Elon Musk kündigte eine völlig unrealistische Robotaxi-Expansion an
Elon Musk kündigte im Zuge des Quartalsberichts eine massive Expansion des Robotaxi-Dienstes an: Bis Ende 2025 soll die Hälfte der US-Bevölkerung Zugang haben. Während die Q2-Zahlen enttäuschten, setzt der Tesla-Chef wieder einmal auf Versprechen.
Musk behauptete, dass die Hälfte der US-Bevölkerung bis Ende des Jahres Zugang zu Teslas Robotaxis haben werde. Diese Aussage wirkt angesichts der aktuellen Realität komplett unrealistisch: Der Pilotdienst in Austin umfasst weniger als zwei Dutzend Fahrzeuge und benötigt einen menschlichen Sicherheitsbeauftragten im Beifahrersitz. Die Fahrt kostet derzeit 6,90 Dollar pro Fahrt.
Allerdings räumte Musk ein, dass das Team bislang nicht intensiv über die Details nachgedacht habe. Tesla konzentriere sich zunächst auf die Sicherheit in Austin, wo der Dienst im Juni mit einem Sicherheitsfahrer gestartet sei. "Wir müssen sicherstellen, dass es funktioniert, wenn die Fahrzeuge vollständig unter unserer Kontrolle stehen", so der CEO.
Das Konzept erinnert an Ubers ursprüngliche Vision, bei der Privatpersonen ihre Fahrzeuge als Taxis nutzen konnten. Tesla würde jedoch vollständig autonome Fahrzeuge einsetzen, was technisch deutlich anspruchsvoller ist.
Die bisherigen Erfahrungen in Austin zeigen jedoch Probleme auf: Videos in sozialen Medien dokumentierten Robotaxis, die falsch herumfuhren oder mitten im Verkehr hart bremsten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte, sie sei über diese Vorfälle informiert und stehe mit Tesla in Kontakt.
Seit Juni hat Tesla lediglich 7000 autonome Meilen in Austin zurückgelegt - ein Bruchteil dessen, was für eine landesweite Expansion nötig wäre. Zum Vergleich: Waymo, der Marktführer bei autonomen Fahrdiensten, bietet bereits über 250.000 bezahlte Fahrten pro Woche in mehreren Städten an und hat über 20 Millionen autonome Meilen absolviert.
Die ehrgeizigen Pläne stehen im Kontext der schwächelnden Kerngeschäfte: Musk warnte vor "ein paar schwierigen Quartalen", ohne zu spezifizieren, ob dies Verluste bedeuten könnte. Zusätzlich läuft die 7.500-Dollar-Steuererleichterung für Elektrofahrzeuge Ende September aus, was weitere Herausforderungen bedeutet.
Was haltet ihr von Musks Robotaxi-Versprechen? Glaubt ihr an eine realistische Umsetzung bis Ende 2025, oder seht ihr die Ankündigungen eher skeptisch?
Siehe auch:
Musks ehrgeizige Robotaxi-Versprechen
Tesla meldete im zweiten Quartal 2024 einen Rückgang der Autoverkäufe um 16 Prozent und verfehlte die Erwartungen der Analysten deutlich. Das bereinigte Nettoergebnis sank um 23 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar (etwa 1,19 Milliarden Euro). Trotz dieser schwachen Zahlen machte CEO Elon Musk auf der Anleger-Telefonkonferenz weitreichende Versprechungen für den Robotaxi-Dienst.Musk behauptete, dass die Hälfte der US-Bevölkerung bis Ende des Jahres Zugang zu Teslas Robotaxis haben werde. Diese Aussage wirkt angesichts der aktuellen Realität komplett unrealistisch: Der Pilotdienst in Austin umfasst weniger als zwei Dutzend Fahrzeuge und benötigt einen menschlichen Sicherheitsbeauftragten im Beifahrersitz. Die Fahrt kostet derzeit 6,90 Dollar pro Fahrt.
