Stiller Tsunami: Neuer Intel-Chef entlässt massenhaft Mitarbeiter
Intel hat gestern wie erwartet begonnen, in großem Stil Mitarbeiter zu entlassen. Der US-Chipkonzern verschickte laut einem Medienbericht massenhaft E-Mails an seine Mitarbeiter, in denen sie darüber informiert wurden, ob sie ihren Job behalten oder nicht.
Die Entlassungen werden allerdings nicht auf einen Schlag verkündet. So begann Intel zwar gestern, in vielen Fällen die Mitarbeiter über das Fortbestehen ihrer Beschäftigung bei dem Konzern zu informieren, in diversen Fällen wird es allerdings noch Wochen dauern, bis viele Intel-Angestellte Klarheit erhalten.
Dabei werde sorgfältig geprüft, was nötig sei, um die Ausrichtung des Unternehmens auf eine bessere Zukunft zu erreichen. Gleichzeitig sollten die Mitarbeiter mit Vorsicht und Respekt behandelt werden, versicherte Intel weiter. Im Juni hatte Intel klargemacht, dass man 15 bis 20 Prozent der Stellen in der Fertigungssparte Intel Foundry streichen will.
Intel will auch in diversen anderen Bereichen drastische Einschnitte vornehmen, um sich möglichst schnell gesund zu sparen. Bisher ist aber unklar, wie weitreichend der Kahlschlag sein soll. Laut internen Quellen gab es bereits einige Kündigungen in anderen Bereichen, während der Großteil der Stellenstreichungen in anderen Segmenten erst in den kommenden Tagen erwartet wird.
Auch die Einführung neuer Fertigungstechnologien kam nicht wie erhofft voran, wodurch viele Kunden lieber auf den weltweit größten Vertragsfertiger TSMC aus Taiwan setzen, statt Intels Fertigungssparte als Partner für die Produktion ihrer Chips zu verwenden. Zuletzt zeichnete sich ab, dass Intel darauf verzichten will, die nächste Generation seiner Fertigungstechnologien mit 1,8 Nanometern Strukturbreite an externe Kunden zu vermarkten.
Intel hatte schon im letzten Jahr massenhaft Mitarbeiter entlassen, als man im Sommer etwa 15.000 Stellen strich. Zuletzt hatte der Chipgigant aber dennoch fast 110.000 Mitarbeiter in der ganzen Welt. Das Ausmaß der jetzt eingeleiteten Kündigungswelle soll vermutlich ähnlich groß ausfallen wie im letzten Jahr, sodass vermutlich erneut mindestens 15.000 Stellen wegfallen sollen.
Siehe auch:
Entlassungswelle rollt an - ohne genaue Zahlen
Wie die Zeitung The Oregonian berichtet, hat Intel gestern begonnen, seine Mitarbeiter über den Erhalt oder die Streichung ihrer Arbeitsplätze zu informieren. Jeder Mitarbeiter erhält demnach eine individuelle E-Mail, in der man erfährt, ob die jeweilige Stelle weiter besteht. Der neue Intel-Chef Lip-Bu Tan hatte bereits im April angekündigt, dass sich die Mitarbeiter des Chipherstellers auf viele Entlassungen einstellen müssen.Die Entlassungen werden allerdings nicht auf einen Schlag verkündet. So begann Intel zwar gestern, in vielen Fällen die Mitarbeiter über das Fortbestehen ihrer Beschäftigung bei dem Konzern zu informieren, in diversen Fällen wird es allerdings noch Wochen dauern, bis viele Intel-Angestellte Klarheit erhalten.
