Nova Lake: Intel plant angeblich massiven CPU-Boost gegen AMD-Chips

Intel steht offenbar vor einem großen Wurf: Ein geleaktes Dokument sorgt für Aufsehen und wirft einen ersten Blick auf die kommende Nova-Lake-S-Generation. Die Zahlen deuten auf einen kräftigen Leistungssprung hin - doch was ist da dran?
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Nova Lake verspricht deutlichen Leistungssprung

Eine durchgesickerte Folie aus einer mutmaßlich internen Intel-Präsentation sorgt derzeit für Gesprächsstoff. Die Information deutet auf einen gewaltigen Leistungsschub für die kommende Desktop-Prozessorreihe "Nova Lake-S" hin - und könnte damit eine direkte Antwort auf AMDs performancestarke 3D-V-Cache-Modelle sein.

Laut dem Leak (via X/Twitter) soll das Topmodell der Core-Ultra-9-Serie im Vergleich zur kommenden Arrow-Lake-Generation rund zehn Prozent mehr Leistung bei Einzelanwendungen (Single-Thread) bieten. Noch eindrucksvoller fällt der Zuwachs bei Multitasking und parallelen Rechenprozessen aus: Hier ist sogar von einer 60-prozentigen Steigerung die Rede - eine massive Verbesserung, die vor allem durch eine deutlich höhere Kernanzahl ermöglicht werden soll. Intel Nova Lake LeakG_melo_ding hat einen Teil der Intel-Präsentation gezeigt Internen Informationen zufolge könnte die neue Architektur bis zu 52 Rechenkerne kombinieren, darunter 16 leistungsstarke Performance-Kerne (P-Kerne), 32 effiziente Energiesparkerne (E-Kerne) und vier besonders stromsparende LP-E-Kerne, die bereits aus der Meteor-Lake-Reihe bekannt sind.

Auf Simultaneous Multi-Threading (SMT) verzichtet Intel dabei wohl komplett. Hyper-Threading gehört der Vergangenheit an. Zur Taktfrequenz der neuen Prozessoren gibt es allerdings bisher noch keine gesicherten Informationen. Auch die Frage, ob Intel gleichzeitig die sogenannte IPC-Leistung ("Instructions per Cycle") steigern kann, bleibt vorerst unbeantwortet.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal von Nova Lake dürfte vor allem für Enthusiasten interessant sein: Geplant ist die Unterstützung von ultraschnellem DDR5-8000-Arbeitsspeicher sowie 32 PCIe-5.0-Lanes. Für zusätzliche Anbindungen stehen zudem 16 PCIe-4.0-Lanes bereit. Die CPUs werden einen neuen Sockel nutzen - Codename "1954".

Coyote Cove und Arctic Wolf

Beim Aufbau setzt Intel auf eine frische Mikroarchitektur mit den internen Codenamen "Coyote Cove" (P-Kerne) und "Arctic Wolf" (E-Kerne). Ziel sei es, sowohl die Leistung bei Einzelkernen als auch bei vielen parallelen Aufgaben auf ein neues Niveau zu heben - insbesondere mit Blick auf den hart umkämpften Gaming-Markt.

Gerüchteweise soll Nova Lake außerdem mit einem besonders großen Cache ausgestattet werden. Der sogenannte Last Level Cache (LLC) könnte sich an AMDs 3D-V-Cache-Konzept orientieren, das sich in den Ryzen-X3D-Prozessoren bereits als leistungssteigernd für Spiele erwiesen hat. Denkbar ist auch, dass Intel an einem zusätzlichen L4-Cache arbeitet - dieser war bereits in früheren Patenten aufgetaucht.

Bislang hat Intel keine offiziellen Angaben zur Nova-Lake-Generation gemacht. Benchmarks, technische Details und ein genauer Veröffentlichungstermin stehen noch aus. Der durchgesickerte Folienschnipsel könnte echt zu sein - zumindest stimmen Layout und Schriftart mit bisherigen Intel-Präsentationen überein -, doch bis zur offiziellen Ankündigung bleibt alles Spekulation.

Noch sind die Einzelheiten unbestätigt - doch wenn sich die geleakten Zahlen bewahrheiten, könnte Intel bald wieder Boden im CPU-Wettstreit gutmachen. Was denkt ihr: Reicht das, um AMDs Vorsprung im Gaming-Bereich einzuholen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Internes Dokument zu Nova Lake zeigt 10% mehr Single-Thread-Leistung
  • Beeindruckende 60% Leistungssteigerung bei Multitasking-Anwendungen
  • Bis zu 52 Kerne geplant: 16 P-Kerne, 32 E-Kerne und 4 LP-E-Kerne
  • Unterstützung von DDR5-8000-RAM und insgesamt 48 PCIe-Lanes
  • Neuer Sockel "1954" mit frischer Mikroarchitektur für Gaming-Optimierung
  • Möglicherweise großer Cache ähnlich AMDs 3D-V-Cache-Technologie
  • Offizielle Bestätigung der technischen Details steht noch aus

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