TP-Link Router: US-Behörden ermitteln, Verbot wegen Sicherheitsrisiko?
Die US-amerikanischen Behörden nehmen derzeit offenbar den chinesischen Hersteller TP-Link ins Visier, weil sie vermuten, dass dessen Netzwerk-Hardware für Privatanwender zu Spionagezwecken und für Online-Attacken verwendet worden sein könnte.
Den Quellen des WSJ zufolge untersuchen Ermittler bei den US-Ministerien für Handel, Verteidigung und Justiz derzeit separat voneinander, ob TP-Link-Produkte eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes darstellen könnten. Angeblich droht sogar ein Verbot des Verkaufs von Produkten des Herstellers in den Vereinigten Staaten. Im August hatte es bereits entsprechende Forderungen von US-Politikern gegeben.
So hatte Microsofts Sicherheitsabteilung Ergebnisse einer eigenen Untersuchung veröffentlicht, laut denen aus China stammende Angreifer ein "großes Netzwerk von kompromittierten Netzwerkgeräten" steuern, das hauptsächlich aus Tausenden von Routern von TP-Link bestehen soll. Dieses Botnetz aus Routern sei von zahlreichen chinesischen Angreifern für Cyberattacken auf westliche Ziele genutzt worden, ließen die Redmonder damals verlauten.
Microsofts Sicherheitsspezialisten zufolge wurden mithilfe der gehackten TP-Link-Produkte unter anderem Denkfabriken, Regierungsorganisationen und NGOs sowie Zulieferer des US-Verteidigungsministeriums angegriffen. Laut den Quellen des WSJ-Berichts wirft man TP-Link nun vor, häufig Produkte mit bekannten Sicherheitslücken an seine Kunden zu verkaufen, wobei die Schwachstellen auch später nicht beseitigt werden.
Problematisch sei vor allem, dass TP-Link offenbar keinen Willen hat, sich mit Sicherheitsspezialisten auseinanderzusetzen, die auf Lücken in den Produkten des Unternehmens aufmerksam machen. TP-Link reagierte auf Anfragen der US-Journalisten nur mit dem Verweis auf seine Bemühungen, potenzielle Sicherheitsbedrohungen zu prüfen und aktiv gegen bekannte Schwachstellen vorzugehen.
Siehe auch:
TP-Link ist weltweit mit günstigen Routern erfolgreich
TP-Link ist wie in den USA auch in Europa mit einigem Erfolg aktiv und verkauft auch in Deutschland vor allem Netzwerk-Produkte wie Router, Hotspots und ähnliche Geräte für die Verwendung im privaten Umfeld oder für kleinere Unternehmen. Laut eines Berichts vom Wall Street Journal, gerät das Unternehmen jetzt ins Visier der US-Behörden.Den Quellen des WSJ zufolge untersuchen Ermittler bei den US-Ministerien für Handel, Verteidigung und Justiz derzeit separat voneinander, ob TP-Link-Produkte eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes darstellen könnten. Angeblich droht sogar ein Verbot des Verkaufs von Produkten des Herstellers in den Vereinigten Staaten. Im August hatte es bereits entsprechende Forderungen von US-Politikern gegeben.
Microsoft warnt vor chinesischen Angriffen über TP-Link-Router
Ermittler des Commerce Department, das mit seiner Entity List unter anderem dafür verantwortlich war, dass sich Huawei weitestgehend aus westlichen Märkten zurückziehen musste, soll TP-Link zur Herausgabe umfangreicher Dokumente aufgefordert haben. Das Unternehmen musste sich in den letzten Monaten allerdings auch tatsächlich den Vorwurf gefallen lassen, dass seine Produkte scheinbar von Online-Kriminellen missbraucht werden.So hatte Microsofts Sicherheitsabteilung Ergebnisse einer eigenen Untersuchung veröffentlicht, laut denen aus China stammende Angreifer ein "großes Netzwerk von kompromittierten Netzwerkgeräten" steuern, das hauptsächlich aus Tausenden von Routern von TP-Link bestehen soll. Dieses Botnetz aus Routern sei von zahlreichen chinesischen Angreifern für Cyberattacken auf westliche Ziele genutzt worden, ließen die Redmonder damals verlauten.
Microsofts Sicherheitsspezialisten zufolge wurden mithilfe der gehackten TP-Link-Produkte unter anderem Denkfabriken, Regierungsorganisationen und NGOs sowie Zulieferer des US-Verteidigungsministeriums angegriffen. Laut den Quellen des WSJ-Berichts wirft man TP-Link nun vor, häufig Produkte mit bekannten Sicherheitslücken an seine Kunden zu verkaufen, wobei die Schwachstellen auch später nicht beseitigt werden.
Problematisch sei vor allem, dass TP-Link offenbar keinen Willen hat, sich mit Sicherheitsspezialisten auseinanderzusetzen, die auf Lücken in den Produkten des Unternehmens aufmerksam machen. TP-Link reagierte auf Anfragen der US-Journalisten nur mit dem Verweis auf seine Bemühungen, potenzielle Sicherheitsbedrohungen zu prüfen und aktiv gegen bekannte Schwachstellen vorzugehen.
Zusammenfassung
- US-Behörden untersuchen TP-Link wegen möglicher Spionage und Cyber-Attacken
- Commerce Department fordert von TP-Link umfangreiche Dokumentation ein
- Microsoft entdeckt ein großes Botnetz aus kompromittierten TP-Link-Routern
- Chinesische Angreifer nutzen TP-Link-Geräte für Attacken auf westliche Ziele
- Der Hersteller verkauft Produkte angeblich mit bekannten Sicherheitslücken
- TP-Link zeigt wenig Kooperationsbereitschaft bei gemeldeten Sicherheitsproblemen
Siehe auch:
- TP-Link-Router sollen Gefahr für die nationale Sicherheit der USA sein
- Bestseller mit Problem: Glühbirnen von TP-Link legen WLAN-Login offen
- Neue Vorwürfe: TP-Link-Router senden Kundendaten ohne Zustimmung
- TP-Link Archer AXE300: Router-Monster mit Quad-Band & bis 16 Gbit/s
- "Bis zu 11000 Mbit/s": Neuer TP-Link "Gaming-Router" erregt Aufsehen
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