RTX 5090-Kabel kochen: Wärmebildaufnahmen zeigen 150 Grad im Test
Die Diskussion um die Stromversorgung von Nvidias Grafikkarten gewinnt erneut an Brisanz. Neue Wärmebildaufnahmen offenbaren, dass die Temperaturen am Stromanschluss der RTX 5090 bedenkliche Werte von über 150 °C erreichen können.
Mittlerweile muss konstatiert werden, dass sich die Problematik nicht auf Einzelfälle oder lediglich auf Anwenderfehler beschränkt. Selbst erfahrene Hardware-Experten und -YouTuber berichten von teils extremen Temperaturen an den Stromanschlüssen, obwohl moderne Netzteile und korrekt installierte Kabel zum Einsatz kommen.
Obwohl in diesem Fall keine starken Schäden wie bei anderen Überhitzungsfällen entstanden, findet Schilling klare Worte:
Überhitzung an der PSU ...
... und an der GPU
Durch diese Änderung kann die GPU nicht mehr erkennen, ob alle Pins gleichmäßig Kontakt haben bzw. der Strom gleichmäßig durch alle Adern fließt. Es wird nur noch überprüft, ob sich der Gesamtstromfluss im korrekten Rahmen befindet. Das kann dazu führen, dass eine Überlastung einzelner Stränge unbemerkt bleibt.
Bei den ersten Vorfällen mit geschmolzenen Anschlüssen bei der RTX 40-Serie sprach Nvidia von "Anwenderfehlern". Doch mittlerweile müsste jedem klar geworden sein, dass es sich um ein inhärentes Problem des Kabeldesigns handelt. Auch wenn die Gesamtzahl der Vorfälle gering bleibt, gleicht es für Nutzer einem Glücksspiel, ob ihre teure Grafikkarte durch Überhitzungsprobleme beschädigt wird oder nicht.
Habt ihr selbst Erfahrungen mit überhitzten Stromanschlüssen bei euren Grafikkarten gemacht? Wie steht ihr zu den Temperaturproblemen der RTX 5090? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse in den Kommentaren!
Siehe auch:
Hitzige Debatte um Nvidias Stromanschlüsse
Die RTX 5090 ist Nvidias Spitzenmodell der im Januar 2025 eingeführten GeForce 50-Serie. Trotz der Überarbeitung des Stromanschlusses von 12VHPWR zu 12V-2x6, die eigentlich die Sicherheitsprobleme der Vorgängergeneration ausräumen sollte, treten weiterhin immer wieder kritische Überhitzungsprobleme beim Top-Modell und anderen Blackwell-GPUs auf, die zu geschmolzenen Steckern und Kabeln führen.Mittlerweile muss konstatiert werden, dass sich die Problematik nicht auf Einzelfälle oder lediglich auf Anwenderfehler beschränkt. Selbst erfahrene Hardware-Experten und -YouTuber berichten von teils extremen Temperaturen an den Stromanschlüssen, obwohl moderne Netzteile und korrekt installierte Kabel zum Einsatz kommen.
Extreme Temperaturen bei Tests
So führte auch Andreas Schilling von HardwareLuxx Tests mit einer Inno3D GeForce RTX 5090 iChill Frostbite durch, wie er auf X mitteilt. Dabei stellte er mithilfe einer Wärmebildkamera fest, dass der Stromanschluss an der PSU Temperaturen von über 150 Grad Celsius erreichte. Das verwendete Netzteil, ein Be Quiet Dark Power 13, erfüllt den neuesten ATX 3.1-Standard und sollte eigentlich problemlos mit der Grafikkarte harmonieren.Obwohl in diesem Fall keine starken Schäden wie bei anderen Überhitzungsfällen entstanden, findet Schilling klare Worte:
Bei näherer Betrachtung sind das Kabel und der Stecker noch in Ordnung. Aber man sieht, dass sie thermischen Belastungen ausgesetzt waren. Ich habe kein Vertrauen in diese Lösung, egal in welcher Form.
Überhitzung an der PSU ...
... und an der GPU
Probleme geradezu herbeigeführt
Schaut man sich die Entwicklung der Stromanschlüsse und Kabel von GeForce-Karten an, wird deutlich, dass Nvidia die jetzigen Probleme durch bewusste Design-Entscheidungen mehr oder weniger forciert hat. Denn während frühere GPU-Generationen noch separate Stromsensoren für jeden Anschluss besaßen, wurden bereits bei der RTX 30-Serie sechs 12V-Pins in drei überwachten Gruppen zusammengefasst. Bei den RTX 40- und 50-Karten werden mittlerweile alle 12V-Pins intern zusammengeschaltet.Durch diese Änderung kann die GPU nicht mehr erkennen, ob alle Pins gleichmäßig Kontakt haben bzw. der Strom gleichmäßig durch alle Adern fließt. Es wird nur noch überprüft, ob sich der Gesamtstromfluss im korrekten Rahmen befindet. Das kann dazu führen, dass eine Überlastung einzelner Stränge unbemerkt bleibt.
Bei den ersten Vorfällen mit geschmolzenen Anschlüssen bei der RTX 40-Serie sprach Nvidia von "Anwenderfehlern". Doch mittlerweile müsste jedem klar geworden sein, dass es sich um ein inhärentes Problem des Kabeldesigns handelt. Auch wenn die Gesamtzahl der Vorfälle gering bleibt, gleicht es für Nutzer einem Glücksspiel, ob ihre teure Grafikkarte durch Überhitzungsprobleme beschädigt wird oder nicht.
Druck auf Nvidia wächst
Nvidia steht nun unter Druck, auf die Situation zu reagieren. Eine Überarbeitung des Kabel- und Steckerdesigns für kommende GPU-Generationen scheint mittlerweile unausweichlich, um die Sicherheit und Langlebigkeit der zukünftigen Grafikkarten zu gewährleisten. Außer Nvidia hält Temperaturen von über 150℃ für sicher. Dann dürfte man allerdings das Vertrauen der Kunden verspielen. In jedem Fall bleibt den Nutzern erst einmal nur, ihre Systeme genau im Auge zu behalten und bei Auffälligkeiten schnell zu handeln.Habt ihr selbst Erfahrungen mit überhitzten Stromanschlüssen bei euren Grafikkarten gemacht? Wie steht ihr zu den Temperaturproblemen der RTX 5090? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Weitere Probleme mit Überhitzung von Stromanschlüssen bei RTX 50-Serie
- Neue Wärmebildaufnahmen zeigen Temperaturen von über 150 °C bei RTX 5090
- Trotz Überarbeitung des Stromanschlusses treten weiterhin Überhitzungen auf
- Problem nicht auf Einzelfälle oder Anwenderfehler beschränkt
- Nvidia fasste 12V-Pins zusammen, verhindert die Erkennung ungleicher Belastung
- Überarbeitung des Kabel- und Steckerdesigns für künftige Generationen nötig
- Nutzer sollten ihre Systeme genau beobachten und bei Auffälligkeiten handeln
Siehe auch:
- Nvidia dementiert: mobile RTX 5090 & Co sollen alle ROPs an Bord haben
- GeForce RTX 5070 ist da & enttäuscht: Tester werfen Nvidia Lügen vor
- CPU-Z warnt bei defekten Nvidia GeForce RTX 50-GPUs mit ROP-Fehler
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