Sonos könnte zum Verkauf stehen, Spekulation über Interessenten
Sonos, einst als "Apple der Lautsprecher" bezeichnet, steckt in der Krise. Nach einem desaströsen Software-Update ist der Marktwert eingebrochen. Nun wird über einen möglichen Verkauf spekuliert - doch wer könnte Interesse haben. Apple selbst soll es jedenfalls nicht sein.
Die Probleme begannen, als Sonos im Vorjahr eine komplett überarbeitete App zur Steuerung seiner Geräte einführte. Das Update sollte die Sonos-Erfahrung modernisieren und den Weg für neue Produkte wie die Ace-Kopfhörer ebnen. Doch die Software bzw. ihre Nutzer kämpften von Anfang an mit schwerwiegenden Fehlern und fehlenden Funktionen.
Mittlerweile ist allen Beteiligten klar, dass Sonos die neue App niemals in diesem Zustand hätte veröffentlichen dürfen. Das liegt auch daran, dass viele Bugs dem Unternehmen bereits vor dem Release bekannt waren. Eine schrittweise Einführung als Beta-Version wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Doch offenbar wollte man die Chance auf einen großen Marketing-Effekt nicht verpassen - mit fatalen Folgen.
Die Krise führte vor einer Woche zum Rücktritt von CEO Patrick Spence. Auch der Chief Product Officer musste gehen. Nun stellt sich die Frage: Welche Zukunft hat Sonos? Der Verwaltungsrat wird wohl auch einen möglichen Verkauf in Betracht ziehen müssen, schreibt Bloomberg.
Apple galt lange als potenzieller Käufer für Sonos. Beide Unternehmen setzen auf Premium-Design und ein geschlossenes Ökosystem. Doch laut Mark Gurman, Apple-Experte bei Bloomberg, ist eine Übernahme durch Apple unwahrscheinlich: "Wenn Apple wirklich sein Home-Audio-Geschäft ausbauen wollte, verfügt es bereits intern über die nötige Hardware, Software, Inhalte und Fertigungskompetenzen. Es geht nur darum, die Dinge richtig umzusetzen - etwas, woran Apple bereits arbeitet. Später in diesem Jahr wird das Unternehmen seinen eigenen Home Hub und einen neuen HomePod mini auf den Markt bringen."
Download Sonos Controller S2 - Sonos-Systeme steuern
Siehe auch:
Ungewisse Zukunft für den Audio-Pionier
Der Audio-Technologie-Spezialist Sonos steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach einem katastrophalen Software-Update im Mai 2024 ist der einst so erfolgreiche Hersteller smarter bzw. vernetzter Lautsprecher in eine tiefe Krise gerutscht. Die Folgen sind gravierend: Der Marktwert des Unternehmens ist von über fünf Milliarden Dollar während der Pandemie auf aktuell nur noch rund 1,7 Milliarden Dollar gefallen.Die Probleme begannen, als Sonos im Vorjahr eine komplett überarbeitete App zur Steuerung seiner Geräte einführte. Das Update sollte die Sonos-Erfahrung modernisieren und den Weg für neue Produkte wie die Ace-Kopfhörer ebnen. Doch die Software bzw. ihre Nutzer kämpften von Anfang an mit schwerwiegenden Fehlern und fehlenden Funktionen.
Mittlerweile ist allen Beteiligten klar, dass Sonos die neue App niemals in diesem Zustand hätte veröffentlichen dürfen. Das liegt auch daran, dass viele Bugs dem Unternehmen bereits vor dem Release bekannt waren. Eine schrittweise Einführung als Beta-Version wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Doch offenbar wollte man die Chance auf einen großen Marketing-Effekt nicht verpassen - mit fatalen Folgen.
Die Krise führte vor einer Woche zum Rücktritt von CEO Patrick Spence. Auch der Chief Product Officer musste gehen. Nun stellt sich die Frage: Welche Zukunft hat Sonos? Der Verwaltungsrat wird wohl auch einen möglichen Verkauf in Betracht ziehen müssen, schreibt Bloomberg.
Apple galt lange als potenzieller Käufer für Sonos. Beide Unternehmen setzen auf Premium-Design und ein geschlossenes Ökosystem. Doch laut Mark Gurman, Apple-Experte bei Bloomberg, ist eine Übernahme durch Apple unwahrscheinlich: "Wenn Apple wirklich sein Home-Audio-Geschäft ausbauen wollte, verfügt es bereits intern über die nötige Hardware, Software, Inhalte und Fertigungskompetenzen. Es geht nur darum, die Dinge richtig umzusetzen - etwas, woran Apple bereits arbeitet. Später in diesem Jahr wird das Unternehmen seinen eigenen Home Hub und einen neuen HomePod mini auf den Markt bringen."
Potenzielle Käufer
Andere Big-Tech-Unternehmen wie Meta, Google oder Microsoft kommen für Gurman als Käufer ebenfalls nicht infrage. Stattdessen sieht er Amazon, Samsung und Spotify als mögliche Interessenten. Besonders Amazon erscheint als natürlicher Kandidat: Mit dem ehemaligen Microsoft-Manager Panos Panay als neuem Hardware-Chef plant der E-Commerce-Riese eine Überarbeitung seiner Geräte-Palette. Die Premium-Technologie von Sonos könnte die Basis für eine neue Generation von Echo-Geräten mit KI-gestütztem Alexa-Assistenten bilden.Download Sonos Controller S2 - Sonos-Systeme steuern
Zusammenfassung
- Sonos in der Krise: Marktwert auf 1,7 Milliarden Dollar gefallen
- Katastrophales Software-Update im Mai 2024 löste Probleme aus
- CEO Patrick Spence und Chief Product Officer traten zurück
- Verwaltungsrat erwägt möglichen Verkauf des Unternehmens
- Apple als Käufer unwahrscheinlich laut Bloomberg-Experte Mark Gurman
- Amazon, Samsung und Spotify als mögliche Interessenten genannt
- Sonos-Technologie könnte Basis für neue Amazon-Echo-Geräte werden
Siehe auch:
- Nach dem App-Debakel: Sonos-CEO nimmt nach Monaten seinen Hut
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