Intel streicht Chipentwicklung zusammen, 6400 weitere Jobs fallen weg
Offiziell will Intel mit den jüngst angekündigten neuen Entlassungen vor allem das mittlere Management verkleinern. Tatsächlich trifft es aber auch die Abteilungen für die Entwicklung von Chips hart. Wie jetzt bekannt wurde, müssen fast 7000 weitere Mitarbeiter gehen.
Intel ist laut der Zeitung The Oregonian einer der größten Arbeitgeber des Bundesstaates Oregon, beschäftigte man dort doch bisher etwa 20.000 Menschen. Mit der jetzt erfolgten Entlassung von 2392 Mitarbeitern sinkt ihre Zahl nun um rund 12 Prozent und dürfte die dortigen Standorte des Chipriesen hart treffen.
Weil Intel in Oregon verpflichtet ist, genaue Angaben zu den Kündigungen zu machen, wissen wir auch, welche Jobs die entlassenen Mitarbeiter hatten. In jeweils mehr als 300 Fällen handelt es sich um sogenannte Module Equipment Technicians und Module Development Engineers, weitere 126 Stellen fallen unter den Modul-Ingenieuren und 88 bei den Entwicklern für Prozessintegration weg. In allen Fällen handelt es sich dabei um Mitarbeiter aus der Chipentwicklung und nicht um Manager.
Tatsächlich handelte es sich laut den offiziellen Dokumenten, die der Bundesstaat Oregon zur Entlassung von Mitarbeitern erfasst hat, nur bei acht Prozent der Betroffenen um Menschen, deren Berufsbezeichnung den Begriff "Manager" enthielt. Auch in Israel hat man laut einem Medienbericht im Juli mit breit angelegten Entlassungen begonnen. Dort sind vor allem Mitarbeiter aus der Fertigung betroffen, deren Aufgaben nun automatisiert werden sollen.
Intel versucht unter dem neuen CEO Lip-Bu Tan drastische Einschnitte umzusetzen, mit denen man die Zahl der Mitarbeiter und damit die Kosten erheblich reduzieren will. Dazu gehört auch, dass das Marketing praktisch vollständig zum Beratungskonzern Accenture ausgelagert und dort durch Technologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ersetzt werden soll. Außerdem hat man die Schließung der gesamten Automobil-Sparte von Intel angekündigt.
Siehe auch:
Von wegen nur Manager ...
Intel hat die seit einiger Zeit in Aussicht gestellte nächste Entlassungswelle offiziell eingeläutet. Das Unternehmen streicht laut Medienberichten fast 2400 Arbeitsplätze allein im US-Bundesstaat Oregon, während an anderen Standorten wie Arizona, Kalifornien und Texas weitere rund 4000 Mitarbeiter ihren Hut nehmen müssen.Intel ist laut der Zeitung The Oregonian einer der größten Arbeitgeber des Bundesstaates Oregon, beschäftigte man dort doch bisher etwa 20.000 Menschen. Mit der jetzt erfolgten Entlassung von 2392 Mitarbeitern sinkt ihre Zahl nun um rund 12 Prozent und dürfte die dortigen Standorte des Chipriesen hart treffen.
Standorte in Oregon müssen bluten
Allein innerhalb des letzten Jahres hatte Intel in Oregon bereits rund 3000 Stellen gestrichen. Die neuen Kündigungen betreffen konkret die Standorte in den Städten Hillsboro und Aloha, wo jeweils 2200 bzw. 192 Mitarbeiter gehen müssen. Anders als zuvor setzt Intel bei den Kürzungen dieses Mal nicht darauf, ältere Mitarbeiter in einen verfrühten Ruhestand zu schicken oder Entschädigungen anzubieten.Weil Intel in Oregon verpflichtet ist, genaue Angaben zu den Kündigungen zu machen, wissen wir auch, welche Jobs die entlassenen Mitarbeiter hatten. In jeweils mehr als 300 Fällen handelt es sich um sogenannte Module Equipment Technicians und Module Development Engineers, weitere 126 Stellen fallen unter den Modul-Ingenieuren und 88 bei den Entwicklern für Prozessintegration weg. In allen Fällen handelt es sich dabei um Mitarbeiter aus der Chipentwicklung und nicht um Manager.
Tatsächlich handelte es sich laut den offiziellen Dokumenten, die der Bundesstaat Oregon zur Entlassung von Mitarbeitern erfasst hat, nur bei acht Prozent der Betroffenen um Menschen, deren Berufsbezeichnung den Begriff "Manager" enthielt. Auch in Israel hat man laut einem Medienbericht im Juli mit breit angelegten Entlassungen begonnen. Dort sind vor allem Mitarbeiter aus der Fertigung betroffen, deren Aufgaben nun automatisiert werden sollen.
Intel versucht unter dem neuen CEO Lip-Bu Tan drastische Einschnitte umzusetzen, mit denen man die Zahl der Mitarbeiter und damit die Kosten erheblich reduzieren will. Dazu gehört auch, dass das Marketing praktisch vollständig zum Beratungskonzern Accenture ausgelagert und dort durch Technologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ersetzt werden soll. Außerdem hat man die Schließung der gesamten Automobil-Sparte von Intel angekündigt.
Zusammenfassung
- Intel entlässt weltweit fast 7000 weitere Mitarbeiter in aktueller Welle
- Allein in Oregon werden 2392 Stellen gestrichen, was 12 Prozent entspricht
- Entgegen offiziellen Aussagen trifft es hauptsächlich die Chipentwicklung
- Nur acht Prozent der Entlassenen sind tatsächlich im Management tätig
- Unter CEO Lip-Bu Tan werden massive Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt
- Marketing wird zu Accenture ausgelagert und durch KI-Technologien ersetzt
- Auch die komplette Automobil-Sparte von Intel steht vor der Schließung
Siehe auch:
- Stiller Tsunami: Neuer Intel-Chef entlässt massenhaft Mitarbeiter
- Arrow Lake Refresh kommt: Intel gibt gefloppte CPUs noch nicht auf
- Nächster Coup des Intel-Chefs? Keine 1,8-nm-Chips für Apple & Co
- Nova Lake: Intel plant angeblich massiven CPU-Boost gegen AMD-Chips
- Intel gibt auf: Keine Chips mehr für Autos - Mitarbeiter fliegen raus
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