Windows 11: Neue Preview bringt ReFS für Datenträger bis 35 Petabyte

Microsoft arbeitet weiter darauf hin, sein neues Dateisystem ReFS auch für normale Anwender in Windows 11 nutzbar zu machen. In einem der neuesten Windows Insider Preview Builds ist jetzt ein Menü entdeckt worden, mit dem künftig die Formatierung von mit ReFS während des Setups möglich wird.
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PhantomOfEarth / Bluesky

ReFS bald während der Windows-Installation wählbar

Der Windows-Spezialist PhantomofEarth veröffentlichte in einem Bluesky-Beitrag Screenshots, die Neuerungen rund um das neue Dateisystem in der Windows 11 Insider Preview Build 27823 zeigen. So ist während der Installation des Betriebssystems in dieser Vorabversion neben dem altbewährten NTFS auch die Verwendung von ReFS für die Formatierung von nicht zugeordnetem Speicherplatz auf dem jeweiligen Datenträger möglich.

Noch scheint die Umsetzung der ReFS-Unterstützung während des Windows-11-Setups aber nicht abgeschlossen zu sein. So wird zwar das "Formatieren des Datenträgers mit Flexible Storage" unter Verwendung von ReFS angeboten, doch wird auch eine unsichtbare bzw. unbeschriftete Schaltfläche angezeigt, die obendrein verschoben und somit an falscher Stelle erscheint.

ReFS soll langfristig wohl NTFS ablösen

Erste Hinweise auf die geplante Unterstützung für ReFS in den Client-Versionen von Windows 11 gab es schon im Herbst 2024. Damals deutete sich an, dass das sogenannte Block-Cloning von ReFS bald unterstützt wird, mit dem sich das Kopieren von Dateien beschleunigen lässt. Mit der Integration im Setup scheint sich nun eine breitere Unterstützung für ReFS unter Windows 11 für Client-PCs anzukündigen.

Das sogenannte Resilient File System, also "widerstandsfähige Dateisystem", soll die "Datenverfügbarkeit maximieren, effizient skalieren und eine hohe Datenintegrität mit Resilienz gegen Beschädigungen" bieten. Gleichzeitig verspricht Microsoft auch eine höhere Performance. ReFS unterstützt Dateien und Speichervolumen mit bis zu 35 Petabyte, während NTFS bei 256 Terabyte an seine Grenzen stößt.

Auf seiner Website liefert Microsoft diverse Details rund um ReFS. Dabei verrät der Konzern aber auch, dass es derzeit noch einige Nachteile rund um das neue Dateisystem gibt. So kann es nicht für Boot-Laufwerke verwendet werden und kann auch einige wichtige Features von NTFS, wie die Komprimierung auf Dateisystemebene, Wechselmedien und Speicherkontingente, bis jetzt nicht unterstützen. Denkbar ist, dass Microsoft derartige Dinge möglichst rasch nachliefert.

Zusammenfassung
  • Windows 11 Preview ermöglicht ReFS-Formatierung während der Installation
  • ReFS unterstützt Speichervolumen bis zu 35 Petabyte, NTFS nur bis 256 TB
  • Block-Cloning soll Dateikopieren mit ReFS unter Windows 11 beschleunigen
  • Resilient File System verspricht höhere Datenverfügbarkeit und Integrität
  • ReFS kann derzeit nicht für Boot-Laufwerke verwendet werden
  • Einige NTFS-Features wie Dateisystemkomprimierung fehlen noch bei ReFS
  • Microsoft arbeitet an breiterer ReFS-Unterstützung für Windows-11-Clients

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