So groß sind Boeings Verluste durch den Desaster-Flug von Starliner
Boeing steckt weiter in der Krise: Das Raumfahrtprojekt Starliner verursacht massive Verluste. Der Flugzeugbauer muss für das vergangene Jahr einen Rekordverlust von über einer halben Milliarde Dollar verkraften. Die Zukunft des Projekts bleibt ungewiss.
Unerwartet kommt das nach dem ganzen Debakel um die seit Juni 2024 gestrandeten Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore nicht. Sie sitzen aufgrund technischer Probleme seit Monaten auf der ISS fest, da die Rückkehr mit dem Starliner zu gefährlich war. Die Raumkapsel kam aus Sicherheitsgründen ohne Besatzung zur Erde zurück. Beide Astronauten sollen vermutlich noch im ersten Quartal 2025 mithilfe von Elon Musks SpaceX Crew Dragon-Kapsel nun endlich wieder zur Erde zurückkehren.
Technische Probleme verzögerten jedoch mehrfach die Inbetriebnahme. Der erste bemannte Start erfolgte schließlich im Juni 2024, verlief aber nicht wie geplant.
Während Boeing mit dem Starliner kämpft, hat Konkurrent SpaceX seinen ursprünglichen NASA-Vertrag für Crew-Missionen bereits erfüllt und arbeitet an einer Vertragsverlängerung. Die Zeit für Boeing wird knapp, denn die ISS soll voraussichtlich um 2030 außer Betrieb genommen werden. Die Chancen für Boeing, alle sechs vertraglich vereinbarten Crew-Rotationsflüge durchzuführen, schwinden damit.
Was haltet ihr von der Zukunft des Starliner-Projekts? Sollte Boeing weiter daran festhalten oder sich auf andere Bereiche konzentrieren? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Boeing steckt tief in der Krise
Neben den anhaltenden Problemen in der zivilen Luftfahrt bereitet dem Konzern weiterhin auch sein Raumfahrtprojekt Starliner massive Kopfschmerzen. Im vergangenen Jahr musste Boeing allein für das Starliner-Programm einen Rekordverlust von 523 Millionen Dollar verbuchen.Unerwartet kommt das nach dem ganzen Debakel um die seit Juni 2024 gestrandeten Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore nicht. Sie sitzen aufgrund technischer Probleme seit Monaten auf der ISS fest, da die Rückkehr mit dem Starliner zu gefährlich war. Die Raumkapsel kam aus Sicherheitsgründen ohne Besatzung zur Erde zurück. Beide Astronauten sollen vermutlich noch im ersten Quartal 2025 mithilfe von Elon Musks SpaceX Crew Dragon-Kapsel nun endlich wieder zur Erde zurückkehren.
Jetzt klafft ein Milliarden-Loch
Die Gründe für die finanziellen Einbußen des Konzerns sind dabei vielfältig. Laut Unternehmensangaben führten Verzögerungen, höhere Test- und Zertifizierungskosten sowie gestiegene Ausgaben für Missionen zu den enormen Verlusten. Besonders der problembehaftete bemannte Testflug im Juni 2024 trug zu den Mehrkosten bei. Ausgestanden ist das auch bisher nicht, wie es in einer Börsennotiz heißt.Das Risiko weiterer Verluste in künftigen Perioden besteht.Wie Ars Technica berichtet, summieren sich die Verluste für das Starliner-Programm seit Ende 2019 auf insgesamt 2 Milliarden Dollar. Das bedeutet jetzt aber auch: Die Zukunft des Projekts ist ungewiss. Ursprünglich sollte der "CST-100 Starliner" bereits im Jahr 2017 einsatzbereit sein. Er wurde von Boeing im Auftrag der NASA als bemanntes, wiederverwendbares Raumschiff für Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) entwickelt.
Technische Probleme verzögerten jedoch mehrfach die Inbetriebnahme. Der erste bemannte Start erfolgte schließlich im Juni 2024, verlief aber nicht wie geplant.
Managementwechsel und Konkurrenzdruck
Boeing hat kürzlich einen Wechsel im Management des Starliner-Programms vorgenommen. John Mulholland, der das Programm bereits von 2011 bis 2020 leitete, übernimmt erneut die Leitung. Er ersetzt Mark Nappi, der in den Ruhestand geht. Ob dieser Schritt neue Impulse für das kriselnde Projekt bringen wird, ist aber fraglich.Während Boeing mit dem Starliner kämpft, hat Konkurrent SpaceX seinen ursprünglichen NASA-Vertrag für Crew-Missionen bereits erfüllt und arbeitet an einer Vertragsverlängerung. Die Zeit für Boeing wird knapp, denn die ISS soll voraussichtlich um 2030 außer Betrieb genommen werden. Die Chancen für Boeing, alle sechs vertraglich vereinbarten Crew-Rotationsflüge durchzuführen, schwinden damit.
Was haltet ihr von der Zukunft des Starliner-Projekts? Sollte Boeing weiter daran festhalten oder sich auf andere Bereiche konzentrieren? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Boeing verbucht Rekordverlust von 523 Millionen Dollar für Starliner
- Astronauten Williams und Wilmore seit Juni 2024 auf der ISS gestrandet
- Rückkehr der gestrandeten Astronauten mit SpaceX geplant
- Starliner-Programm verursacht seit 2019 Verluste von 2 Milliarden Dollar
- John Mulholland übernimmt erneut die Leitung des Starliner-Programms
- SpaceX hat NASA-Vertrag für Crew-Missionen bereits erfüllt
- Zukunft des Starliner-Projekts aufgrund anhaltender Probleme ungewiss
Siehe auch:
- Kosmische Geldverbrennung: Boeings Starliner-Verlust jetzt bei 1,8 Mrd.
- Starliner kehrt sicher zur Erde zurück - jetzt beginnt die Aufarbeitung
- Vor Starliner-Rückkehr: NASA legt Boeing-Partnerschaft auf Eis
- NASA rätselt: Unheimliche Klänge aus Boeings Starliner auf der ISS
- NASA gibt grünes Licht: Boeings Pannen-Starliner kehrt zur Erde zurück
Thema:
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