OCR-Spyware in PlayStore- und AppStore-Apps stiehlt sensible Daten
Eine neue Malware-Kampagne namens SparkCat nimmt sowohl Android- als auch iOS-Nutzer ins Visier. Der Schadcode wurde in verschiedenen Apps versteckt, die über die offiziellen Stores verfügbar sind und soll wichtige Informationen stehlen.
Die Angreifer haben hier ein bösartiges Software Development Kit (SDK) in verschiedene Apps eingeschleust, das gezielt die OCR-Technologie einsetzt. So wird der Text in Bildern analysiert, um Schlüsselwörter zu identifizieren, die auf Wiederherstellungsphrasen von Kryptowährungs-Wallets hindeuten. Die gestohlenen Informationen werden anschließend über einen eigens entwickelten Kommunikationskanal an einen Command-and-Control (C2)-Server übermittelt.
Einige der infizierten Apps waren laut Eset sogar in offiziellen Stores wie Google Play und dem Apple App Store verfügbar - das heißt, dass erstmals ein Stealer dieser Art in Apples offiziellem Store entdeckt und nicht von den Sicherheitsmaßnahmen gefunden wurde.
Ein exemplarisches Beispiel ist die App "ComeCome", eine Essenslieferungs-App, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indonesien verfügbar war und über 10.000 Downloads verzeichnen konnte. In dieser App wurde der verdächtige SDK-Code entdeckt, der beim Start der Anwendung eine Konfigurationsdatei von einem GitLab-Server herunterlud.
Zusätzlich zum OCR-Scan implementiert das Malware-SDK mehrere Prozesse, die gezielt Bilder filtern und anhand von Schlüsselwörtern in verschiedenen Sprachen - darunter Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Englisch und weitere - entscheiden, welche Bilder an den C2-Server übertragen werden sollen. Insgesamt wurden infizierte Apps bisher über 242.000 Mal heruntergeladen, wobei die Malware sowohl über offizielle als auch inoffizielle Kanäle verbreitet wird.
Siehe auch:
- SparkCat-Malware-Kampagne zielt auf Android- und iOS-Nutzer ab
- Schadcode in offiziellen App-Store-Apps entdeckt, der sensible Daten stiehlt
- Bösartiges SDK nutzt OCR-Technologie zur Analyse von Bildern
- Gestohlene Informationen werden an Command-and-Control-Server übermittelt
- Erstmals wurde ein Stealer dieser Art im Apple App Store gefunden
- Infizierte Apps wurden über 242.000 Mal heruntergeladen
- Angreifer setzen innovative Techniken wie Rust für mobile Apps ein
Ziel sind Krypto-Wallets
Entdeckt wurde das Problem durch Sicherheitsforscher des Unternehmens Eset. Die SparkCat-Kampagne, die erstmals Ende 2024 auftrat, baut auf Erkenntnissen einer früheren Untersuchung von Eset im März 2023 auf, bei der schädliche Implantate in modifizierten Messaging-Apps gefunden wurden, hieß es.Die Angreifer haben hier ein bösartiges Software Development Kit (SDK) in verschiedene Apps eingeschleust, das gezielt die OCR-Technologie einsetzt. So wird der Text in Bildern analysiert, um Schlüsselwörter zu identifizieren, die auf Wiederherstellungsphrasen von Kryptowährungs-Wallets hindeuten. Die gestohlenen Informationen werden anschließend über einen eigens entwickelten Kommunikationskanal an einen Command-and-Control (C2)-Server übermittelt.
Einige der infizierten Apps waren laut Eset sogar in offiziellen Stores wie Google Play und dem Apple App Store verfügbar - das heißt, dass erstmals ein Stealer dieser Art in Apples offiziellem Store entdeckt und nicht von den Sicherheitsmaßnahmen gefunden wurde.
Ein exemplarisches Beispiel ist die App "ComeCome", eine Essenslieferungs-App, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indonesien verfügbar war und über 10.000 Downloads verzeichnen konnte. In dieser App wurde der verdächtige SDK-Code entdeckt, der beim Start der Anwendung eine Konfigurationsdatei von einem GitLab-Server herunterlud.
Ungewöhnliche Sprache
Diese Datei, die in JSON-Format vorliegt und mittels Base64-Codierung sowie AES-Verschlüsselung verarbeitet wird, bestimmt, welcher C2-Kanal - entweder über ein http-basiertes oder über ein eigens in Rust entwickeltes Protokoll - genutzt wird. Letzteres fällt besonders auf, da Rust für mobile Apps ungewöhnlich ist und darauf hinweist, dass die Angreifer innovative Techniken einsetzen.Zusätzlich zum OCR-Scan implementiert das Malware-SDK mehrere Prozesse, die gezielt Bilder filtern und anhand von Schlüsselwörtern in verschiedenen Sprachen - darunter Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Englisch und weitere - entscheiden, welche Bilder an den C2-Server übertragen werden sollen. Insgesamt wurden infizierte Apps bisher über 242.000 Mal heruntergeladen, wobei die Malware sowohl über offizielle als auch inoffizielle Kanäle verbreitet wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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