Samsung macht plötzlich deutliche Fortschritte bei 2nm-Chipfertigung

Samsung scheint nach schwierigen Jahren im Halbleitergeschäft einen Wendepunkt erreicht zu haben. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen bei seinem neuen 2-Nanometer-Fertigungsprozesses deutliche Fortschritte erzielt.
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Ausbeute steigt zügig

Aktuell soll die Ausbeute - also der Anteil funktionierender Chips pro Wafer - bei rund 40 Prozent liegen. Das ist ein signifikanter Anstieg gegenüber den noch zu Jahresbeginn 2025 gemeldeten Werten und lässt auf eine Stabilisierung der Produktion hoffen.

Zum Vergleich: Bei Samsungs 3nm-Technologie lag die Ausbeute zuletzt nur zwischen 20 und 30 Prozent, was eine wirtschaftlich sinnvolle Massenfertigung nahezu unmöglich machte. Der aktuelle Fortschritt beim 2nm-Verfahren ist daher ein ermutigendes Signal - sowohl für das Unternehmen als auch für mögliche Kunden - insbesondere natürlich auch, weil es so eine Alternative zur Nutzung des Marktführers TSMC gibt.


Trotz der positiven Entwicklung bleibt Samsung allerdings noch ein gutes Stück hinter dem taiwanesischen Konkurrenten zurück. Dieser hat seine 2nm-Technologie bereits weitgehend zur Marktreife gebracht und erreicht nach Angaben aus Industriekreisen eine Ausbeute von rund 80 Prozent. TSMC plant den Start der Massenproduktion bis Ende 2025, was den Druck auf Samsung erhöht, in der zweiten Jahreshälfte nochmals deutliche Fortschritte zu erzielen.

Interesse geweckt

Interessant ist, dass sich trotz der bestehenden technologischen Rückstände namhafte Unternehmen wie Apple, AMD und Nvidia für Samsungs 2nm-Verfahren interessieren sollen. Diese könnten sich im Rahmen einer Dual-Sourcing-Strategie absichern, also Chips sowohl bei TSMC als auch bei Samsung fertigen lassen. Ein solcher Schritt würde Samsung nicht nur wirtschaftlich stärken, sondern auch die eigene Marktposition im Foundry-Geschäft deutlich verbessern.

Insider aus der Branche vermuten, dass Kunden zunehmend bereit sind, mit Samsung zusammenzuarbeiten - nicht zuletzt aufgrund attraktiverer Preisgestaltung und der Tatsache, dass TSMCs Fertigungskapazitäten stark ausgelastet sind. Bis 2027 plant Samsung zudem, den nächsten Technologiesprung mit der Einführung von 1,4nm-Chips zu meistern. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen seine Fertigung weiterhin so gut optimieren kann wie zuletzt.

Zusammenfassung
  • Samsungs 2nm-Chipfertigung macht Fortschritte, mit 40 Prozent Ausbeute
  • Deutliche Verbesserung gegenüber 3nm-Technologie mit 20-30 Prozent Ausbeute
  • TSMC bleibt mit 80 Prozent Ausbeute bei 2nm-Chips weiterhin Marktführer
  • Apple, AMD und Nvidia zeigen Interesse an Samsungs 2nm-Verfahren
  • Dual-Sourcing-Strategie könnte Samsungs Marktposition stärken
  • Attraktive Preise und TSMCs Auslastung begünstigen Samsung
  • Samsung plant Einführung von 1,4nm-Chips bis 2027

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