Intel macht keine Angaben über das Ausmaß
Intel hat bisher nicht öffentlich gemacht, wie viele Jobs gestrichen oder wann die Entlassungen abgeschlossen werden sollen. In einer Stellungnahme gegenüber der Zeitung erklärte der Konzern lediglich, dass man wie angekündigt diverse Schritte unternehme, um Intel zu einer schlankeren, schneller agierenden und effizienteren Firma zu machen.Dabei werde sorgfältig geprüft, was nötig sei, um die Ausrichtung des Unternehmens auf eine bessere Zukunft zu erreichen. Gleichzeitig sollten die Mitarbeiter mit Vorsicht und Respekt behandelt werden, versicherte Intel weiter. Im Juni hatte Intel klargemacht, dass man 15 bis 20 Prozent der Stellen in der Fertigungssparte Intel Foundry streichen will.
Intel Automotive schließt, Marketing wird ausgelagert
Intel Foundry ist vor allem im US-Bundesstaat Oregon angesiedelt, wo tausende Mitarbeiter alle neuen Prozessoren entwickeln. Hinzu kommt der Wegfall der gesamten Sparte für Automotive-Produkte sowie die Verlagerung sämtlicher Marketing-Aktivitäten zum Beratungskonzern Accenture, wodurch Intel große Einsparungen mit KI-Technologien erzielen will.Intel will auch in diversen anderen Bereichen drastische Einschnitte vornehmen, um sich möglichst schnell gesund zu sparen. Bisher ist aber unklar, wie weitreichend der Kahlschlag sein soll. Laut internen Quellen gab es bereits einige Kündigungen in anderen Bereichen, während der Großteil der Stellenstreichungen in anderen Segmenten erst in den kommenden Tagen erwartet wird.
Giganische Verluste im letzten Jahr
Dass Intel sparen muss, wurde aufgrund der Zahlen für das letzte Geschäftsjahr mehr als deutlich. So meldete der Konzern zuletzt einen Verlust in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar, weil man diverse Probleme mit der Fertigung und Vermarktung neuer CPUs hatte und die Entwicklung nicht so wie zuvor angekündigt vorantreiben konnte.Auch die Einführung neuer Fertigungstechnologien kam nicht wie erhofft voran, wodurch viele Kunden lieber auf den weltweit größten Vertragsfertiger TSMC aus Taiwan setzen, statt Intels Fertigungssparte als Partner für die Produktion ihrer Chips zu verwenden. Zuletzt zeichnete sich ab, dass Intel darauf verzichten will, die nächste Generation seiner Fertigungstechnologien mit 1,8 Nanometern Strukturbreite an externe Kunden zu vermarkten.
Intel hatte schon im letzten Jahr massenhaft Mitarbeiter entlassen, als man im Sommer etwa 15.000 Stellen strich. Zuletzt hatte der Chipgigant aber dennoch fast 110.000 Mitarbeiter in der ganzen Welt. Das Ausmaß der jetzt eingeleiteten Kündigungswelle soll vermutlich ähnlich groß ausfallen wie im letzten Jahr, sodass vermutlich erneut mindestens 15.000 Stellen wegfallen sollen.
Zusammenfassung
- Intel hat begonnen, Mitarbeiter über Entlassungen per E-Mail zu informieren
- Neuer CEO Lip-Bu Tan hatte massive Stellenstreichungen bereits angekündigt
- Informationsprozess zu Entlassungen wird sich über mehrere Wochen erstrecken
- 15 bis 20 Prozent der Stellen in der Fertigungssparte Intel Foundry fallen weg
- Komplette Sparte für Automotive-Produkte wird aufgegeben und Marketing ausgelagert
- Der Konzern meldete zuletzt einen Verlust von 19 Milliarden US-Dollar
- Ähnlich wie im Vorjahr könnten erneut etwa 15.000 Stellen gestrichen werden
Siehe auch:
- Arrow Lake Refresh kommt: Intel gibt gefloppte CPUs nicht auf
- Nächster Coup des Intel-Chefs? Keine 1,8-nm-Chips für Apple & Co
- Nova Lake: Intel plant angeblich massiven CPU-Boost gegen AMD-Chips
- Intel gibt auf: Keine Chips mehr für Autos - Mitarbeiter fliegen raus
- KI & Accenture können's besser: Intel wirft sein Marketing-Team raus
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