Im letzten Jahr waren fast alle verkauften Autos in Norwegen elektrisch
Norwegen setzt (schon lange) neue Maßstäbe bezüglich Elektromobilität, und das hat sich auch im Vorjahr nicht geändert: Fast 90 Prozent der 2024 verkauften Neuwagen waren vollelektrisch. Das Land strebt an, ab 2025 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zuzulassen.
Diese Zahlen unterstreichen Norwegens ambitioniertes Ziel, ab 2025 ausschließlich emissionsfreie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge neu zuzulassen. Obwohl die letzten Prozentpunkte eine Herausforderung darstellen könnten, liegt das Land weit vor anderen Nationen. Zum Vergleich: In der EU betrug der durchschnittliche Anteil von Elektrofahrzeugen an Neuzulassungen lediglich 13,4 Prozent, in den USA sogar nur 8,9 Prozent. Infografik: Elektroauto-Verkäufe in Norwegen
Trotz des Erfolgs gibt es noch Herausforderungen. Während bei Pkw der Umstieg auf Elektroantriebe rasant voranschreitet, hinkt der Bereich der Lieferwagen hinterher. Hier waren 2024 nur 30 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge elektrisch betrieben, was auf die Notwendigkeit angepasster Anreize hinweist.
Siehe auch:
Elektroautos dominieren Norwegens Straßen
Norwegen festigt seine Position als globaler Spitzenreiter in der Elektromobilität. Im Jahr 2024 waren 88,9 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge in dem skandinavischen (und somit auch alles andere als warmen) Land vollelektrisch betrieben. Dies geht aus aktuellen Daten des norwegischen Straßenverkehrsamtes hervor. Das ist im Vergleich zum Vorjahr und einem Anteil von 82,4 Prozent ein neuerlicher deutlicher Anstieg.Diese Zahlen unterstreichen Norwegens ambitioniertes Ziel, ab 2025 ausschließlich emissionsfreie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge neu zuzulassen. Obwohl die letzten Prozentpunkte eine Herausforderung darstellen könnten, liegt das Land weit vor anderen Nationen. Zum Vergleich: In der EU betrug der durchschnittliche Anteil von Elektrofahrzeugen an Neuzulassungen lediglich 13,4 Prozent, in den USA sogar nur 8,9 Prozent. Infografik: Elektroauto-Verkäufe in Norwegen
Erfolgsrezept: Konsistente Politik und keine Autolobby
Wie Reuters berichtet, setzt Norwegen auf ein durchdachtes System aus Anreizen und Steuern, um den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu fördern. Christina Bu, Leiterin des norwegischen Elektroautoverbands, betont die Bedeutung der Konsistenz in der Politik:Sehr oft sehen wir in anderen Ländern, dass jemand Steueranreize oder -befreiungen einführt und sie dann wieder zurückzieht.Ein wichtiger Aspekt ist, dass Norwegen keine eigene Automobilindustrie hat. Die Top-Verkaufsmarken in Norwegen sind Tesla, Volkswagen und Toyota. Beachtenswert ist auch der wachsende Marktanteil chinesischer Elektroautos, der inzwischen fast zehn Prozent ausmacht. Marken wie BYD und Xpeng gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Infografik: Anteile an Elektroautos in gesamten Verkäufen weltweit
Infrastrukturwandel: Von Tankstellen zu Ladeparks
Die Transformation des Automobilmarktes hat weitreichende Auswirkungen auf andere Branchen. Tankstellenbetreiber passen sich an und planen, innerhalb der nächsten drei Jahre mindestens so viele Ladestationen wie Zapfsäulen zu installieren. Das zeigt, wie tiefgreifend der Wandel die Infrastruktur verändert.Trotz des Erfolgs gibt es noch Herausforderungen. Während bei Pkw der Umstieg auf Elektroantriebe rasant voranschreitet, hinkt der Bereich der Lieferwagen hinterher. Hier waren 2024 nur 30 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge elektrisch betrieben, was auf die Notwendigkeit angepasster Anreize hinweist.
Zusammenfassung
- Norwegen: 88,9 Prozent der Neuwagen 2024 vollelektrisch betrieben
- Ziel: Ab 2025 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu zulassen
- Norwegen weit vor EU (13,4%) und USA (8,9%) bei E-Auto-Neuzulassungen
- System aus Anreizen und Steuern fördert Umstieg auf Elektrofahrzeuge
- Wachsender Marktanteil chinesischer E-Autos (fast 10 Prozent)
- Tankstellen planen Ausbau von Ladestationen in den nächsten Jahren
- Herausforderung: Nur 30 Prozent der neuen Lieferwagen elektrisch
Siehe auch:
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