Starliner-Crew sitzt noch länger auf Internationaler Raumstation fest
Zwei NASA-Astronauten warten schon länger auf der Internationalen Raumstation auf ihre Rückkehr zur Erde - und der Aufenthalt wird noch länger dauern. Denn der Rückflug von Sunita Williams und Butch Wilmore verzögert sich immer weiter, aktuell ist März 2025 geplant.
Die beiden starteten im Juni 2024 mit der Boeing-Starliner-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS. Während des Flugs versagten fünf von 28 Triebwerken vor dem Andocken ihren Dienst. Das hatte schwerwiegende Folgen, denn nach einer eingehenden Analyse wurde die Kapsel als zu unsicher für den Rücktransport eingestuft. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Nach der Entscheidung, Starliner unbemannt zur Erde zurückzuschicken (was gelang), übernimmt SpaceX die Verantwortung für die sichere Rückkehr der Astronauten. Die neuerliche Verzögerung hängt mit der Fertigstellung einer neuen Dragon-Raumkapsel zusammen, die erst nach der Ankunft der Crew-10-Mission starten soll. "Herstellung, Montage, Tests und endgültige Integration eines neuen Raumschiffs sind ein mühsames Unterfangen, das große Aufmerksamkeit für Details erfordert", begründete Steve Stich, Manager von NASAs Commercial Crew Program, die neuerliche Verschiebung in einem Statement. Ein genaues Datum nannte die NASA laut Reuters allerdings bis jetzt nicht.
Siehe auch:
Ungeplante Verlängerung im Orbit
Was als achttägige Testmission geplant war, entwickelt sich für zwei NASA-Astronauten zu einem unfreiwillig verlängerten Weltraumaufenthalt. Die Rückkehr von Suni Williams und Butch Wilmore zur Erde verzögerte sich nun nämlich erneut und ist nun frühestens für Ende März 2025 geplant.Die beiden starteten im Juni 2024 mit der Boeing-Starliner-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS. Während des Flugs versagten fünf von 28 Triebwerken vor dem Andocken ihren Dienst. Das hatte schwerwiegende Folgen, denn nach einer eingehenden Analyse wurde die Kapsel als zu unsicher für den Rücktransport eingestuft. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Nach der Entscheidung, Starliner unbemannt zur Erde zurückzuschicken (was gelang), übernimmt SpaceX die Verantwortung für die sichere Rückkehr der Astronauten. Die neuerliche Verzögerung hängt mit der Fertigstellung einer neuen Dragon-Raumkapsel zusammen, die erst nach der Ankunft der Crew-10-Mission starten soll. "Herstellung, Montage, Tests und endgültige Integration eines neuen Raumschiffs sind ein mühsames Unterfangen, das große Aufmerksamkeit für Details erfordert", begründete Steve Stich, Manager von NASAs Commercial Crew Program, die neuerliche Verschiebung in einem Statement. Ein genaues Datum nannte die NASA laut Reuters allerdings bis jetzt nicht.
Gesundheitliche Herausforderungen
Angesichts der ungeplant verlängerten Mission haben viele Fragen zu gesundheitlichen Faktoren und möglichen Risiken. Dabei gibt es natürlich gleich mehrere Punkte, die man berücksichtigen sollte:- Versorgung: Nahrung, Wasser und Sauerstoff sind durch regelmäßige Transportflüge gesichert
- Gesundheitsrisiken: Längere Weltraumaufenthalte können zu Knochenschwund, Herzproblemen und Sehstörungen führen
- Normale Dauer: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf der ISS beträgt üblicherweise sechs Monate
Rekorde in der Raumfahrt
Der verlängerte Aufenthalt von Williams und Wilmore liegt aber noch deutlich unter den bisherigen Rekorden für den Verbleib im Weltall: Frank Rubio von der NASA verbrachte 371 Tage im All, während Waleri Poljakow Mitte der 1990er-Jahre mit 437 Tagen auf der Mir-Raumstation den absoluten Rekord hält.
Zusammenfassung
- NASA-Astronauten Williams und Wilmore müssen länger als geplant auf der ISS bleiben
- Rückkehr zur Erde nach Starliner-Mission verschiebt sich auf Ende März 2025
- Fünf von 28 Triebwerken der Boeing-Starliner-Kapsel versagten beim Anflug
- SpaceX übernimmt Transport mit Dragon-Raumkapsel nach Fertigstellung
- Regelmäßige Versorgungsflüge sichern Grundbedürfnisse der Astronauten
- Längerer Aufenthalt birgt Gesundheitsrisiken wie Knochenschwund und Sehstörungen
- Bisheriger Rekord liegt bei 437 Tagen durch Waleri Poljakow auf Mir-Raumstation
Siehe auch:
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