Borderlands-Regisseur gibt der Pandemie die Schuld für den Megaflop
Was ging beim Borderlands-Film schief? Mit 120 Mio. Dollar Budget und nur 31 Mio. Dollar Einnahmen zählt die Videospiel-Verfilmung zu den größten Flops 2024. Regisseur Eli Roth erklärt nun, warum das Projekt scheiterte - und warum die Pandemie den Film ruinierte.
Der Film wurde bereits 2021 gedreht, aber erst drei Jahre später veröffentlicht. In der Zwischenzeit fanden umfangreiche Nachdrehs statt, die nicht mehr unter Roths Regie standen, sondern von "Deadpool"-Regisseur Tim Miller übernommen wurden. Roth arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits an seinem Horrorfilm Thanksgiving.
Im Podcast The Town (via Dark Horizons) sprach Roth offen über die Schwierigkeiten während der Produktion. "Ich denke, keiner von uns hat vorausgesehen, wie kompliziert die Dinge durch Covid werden würden", erklärte der Regisseur. Die Pandemie-Bedingungen hätten die Arbeit massiv erschwert: "Wir konnten nicht gemeinsam in einem Raum planen, ich konnte nicht mit meinen Stunt-Leuten zusammenarbeiten, keine Vorvisualisierungen machen, alle waren überall verstreut."
Besonders problematisch war laut Roth die fehlende Möglichkeit zur direkten Zusammenarbeit. "Man kann einen Film dieser Größenordnung nicht über Zoom vorbereiten", betonte er im Podcast. Die komplexen Actionsequenzen und visuellen Effekte, für die die Borderlands-Spiele bekannt sind, erforderten eigentlich intensive Vorbereitungen und enge Abstimmungen zwischen den verschiedenen Abteilungen.
Besonders bemerkenswert war Roths Erfahrung bei der ersten Sichtung des fertigen Films, da eben andere für die Fertigstellung verantwortlich waren: "Bin ich an dem Punkt in meiner Karriere angelangt, wo ich dasitze, um meinen eigenen Film zu sehen, bei dem steht, dass ich ihn geschrieben und Regie geführt habe, und ich wirklich nicht weiß, was passieren wird?", sagte Roth.
Trotz namhafter Besetzung mit Stars wie Cate Blanchett, Kevin Hart, Jack Black und Jamie Lee Curtis konnte der Film weder Fans des Spiels noch das breite Kinopublikum überzeugen. Nach dem enttäuschenden Kinostart wurde "Borderlands" schnell auf Streaming-Plattformen verschoben.
Roth, der vor allem für Horrorfilme wie Hostel und Cabin Fever bekannt ist, hatte mit Borderlands seine bisher größte Produktion übernommen. Die Videospielreihe von Gearbox Software, die seit 2009 existiert und für ihren schwarzen Humor und den charakteristischen Comic-Look bekannt ist, stellte besondere Herausforderungen an die Filmumsetzung - und scheiterte dabei auf ganzer Linie.
Was haltet ihr von Roths Erklärung? Glaubt ihr, dass die Pandemie-Bedingungen allein für das Scheitern verantwortlich waren, oder lagen die Probleme tiefer? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Borderlands-Regisseur erklärt das Filmdesaster
Die Videospiel-Verfilmung Borderlands entwickelte sich 2024 zu einem der größten Kinoflops des Jahres. Mit Produktionskosten zwischen 110 und 120 Millionen Dollar (etwa 97 bis 105 Millionen Euro) und einem weltweiten Einspielergebnis von nur 31 Millionen Dollar (etwa 27 Millionen Euro) verursachte der Film enorme Verluste. Regisseur Eli Roth hat nun in einem Interview über diesen Fehlschlag gesprochen.Der Film wurde bereits 2021 gedreht, aber erst drei Jahre später veröffentlicht. In der Zwischenzeit fanden umfangreiche Nachdrehs statt, die nicht mehr unter Roths Regie standen, sondern von "Deadpool"-Regisseur Tim Miller übernommen wurden. Roth arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits an seinem Horrorfilm Thanksgiving.
