Sonos baut intern massiv um - braucht aber dringend bessere Software

Der Audio-Spezialist Sonos hat es sich aufgrund des App-Debakels mit vielen Nutzern verscherzt. Die neue Unternehmensführung will nun retten, was zu retten ist. Dafür muss allerdings in erster Linie Vertrauen zurückgewonnen werden.
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Neuer Chef räumt auf

Sonos steht vor einer schwierigen Herausforderung: Nicht nur muss das Unternehmen seine hochpreisigen Lautsprecher verkaufen, sondern auch das Vertrauen der Kunden nach einer misslungenen Software-Entwicklung zurückgewinnen, berichtet das Wall Street Journal. Diese Aufgabe liegt nun in den Händen des neuen Chefs Tom Conrad, der im Januar das Ruder von Patrick Spence übernahm.

Die aktuellen Geschäftszahlen verdeutlichen das Problem: Im ersten Quartal sank der Umsatz um 10 Prozent auf 550,9 Millionen Dollar, während der operative Gewinn um 40 Prozent auf 48 Millionen Dollar einbrach. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der verkauften Einheiten im zweiten Halbjahr um 14 Prozent auf 2,7 Millionen - die niedrigste Zahl seit 2016. Selbst der Markteintritt in das Premium-Kopfhörersegment mit den Sonos Ace konnte diesen Negativtrend nicht bremsen.


Analysten erwarten, dass der Umsatz von Sonos im neuen Geschäftsjahr um weitere 3 Prozent sinken wird, nachdem bereits im Vorjahr ein Rückgang von 8,3 Prozent verzeichnet wurde. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bleibt Sonos durchaus eine angesehene Marke im Premium-Audio-Segment. Conrad bringt umfangreiche Erfahrung im Bereich Software und Musikplattformen mit - unter anderem war er Mitbegründer des Streaming-Dienstes Pandora und dort zehn Jahre lang als Technikchef tätig. Trotz seines zunächst interimsmäßigen Titels treibt er die Umstrukturierung mit Hochdruck voran.

Manager müssen gehen

Um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, hat Sonos eine Restrukturierung angekündigt, die eine Reduzierung der Belegschaft um 12 Prozent umfasst. Das soll vor allem organisatorische Schwächen beheben. Laut Conrad offenbarten interne Analysen "überflüssige Strukturen und Hierarchieebenen", weshalb unter den Entlassenen auch mehrere hochrangige Führungskräfte seien.

Trotzdem bleiben die Wall-Street-Analysten skeptisch. Denn um Sonos wieder auf Kurs zu bringen, bedarf es eben nicht einfach nur einer internen Neuordnung. Vielmehr muss das Unternehmen seine Probleme bei der Software-Entwicklung in den Griff bekommen. Denn niemand kauft am Ende gute, aber teure Lautsprecher, wenn diese nur mit Mühe dazu gebracht werden können, so zu funktionieren, wie die Käufer es erwarten.

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Zusammenfassung
  • Sonos kämpft nach App-Debakel um Kundenvertrauen und Umsatz
  • Neuer CEO Tom Conrad leitet umfassende Umstrukturierung ein
  • Geschäftszahlen zeigen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn
  • Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr auf niedrigstem Stand seit 2016
  • Entlassung von 12 Prozent der Belegschaft zur Behebung von Schwächen
  • Verbesserung der Software-Entwicklung als Schlüssel zum Erfolg
  • Analysten bleiben trotz Restrukturierungsmaßnahmen skeptisch

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