Privatfahrzeuge sollen ins Netzwerk
Laut Berichten von Electrek und The Verge plant Tesla eine besonders interessante Neuerung: die Integration privater Tesla-Fahrzeuge in das Robotaxi-Netzwerk. "Ich würde sagen, mit Sicherheit nächstes Jahr", erklärte Musk dazu, ohne jedoch ein konkretes Datum zu nennen. Diese Funktion könnte Hunderttausenden Tesla-Besitzern ermöglichen, mit ihren Fahrzeugen Geld zu verdienen, während sie diese nicht nutzen. Ob das jemand auch wirklich will, ist eine andere Frage.Cybercab: Tesla stellt sein Robotaxi im Video vor
Allerdings räumte Musk ein, dass das Team bislang nicht intensiv über die Details nachgedacht habe. Tesla konzentriere sich zunächst auf die Sicherheit in Austin, wo der Dienst im Juni mit einem Sicherheitsfahrer gestartet sei. "Wir müssen sicherstellen, dass es funktioniert, wenn die Fahrzeuge vollständig unter unserer Kontrolle stehen", so der CEO.
Das Konzept erinnert an Ubers ursprüngliche Vision, bei der Privatpersonen ihre Fahrzeuge als Taxis nutzen konnten. Tesla würde jedoch vollständig autonome Fahrzeuge einsetzen, was technisch deutlich anspruchsvoller ist.
Expansion trotz technischer Hürden
Tesla plant die Ausweitung des Dienstes auf weitere Städte, darunter San Francisco, Nevada, Arizona und Florida. Musk erklärte, dass Tesla regulatorische Genehmigungen für die Bay Area anstrebe. Allerdings würde der Kalifornien-Dienst zunächst mit einem Fahrer im Fahrzeug operieren.Die bisherigen Erfahrungen in Austin zeigen jedoch Probleme auf: Videos in sozialen Medien dokumentierten Robotaxis, die falsch herumfuhren oder mitten im Verkehr hart bremsten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte, sie sei über diese Vorfälle informiert und stehe mit Tesla in Kontakt.
Seit Juni hat Tesla lediglich 7000 autonome Meilen in Austin zurückgelegt - ein Bruchteil dessen, was für eine landesweite Expansion nötig wäre. Zum Vergleich: Waymo, der Marktführer bei autonomen Fahrdiensten, bietet bereits über 250.000 bezahlte Fahrten pro Woche in mehreren Städten an und hat über 20 Millionen autonome Meilen absolviert.
Die ehrgeizigen Pläne stehen im Kontext der schwächelnden Kerngeschäfte: Musk warnte vor "ein paar schwierigen Quartalen", ohne zu spezifizieren, ob dies Verluste bedeuten könnte. Zusätzlich läuft die 7.500-Dollar-Steuererleichterung für Elektrofahrzeuge Ende September aus, was weitere Herausforderungen bedeutet.
Was haltet ihr von Musks Robotaxi-Versprechen? Glaubt ihr an eine realistische Umsetzung bis Ende 2025, oder seht ihr die Ankündigungen eher skeptisch?
Zusammenfassung
- Tesla verzeichnet einen Verkaufsrückgang von 16 Prozent im zweiten Quartal 2024
- Musk verspricht Robotaxi-Zugang für die Hälfte der US-Bevölkerung bis Ende 2025
- Aktueller Pilotdienst in Austin umfasst weniger als zwei Dutzend Fahrzeuge
- Private Tesla-Fahrzeuge sollen künftig ins Robotaxi-Netzwerk integriert werden
- Bisherige Erfahrungen zeigen erhebliche Probleme bei autonomen Fahrten
- Auslaufende Steuererleichterungen für Elektrofahrzeuge Ende September 2024
- Mit nur 7000 autonomen Meilen liegt Tesla weit hinter Marktführer Waymo zurück
Siehe auch:
- Infantil, infantiler, Elon Musk: Tesla Robotaxi fährt im "Penis-Radius"
- Tesla Robotaxi-Test: Videos dokumentieren bereits zahlreiche Verstöße
- Robotaxi: VW startet Serienproduktion des autonomen ID. Buzz AD
- Teslas Robotaxi fährt endlich - mit Beifahrer und nur bei gutem Wetter
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