Rheinmetall erwartet Milliardenauftrag für Skyranger von Bundeswehr
Deutschland plant eine massive Aufrüstung seiner Flugabwehr: Rheinmetall erwartet noch 2025 einen Milliardenauftrag für bis zu 600 Skyranger-30-Systeme, die vor allem der Drohnenabwehr dienen. Das Volumen könnte bis zu acht Milliarden Euro erreichen.
Laut Defence Industry Europe plant Deutschland eine umfassende Erweiterung seiner bodengestützten Luftverteidigungsfähigkeiten. Die geplante Beschaffung wäre eine der größten Rüstungsinvestitionen der Bundeswehr seit dem Ende des Kalten Krieges und ist natürlich eine Folge der veränderten Sicherheitslage in Europa.
Das Skyranger-System basiert auf dem bewährten Boxer-Radpanzer, der bereits in verschiedenen Varianten bei der Bundeswehr im Einsatz ist. Diese Plattform-Kompatibilität vereinfacht Wartung und Logistik erheblich. Der Boxer bietet zudem ausreichend Platz für die komplexe Elektronik und Munitionsvorräte des Flugabwehrsystems.
Die KCE-Revolverkanone bleibt die Hauptwaffe mit einer effektiven Reichweite von bis zu 3000 Metern. Rheinmetall betont, dass das System bei Tests unter schwierigen Wetterbedingungen hohe Feuerkraft und Präzision demonstriert habe. Die 30-mm-Airburst-Munition wird an der Mündung basierend auf der gemessenen Geschwindigkeit programmiert, wodurch geringfügige Abweichungen in den Treibladungen kompensiert und die Genauigkeit gegen kleine Luftziele verbessert wird.
Die Sensorfusion ermöglicht es dem System, auch bei elektronischen Gegenmaßnahmen oder schlechten Sichtverhältnissen effektiv zu operieren. Besonders gegen kleine, langsam fliegende Drohnen, die für herkömmliche Radarsysteme schwer zu erfassen sind, zeigt das System seine Stärken.
Was haltet ihr von Deutschlands Plan, massiv in die Flugabwehr zu investieren? Seht ihr den Skyranger 30 als angemessene Antwort auf moderne Drohnenbedrohungen?
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Rheinmetall rechnet mit Milliardenauftrag
Rheinmetall-CEO Armin Papperger rechnet noch in diesem Jahr mit einem Großauftrag der Bundeswehr für Skyranger-Flugabwehrsysteme im Wert von sechs bis acht Milliarden Euro. Die Lieferungen sollen bis 2035 abgeschlossen werden, wobei die Beschaffung in zwei Zeiträume aufgeteilt wird - von jetzt bis 2029 und von 2029 bis 2035. Über konkrete Stückzahlen wollte der Manager aus Sicherheitsgründen keine Angaben machen.Wir werden aus Sicherheitsgründen nicht über Stückzahlen sprechen. Das sind die beiden Zeiträume, mit denen die Regierung plant.Gut informierte Quellen sprechen von einem Bedarf von 500 bis 600 Skyranger-Geschützsystemen allein für die unterste "Abfangebene" quer durch alle Teilstreitkräfte. Diese Zahlen würden mit Rheinmetalls prognostiziertem Vertragswert übereinstimmen, basierend auf branchenüblichen Preisschätzungen pro Einheit.
Laut Defence Industry Europe plant Deutschland eine umfassende Erweiterung seiner bodengestützten Luftverteidigungsfähigkeiten. Die geplante Beschaffung wäre eine der größten Rüstungsinvestitionen der Bundeswehr seit dem Ende des Kalten Krieges und ist natürlich eine Folge der veränderten Sicherheitslage in Europa.
Vom Prototyp zur Serienproduktion
Im Februar 2024 erhielt Rheinmetall bereits einen 595-Millionen-Euro-Vertrag für die Entwicklung und Lieferung eines Demonstrators sowie 18 Boxer Skyranger 30-Fahrzeuge. Der Prototyp wurde im Januar 2025 übergeben, die Serienfahrzeuge sollen 2027 und 2028 in Dienst gestellt werden.Werbevideo von Rheinmetall zum Luftabwehr-System Skyranger 30
Das Skyranger-System basiert auf dem bewährten Boxer-Radpanzer, der bereits in verschiedenen Varianten bei der Bundeswehr im Einsatz ist. Diese Plattform-Kompatibilität vereinfacht Wartung und Logistik erheblich. Der Boxer bietet zudem ausreichend Platz für die komplexe Elektronik und Munitionsvorräte des Flugabwehrsystems.
Hybrides Waffensystem gegen Drohnenbedrohung
Der Skyranger 30 kombiniert eine 30×173-mm-KCE-Revolverkanone, Kurzstrecken-Boden-Luft-Raketen und ein integriertes Sensorsystem. Für die Bundeswehr-Variante wird Rheinmetall MBDAs DefendAir-Rakete integrieren (früher als Small Anti-Drone Missile bekannt), die als kostengünstige Lösung für die Drohnenabwehr gedacht ist. Das System kann neun bis zwölf dieser Raketen mit einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern mitführen.Die KCE-Revolverkanone bleibt die Hauptwaffe mit einer effektiven Reichweite von bis zu 3000 Metern. Rheinmetall betont, dass das System bei Tests unter schwierigen Wetterbedingungen hohe Feuerkraft und Präzision demonstriert habe. Die 30-mm-Airburst-Munition wird an der Mündung basierend auf der gemessenen Geschwindigkeit programmiert, wodurch geringfügige Abweichungen in den Treibladungen kompensiert und die Genauigkeit gegen kleine Luftziele verbessert wird.
Moderne Sensortechnik
Zur Zielerfassung nutzt das System Hensoldts SPEXER 2000M 3D MkIII-Radar, wobei jedes Panel 120 Grad abdeckt und drei Panels eine vollständige 360-Grad-Abdeckung ermöglichen. Das bayerische Unternehmen Hensoldt gibt an, dass das Radar mehr als 300 Ziele gleichzeitig erkennen und verfolgen kann - von Mikrodrohnen bis hin zu Kampfflugzeugen und Raketen - mit Reichweiten von bis zu 40 Kilometern. Ergänzt wird das Radar durch eine elektrooptische Suite von Chess Dynamics für Zielerkennung und -verfolgung.Die Sensorfusion ermöglicht es dem System, auch bei elektronischen Gegenmaßnahmen oder schlechten Sichtverhältnissen effektiv zu operieren. Besonders gegen kleine, langsam fliegende Drohnen, die für herkömmliche Radarsysteme schwer zu erfassen sind, zeigt das System seine Stärken.
Was haltet ihr von Deutschlands Plan, massiv in die Flugabwehr zu investieren? Seht ihr den Skyranger 30 als angemessene Antwort auf moderne Drohnenbedrohungen?
Zusammenfassung
- Rheinmetall erwartet Milliardenauftrag für bis zu 600 Skyranger-Systeme
- Großauftrag im Wert von sechs bis acht Milliarden Euro bis 2035 geplant
- Bereits 595-Millionen-Euro-Vertrag für Demonstrator und 18 Fahrzeuge
- System kombiniert 30-mm-Kanone mit MBDA-DefendAir-Raketen gegen Drohnen
- Auf bewährtem Boxer-Radpanzer basierendes Flugabwehrsystem
- Hensoldts SPEXER-Radar erkennt bis zu 300 Ziele gleichzeitig
- Investition als Reaktion auf veränderte Sicherheitslage in Europa
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