen Robotaxi-Services.

Tesla verwendet für seinen Service nicht die futuristischen Cybercabs, die im Oktober 2024 vorgestellt wurden, sondern Model-Y-Fahrzeuge mit einer neuen, offiziell "unüberwachten" Version der Full Self-Driving Software. Der Service ist derzeit nur auf Einladung verfügbar, Tesla berechnet in Austin eine pauschale Gebühr von 4,20 Dollar (etwa 3,60 Euro) pro Fahrt, während die Preise in der Bay Area deutlich höher ausfallen.

Unterschiede zu Waymos etabliertem Service

Die Kritik von Krafcik basiert auf seiner Erfahrung mit Waymos Entwicklung. Waymo hat über 20 Millionen Meilen auf öffentlichen Straßen und mehr als 20 Milliarden Meilen in Simulationen zurückgelegt und befördert derzeit 250.000 bezahlte Fahrten pro Woche mit seinem fahrerlosen Taxi-Service.

Bitte lasst mich wissen, wann Tesla ein Robotaxi startet - ich warte noch immer. Es ist offensichtlich kein Robotaxi, wenn ein Mitarbeiter im Auto sitzt.
John Krafcik, Ex-CEO von Waymo
Beef mit Musk ist für den Manager alles andere als neu: Während seiner Zeit bei Waymo geriet Krafcik zunehmend mit Tesla-CEO Elon Musk aneinander, dessen Verwendung des Begriffs "selbstfahrend" viele Experten für autonome Fahrzeuge verärgerte.

Die Debatte zwischen den beiden Unternehmen spiegelt unterschiedliche Philosophien in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge wider. Während Waymo auf jahrelange Tests und schrittweise Markteinführung setzt, verfolgt Tesla einen aggressiveren Ansatz mit schnellerer Markteinführung unter menschlicher Aufsicht.

Wie seht ihr Teslas Ansatz mit Sicherheitsfahrern im Vergleich zu Waymos vollautonomen Service? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ex-Waymo-CEO John Krafcik kritisiert Teslas Robotaxi-Service scharf
  • Tesla-Mitarbeiter in den Fahrzeugen widersprechen echtem autonomem Fahren
  • Krafcik bezeichnet den Service als bloße Nachahmung des Uber-Erlebnisses
  • Tesla startete seinen begrenzten Dienst mit etwa 20 Model Y in Austin
  • Waymo befördert aktuell 250000 bezahlte Fahrten pro Woche ohne Fahrer
  • Die Kontroverse spiegelt unterschiedliche Philosophien der Unternehmen wider
  • Während Waymo auf schrittweise Tests setzt, verfolgt Tesla aggressive Einführung

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