Sparkurs trifft Clear Linux OS:
Intel zieht nach 10 Jahren den Stecker

Sofortstopp, GitHub-Archivierung, Nutzer-Migration: Intel zieht bei Clear Linux OS den Stecker. Die als schnellste Distribution geltende Lösung verschwindet nach zehn Jahren vom Markt. Erfahrt mehr über die Hintergründe.
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Intel beendet Clear Linux OS-Projekt

Intel stellt überraschend sein optimiertes Linux-Betriebssystem Clear Linux OS ein. Das 2015 auf dem OpenStack Summit vorgestellte Projekt wird mit sofortiger Wirkung beendet - nur vier Jahre, nachdem Intel 2019 noch einen neuen Desktop-Installer veröffentlicht und ein eigenes Hilfeforum gestartet hatte.

Die Entscheidung trifft die Linux-Community hart, da Clear Linux OS für seine hervorragenden Performance-Optimierungen bekannt war. Das System bot von Haus aus profilgeführte Optimierungen, Link-Time-Optimierungen und verschiedene Kernel-Anpassungen.


Gründe für die Einstellung

Ab sofort gibt es keine Sicherheitsupdates oder Wartungsarbeiten mehr. Das GitHub-Repository wird schreibgeschützt. Intel empfiehlt Nutzern den schnellen Umstieg auf andere Linux-Distributionen.

Intel nennt keinen konkreten Grund, doch die Entscheidung dürfte Teil der aktuellen Sparmaßnahmen sein. Das Unternehmen streicht 15.000 Stellen und räumt ein, im KI-Wettlauf zu weit zurückzuliegen. Intel betont, weiterhin im Linux-Ökosystem aktiv zu bleiben und verschiedene Open-Source-Projekte zu unterstützen. Das Unternehmen dankt allen, die in den letzten zehn Jahren zu Clear Linux OS beigetragen haben:

Seien Sie versichert, dass Intel weiterhin stark in das Linux-Ökosystem investiert und verschiedene Open-Source-Projekte und Linux-Distributionen aktiv unterstützt, um Intel-Hardware zu ermöglichen und für sie zu optimieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Entwickler, Benutzer und Mitwirkenden, die in den letzten 10 Jahren zur Entwicklung von Clear Linux OS beigetragen haben. Ihr Feedback und Ihre Beiträge waren von unschätzbarem Wert.
Intel Community Stellungnahme

Was Clear Linux OS besonders machte

Clear Linux OS richtete sich dabei nicht an Endverbraucher, sondern an IT-Profis in DevOps, KI-Entwicklung, Cloud Computing und Container-Bereichen. Die Distribution war für ihre Leistungsoptimierungen auf Intel-Hardware bekannt, nutzte Intels Performance-Bibliotheken und Compiler-Optimierungen für schnellere Bootzeiten und bessere Anwendungsleistung.

Linux-Distributionen im Überblick

Distribution Hauptzielgruppe Besondere Stärken Basis Empfehlung für
Ubuntu Einsteiger & Allgemeinnutzer Benutzerfreundlichkeit, große Community, regelmäßige Updates Debian Linux-Neulinge, Desktop-Anwender
Linux Mint Windows-Umsteiger Benutzerfreundlichkeit, traditionelle Oberflächen, "out of the box" Ausstattung Ubuntu Nutzer die Windows gewohnt sind
Fedora Entwickler & Technikinteressierte Aktuelle Software, technische Innovationen, neueste Features Red Hat Entwickler, Early Adopters
Debian Server-Admins & erfahrene Anwender Stabilität, Zuverlässigkeit, Basis für andere Distros Eigenständig Server, produktive Umgebungen
Arch Linux Fortgeschrittene Nutzer Flexibilität, Minimalismus, Rolling Release Eigenständig Erfahrene Linux-Nutzer
Manjaro Arch-Einsteiger Arch-Basis aber benutzerfreundlicher, moderne Oberflächen Arch Linux Nutzer die Arch wollen, aber einfacher
Pop!_OS Entwickler & Power-User Hardware-Kompatibilität, moderne Desktop-Umgebung Ubuntu Entwickler, Gaming
openSUSE Vielseitige Anwender Flexibilität (Leap/Tumbleweed), Desktop & Server Eigenständig Sowohl Desktop als auch Server

In Vergleichen mit anderen Distributionen wie OpenSUSE, Debian, Ubuntu und Fedora erwies sich Clear Linux als einer der schnellsten Performer. Das System bot hochoptimierte Software-Bundles, Funktions-Multi-Versioning und AutoFDO für automatisierte Optimierungen.

Als rollierende Distribution brachte Clear Linux dabei zudem mehr­mals täglich neue Versionen heraus und erreichte mittler­weile Version 5700. Diese kontinuierlichen Updates sorgten für aktuelle Optimierungen und Sicherheits­patches. Intel will sich künftig darauf konzentrieren, die Performance wichtiger Linux-Distributionen zu ver­bessern und mehr in die Upstream-Entwicklung zu investieren.

Projekte wie CachyOS haben bereits einige Optimierungen übernommen, sodass die Innovationen nicht völlig verloren gehen.

Was haltet ihr von Intels Entscheidung, Clear Linux OS einzustellen? Habt ihr die Distribution selbst genutzt oder kennt jemanden, der nun auf ein anderes System umsteigen muss? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren!

Download Ubuntu LTS - Beliebte Linux-Distribution
Zusammenfassung
  • Intel stellt sein optimiertes Clear Linux OS mit sofortiger Wirkung ein
  • Nach zehn Jahren endet die für ihre Performance-Optimierungen bekannte Distro
  • Das Repository wird archiviert und Intel empfiehlt Nutzern den Umstieg
  • Vermutlich Teil der Sparmaßnahmen bei Intel mit 15000 Stellenstreichungen
  • Die Distribution war auf Intel-Hardware optimiert, lief aber auch auf AMD gut
  • Als rollierende Distribution brachte Clear Linux mehrmals täglich Updates
  • Intel will künftig mehr in die Upstream-Entwicklung anderer Distributionen investieren

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