Intel meldet gigantischen Verlust, Aktienkurs legt dennoch deutlich zu

Intel hat gestern seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2024 veröffentlicht. Das Unternehmen übertraf dabei die Erwartungen der Finanzwelt und präsentierte einen Umsatz in Höhe von 13,3 Milliarden Dollar. Allerdings musste Intel auch einen gigantischen Verlust von 16,6 Milliarden Dollar melden.
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Intel als Übernahmekandidat

Intel geht es nach wie vor nicht sonderlich gut. Nach diversen Problemen, die mittlerweile sogar zu Übernahmegerüchten führen, laut denen Qualcomm, Samsung oder sogar Apple am Kauf des Chipgiganten interessiert sein sollen, gab es gestern erneut schlechte Zahlen zu hören. Allerdings konnte Intel zumindest mit seiner Prognose für das laufende vierte Quartal überraschen und dadurch für einen kräftigen Anstieg seines Aktienkurses sorgen.

Der Grund für die enormen Verluste, die Intel für das dritte Quartal 2024 melden musste, liegt in Abschreibungen und Umstrukturierungskosten, die der Konzern wegen des Umbaus zu einem Auftragsfertiger in Kauf nehmen muss. Intel-CEO Pat Gelsinger sieht das Unternehmen dennoch auf einem guten Weg und gab einen positiven Ausblick.


Umbau kostet Milliarden, Intel an sich profitabel

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um sechs Prozent zurück, stieg aber immerhin im Vergleich zum vorangegangenen Quartal leicht an. Die Gewinnmarge erreichte nur noch 15 Prozent, was für Intel ein historischer Tiefststand ist. Immerhin arbeiten die verschiedenen Produktsparten profitabel und erwirtschafteten zusammen knapp 13 Milliarden Dollar. Intel Geschäftszahlen Q3/2024 Die Fertigungssparte meldete einen Umsatz von 4,4 Milliarden Dollar und konnte damit ein leichtes Plus gegenüber dem vorigen Quartal erzielen. Allerdings ging der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent zurück. Allerdings gab es aufgrund des Umbaus des Unternehmens einen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar allein in den letzten drei Monaten.

Trotz der massiven Probleme rund um diverse Intel-Chips konnte das Unternehmen in der Client-Computing-Gruppe, die unter anderem die x86-Prozessoren für PCs vermarktet, 7,3 Milliarden Dollar umsetzen und damit den Rückgang im Jahresvergleich mit sieben Prozent relativ gering halten. CEO Gelsinger versprach, dass man weiter daran arbeiten wolle, die Einnahmen aus dem Vertrieb von x86-CPUs zu steigern, während man bereits ein großes Interesse an der Fertigung in der Intel 18A-Node verzeichnet.

Intel sorgte damit insgesamt offenbar für Hoffnung bei den Investoren, was die Überwindung der lange andauernden Durststrecke angeht. Der Aktienkurs legte kurz nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen um bis zu 12 Prozent zu, auch wenn er sich zum Ende des Handelstages an der New Yorker Börse rund sieben Prozent höher einpendelte.


Zusammenfassung
  • Intel verzeichnet 16,6 Milliarden Dollar Verlust im dritten Quartal
  • Umsatz von 13,3 Milliarden Dollar übertrifft Erwartungen der Analysten
  • Verluste durch Abschreibungen und Umstrukturierungskosten verursacht
  • Gewinnmarge auf historischem Tiefstand von nur 15 Prozent
  • Fertigungssparte meldet 4,4 Milliarden Dollar Umsatz trotz Verlusten
  • Client-Computing-Gruppe setzt 7,3 Milliarden Dollar mit x86-CPUs um
  • Aktienkurs steigt nach Bekanntgabe der Zahlen um bis zu 12 Prozent

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