Starliner kehrt sicher zur Erde zurück - jetzt beginnt die Aufarbeitung

Boeings Raumkapsel Starliner ist nach monatelanger Verzögerung ohne seine beiden Astronauten zur Erde zurückgekehrt. Der Testflug wirft viele Fragen auf. Jetzt kann die Fehlersuche an der Kapsel und die Aufarbeitung für Boeing beginnen - doch im Grunde ist es schon zu spät.
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Rückkehr mit Fragezeichen

Unter anderem berichtet jetzt CNN über den Verlauf des letzten Abschnitts der Mission und den Herausforderungen für Boeing. Boeings Raumkapsel Starliner ist nach fast drei Monaten im All zur Erde zurückgekehrt - allerdings ohne die Crew an Bord, die erst später, mithilfe von Konkurrent SpaceX, transportiert werden soll.

Wie CNN berichtet, landete die unbemannte Kapsel am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) sicher in der Wüste von New Mexico. Damit endete ein Testflug, der eigentlich ganz anders verlaufen sollte.

Ursprünglich war geplant, dass die NASA-Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams mit dem Starliner zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen und nach etwa acht Tagen wieder zur Erde zurückkehren. Doch technische Probleme durchkreuzten diesen Plan. Kurz nach dem Start Anfang Juni traten Heliumlecks im Antriebssystem auf. Zudem fielen mehrere Triebwerke aus, die für die Orientierung im Weltraum wichtig sind.

NASA trifft Entscheidung

Angesichts dieser Schwierigkeiten entschied die NASA, die Astronauten nicht mit dem Starliner zurückfliegen zu lassen. "Es gab einfach zu viel Unsicherheit bei der Vorhersage der Triebwerksleistung", erklärte NASA-Manager Ken Bowersox die heikle Entscheidung. Wilmore und Williams müssen nun bis Februar 2025 auf der ISS bleiben und dann mit einer SpaceX-Kapsel zurückkehren.

Für Boeing ist dies ein herber Rückschlag. Das Unternehmen hat bereits mehr als 1,5 Milliarden Dollar Verlust durch Verzögerungen und Probleme mit dem Starliner eingefahren. Ursprünglich sollte die Kapsel schon 2017 einsatzbereit sein.

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Konkurrent SpaceX im Vorteil

Während Boeing mit Schwierigkeiten kämpft, hat Konkurrent SpaceX bereits acht bemannte Flüge zur Raumstation absolviert. Die NASA hat den Vertrag mit SpaceX sogar auf bis zu 14 Missionen erweitert, auch wegen der Verzögerungen bei Boeing, und gestern bekannt gegeben, dass der Boeing-Vertrag vorerst eingefroren wird.

Der Starliner ist die erste US-Raumkapsel seit dem Apollo-Programm, die per Fallschirm an Land statt im Meer landet. Boeing hofft, dass dies die Wiederverwendbarkeit verbessert. Diese Landungsmethode könnte ein Vorteil für zukünftige Missionen sein, sofern das Programm fortgesetzt wird, doch bisher sieht es nicht danach aus.

Ungewisse Zukunft für Starliner

Trotz der erfolgreichen Landung bleibt die Zukunft des Starliner-Programms ungewiss. NASA und Boeing müssen nun die Daten des Fluges auswerten und entscheiden, wie es weitergeht. Möglicherweise sind weitere unbemannte Testflüge nötig, bevor Astronauten wieder an Bord gehen können, möglicherweise wird die Zusammenarbeit komplett beendet.

NASA-Manager Steve Stich betonte, man habe aus dem Flug "unglaublich viel" über den Starliner gelernt. Dennoch räumte er ein: "Es wird ein wenig Zeit brauchen, das alles zu verarbeiten - für mich und für alle anderen im Boeing- und NASA-Team."

Was denkt ihr über die Zukunft des Starliner-Programms? Kann Boeing das Vertrauen der NASA zurückgewinnen oder wird SpaceX künftig den Markt für Astronautenflüge zur ISS dominieren? Teilt eure Einschätzungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Boeings Starliner kehrte ohne Crew nach drei Monaten aus dem All zurück
  • Technische Probleme verhinderten den Einsatz von NASA-Astronauten an Bord
  • Starliner landete sicher in der Wüste von New Mexico am frühen Samstagmorgen
  • Wilmore und Williams bleiben bis Februar 2025 auf der ISS, Rückkehr mit SpaceX
  • Boeing verzeichnet über 1,5 Milliarden Dollar Verlust durch Starliner-Probleme
  • SpaceX führt bereits erfolgreich bemannte Flüge zur ISS durch, erweitert Verträge
  • Zukunft des Starliner-Programms bleibt nach erfolgreicher Landung ungewiss

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