Im Podcast The Town (via Dark Horizons) sprach Roth offen über die Schwierigkeiten während der Produktion. "Ich denke, keiner von uns hat vorausgesehen, wie kompliziert die Dinge durch Covid werden würden", erklärte der Regisseur. Die Pandemie-Bedingungen hätten die Arbeit massiv erschwert: "Wir konnten nicht gemeinsam in einem Raum planen, ich konnte nicht mit meinen Stunt-Leuten zusammenarbeiten, keine Vorvisualisierungen machen, alle waren überall verstreut."
Besonders problematisch war laut Roth die fehlende Möglichkeit zur direkten Zusammenarbeit. "Man kann einen Film dieser Größenordnung nicht über Zoom vorbereiten", betonte er im Podcast. Die komplexen Actionsequenzen und visuellen Effekte, für die die Borderlands-Spiele bekannt sind, erforderten eigentlich intensive Vorbereitungen und enge Abstimmungen zwischen den verschiedenen Abteilungen.
Besonders bemerkenswert war Roths Erfahrung bei der ersten Sichtung des fertigen Films, da eben andere für die Fertigstellung verantwortlich waren: "Bin ich an dem Punkt in meiner Karriere angelangt, wo ich dasitze, um meinen eigenen Film zu sehen, bei dem steht, dass ich ihn geschrieben und Regie geführt habe, und ich wirklich nicht weiß, was passieren wird?", sagte Roth.
Von der Kritik verrissen, vom Publikum gemieden
Der Film erhielt vernichtende Kritiken und landete zeitweise bei null Prozent positiven Bewertungen auf der Kritiker-Plattform Rotten Tomatoes. Neben den Produktionsproblemen wurden auch inhaltliche Änderungen am Spielmaterial kritisiert. So wurde die Figur Tiny Tina zu einem genetisch veränderten "Chosen One" umgeschrieben, während Claptrap auch nur am Rande an seine Spiele-Version erinnert.Trotz namhafter Besetzung mit Stars wie Cate Blanchett, Kevin Hart, Jack Black und Jamie Lee Curtis konnte der Film weder Fans des Spiels noch das breite Kinopublikum überzeugen. Nach dem enttäuschenden Kinostart wurde "Borderlands" schnell auf Streaming-Plattformen verschoben.
Roth, der vor allem für Horrorfilme wie Hostel und Cabin Fever bekannt ist, hatte mit Borderlands seine bisher größte Produktion übernommen. Die Videospielreihe von Gearbox Software, die seit 2009 existiert und für ihren schwarzen Humor und den charakteristischen Comic-Look bekannt ist, stellte besondere Herausforderungen an die Filmumsetzung - und scheiterte dabei auf ganzer Linie.
Was haltet ihr von Roths Erklärung? Glaubt ihr, dass die Pandemie-Bedingungen allein für das Scheitern verantwortlich waren, oder lagen die Probleme tiefer? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Borderlands-Film floppte mit 31 Mio. Dollar Einnahmen bei 120 Mio. Budget
- Regisseur Eli Roth erklärt Scheitern durch Pandemie-Einschränkungen
- Fehlende direkte Zusammenarbeit erschwerte Vorbereitung komplexer Szenen
- Umfangreiche Nachdrehs ohne Roth nach dreijähriger Verzögerung
- Der Film erhielt vernichtende Kritiken und null Prozent auf Rotten Tomatoes
- Inhaltliche Änderungen am Spielmaterial stießen auf Kritik der Fans
- Trotz namhafter Besetzung konnte der Film Publikum nicht überzeugen
Siehe auch:
- Borderlands 4 hat einen Erscheinungstermin und einen neuen Trailer
- Borderlands-Film mit Nominierungen für Negativ-Filmpreis überschüttet
- Borderlands 4 wird erwachsen, verabschiedet sich vom Toilettenhumor
- Borderlands 4 im ersten Trailer: Claptrap & Co wieder in Aktion zu sehen
- "Zumindest Spiele verkauft": Take-Two redet sich Borderlands schön
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