Update für Microsoft Edge:
Neue Version bringt Performance-Boost

Kann Microsoft mit Edge endlich Google Chrome gefährlich werden? Der Browser erreicht jetzt erstmals die wichtige 300-Millisekunden-Schwelle beim Seitenaufbau und ist damit flotter im Netz unter­wegs. Dahinter steckt eine neue WebUI 2.0-Architektur.
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Edge erreicht weiteren Performance-Meilenstein

Microsoft hat die Performance seines Browsers Edge verbessert. Die Software benötigt nun weniger als 300 Millisekunden, um erste Webseitenelemente wie Text, Bilder oder Bedienelemente anzuzeigen. Diese Metrik wird als First Contentful Paint (FCP) bezeichnet und wurde ursprünglich 2017 von Google für Chrome eingeführt. Der FCP-Wert misst die Zeit vom Beginn des Ladevorgangs bis zur ersten sichtbaren Darstellung von Inhalten auf einer Webseite.

Die 300-Millisekunden-Marke gilt in der Branche als wichtiger Schwellenwert. Laut Microsoft zeigen Studien, dass Wartezeiten von mehr als 300 bis 400 Millisekunden die Nutzerzufriedenheit erheblich beeinträchtigen können. Nutzer empfinden längere Ladezeiten als störend und wechseln häufiger zu anderen Browsern oder verlassen Webseiten vorzeitig.

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WebUI 2.0 als technische Grundlage

Die Geschwindigkeitsverbesserungen sind Teil von Microsofts laufender Umstellung der Edge-Benutzeroberfläche auf die WebUI 2.0-Architektur. Die neue Architektur zielt darauf ab, den Umfang der Code-Pakete und die Menge an JavaScript-Code während der Initialisierung der Benutzeroberfläche zu minimieren. Durch diese Optimierung werden weniger Ressourcen beim Start des Browsers benötigt, was sich direkt auf die Ladegeschwindigkeit auswirkt.

Die Verbesserungen zeigen sich in verschiedenen Bereichen des Browsers. Die Einstellungsseite öffnet sich schneller, die KI-gestützte Vorlesefunktion startet zügiger und bietet eine flüssigere Wiedergabe. Auch der Split-Screen-Modus profitiert von einer nahezu verzögerungsfreien Navigation zwischen verschiedenen Bereichen.

Marktposition und Konkurrenz

Die Optimierung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Microsoft. Aktuell liegt der globale Marktanteil von Edge bei weniger als fünf Prozent, während Chrome mit 68 Prozent den Markt dominiert. Firefox folgt mit etwa zehn Prozent auf dem dritten Platz. Edge basiert seit 2019 auf der gleichen Chromium-Engine wie Chrome, konnte aber bisher nicht signifikant Marktanteile gewinnen.


Microsoft plant bereits weitere Performance-Verbesserungen für die kommenden Monate. Diese sollen unter anderem die Druckvorschau und Erweiterungen betreffen. Das Unternehmen möchte damit seine Position im Browser-Markt stärken und mehr Nutzer von der Konkurrenz abwerben.

Neue Konkurrenz am Horizont

Wie The Verge berichtet, könnte Microsoft bald neue Konkurrenz von Unternehmen wie OpenAI bekommen, die eigene Browser als Ergänzung zu ihren KI-Websuchtools in Erwägung ziehen. Diese Entwicklung würde den bereits umkämpften Browser-Markt weiter verschärfen und Microsoft unter zusätzlichen Druck setzen, Edge kontinuierlich zu verbessern.

Die Browser-Landschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Während Internet Explorer einst den Markt beherrschte, übernahm Chrome diese Position und hält sie seit über einem Jahrzehnt. Edge, als Nachfolger des Internet Explorers, kämpft weiterhin um Relevanz in einem Google-dominierten Markt.

Was haltet ihr von Microsofts Geschwindigkeitsoffensive bei Edge? Nutzt ihr den Browser bereits oder bleibt ihr bei Chrome? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

Download Microsoft Edge - Der Browser auf Chromium-Basis
Zusammenfassung
  • Microsoft verbessert Edge-Browser auf Ladezeiten unter 300 Millisekunden
  • Schnelleres Laden von Webseitenelementen durch First Contentful Paint
  • Geschwindigkeitsoptimierung erfolgt im Rahmen der WebUI 2.0-Architektur
  • Edge-Browser hat trotz Chromium-Basis nur unter fünf Prozent Marktanteil
  • Chrome dominiert weiterhin den Browser-Markt mit 68 Prozent Anteil
  • Microsoft plant weitere Performance-Verbesserungen für kommende Monate
  • OpenAI könnte mit eigenem Browser zusätzliche Konkurrenz schaffen

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