Play Store: Nutzer dürfen Premium-Games vor Kauf bald gratis testen

Premium Mobile Games verlangen oft einen Vertrauensvorschuss: Erst zahlen, dann spielen. Ein neuer Code-Fund zeigt, dass Google an einer neuen Funktion für den Play Store arbeitet, die kostenpflichtige Titel für Nutzer risikofrei testbar macht.
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Hürden beim Kauf von Premium-Spielen

Google versucht schon seit einiger Zeit den Play Store unter Android attraktiver zu gestalten und mistete dafür bereits im April letzten Jahres beinahe die Hälfte aller Anwendungen aus. Außerdem werden besonders akkuhungrige Apps ab März entsprechend gekennzeichnet. Und noch eine weitere neue Funktion soll den Einkauf auf der Plattform in Zukunft angenehmer machen.

So plant Google seinen Nutzern die Möglichkeit zu geben, kostenpflichtige Spiele zuerst auszuprobieren, bevor sie gezahlt werden müssen. Zwar existiert offiziell die Möglichkeit, Käufe innerhalb eines kurzen Zeitfensters von zwei Stunden zu stornieren, doch diese Option ist vielen Anwendern entweder unbekannt oder im Alltag zu umständlich. Zudem birgt das ständige Kaufen und Stornieren das Risiko, vom automatisierten System für Rückerstattungen gesperrt zu werden.


Code-Analyse bestätigt neue Funktion

Die konkreten Hinweise auf diese geplante Neuerung stammen aus einer tiefgehenden Untersuchung der aktuellen Installationsdateien. Wie Android Authority berichtet, fanden sich in der Version 49.6.19-29 der Play-Store-App eindeutige Code-Schnipsel, die auf die Implementierung eines "Try before you buy"-Features hindeuten. Die gefundenen Strings beschreiben eine Funktion, bei der Entwickler festlegen können, wie lange eine kostenlose Testphase dauern darf. Auch eine Standardeinstellung für diese Zeitspanne ist im Code bereits vorgesehen, was auf eine baldige Aktivierung schließen lässt.

Der entscheidende Vorteil für den Endanwender wäre die nahtlose Erfahrung bei der Nutzung. Bislang waren Entwickler gezwungen, separate "Lite"- oder "Demo"-Versionen ihrer Apps im Store hochzuladen. Das führte zu einer Fragmentierung bei Bewertungen und Download-Zahlen, was die Sichtbarkeit im Algorithmus des Stores negativ beeinflusste. Zudem ließen sich Spielstände technisch oft nicht von der Demo- in die Vollversion übertragen. Spieler mussten nach dem Kauf von vorn beginnen.

Nahtloser Übergang zur Vollversion

Der im Code entdeckte Text "Pick up where you left off if you decide to buy" (Mache dort weiter, wo du aufgehört hast, wenn du dich zum Kauf entscheidest) suggeriert, dass auch dieses Problem bald der Vergangenheit angehören dürfte. Technisch gesehen würde der Nutzer bei der neuen Methode bereits die komplette Vollversion herunterladen. Die wird jedoch nach Ablauf eines Timers durch die Lizenzprüfung gesperrt, bis die Zahlung erfolgt. Da es sich um dieselbe Installationsdatei handelt, bleiben Fortschritte, erreichte Level und Einstellungen erhalten.

Aktuell deutet alles darauf hin, dass es sich um eine freiwillige Option für Entwickler handelt. Niemand wird gezwungen, sein Spiel zum kostenlosen Ausprobieren anzubieten. Im Gegensatz zum weitverbreiteten "Freemium"-Modell, bei dem das Basisspiel kostenlos ist und Inhalte per In-App-Kauf freigeschaltet werden, richtet sich diese Funktion gezielt an klassische Kauf-Titel. Um Missbrauch vorzubeugen, wird die Testphase voraussichtlich serverseitig auf einen Versuch pro Google-Account limitiert sein.

Würdet ihr mit einer solchen Funktion mehr kostenpflichtige Mobile Games ausprobieren oder spielt ihr ohnehin nicht am Smartphone? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare.

Zusammenfassung
  • Google arbeitet an "Try before you buy"-Funktion im Play Store
  • Nutzer sollen Spiele vor dem Kauf zeitlich begrenzt testen können
  • Entwickler können Testphasen-Länge individuell festlegen
  • Spielfortschritte bleiben beim Übergang zur Vollversion erhalten
  • Feature richtet sich an klassische Kauf-Titel statt Freemium-Modelle
  • Testphase wird vermutlich auf einen Versuch pro Google-Account limitiert
  • Funktion könnte die Attraktivität des Play Stores deutlich steigern

Siehe auch:


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