TP-Link-Router sollen Gefahr für die nationale Sicherheit der USA sein

Der Hardware-Hersteller TP-Link ist ein chinesisches Unternehmen, das im Netzwerkbereich tätig ist, und als solches steht man in vergangener Zeit fast schon automatisch im Visier der US-Politik. Bisher gab es keine konkreten Vorwürfe gegen TP-Link, doch das ändert sich nun.
China, Router, wlan-router, TP-Link

Handelskrieg zwischen USA und China

China und Netzwerkausrüster: Das war schon in den vergangenen Jahren ein Dauerbrenner, im Mittelpunkt stand dabei vor allem Huawei. Freilich war und ist das auch der Fokus eines größeren Handelskriegs. Nun bekommt dieser jedoch eine neue Facette, denn zwei Kongressmitglieder verlangen in einem Brief (PDF) an Commerce Secretary Gina Raimondo, dass diese TP-Link ins Visier nimmt (via The Record).

Der Republikaner John Moolenaar und der Demokrat Raja Krishnamoorthi behaupten, dass Router von TP-Link ein "ungewöhnliches Ausmaß an Schwachstellen" besitzen würden. Die fordern, dass das US-amerikanische Handelsministerium sich bin Ende August die Angelegenheit ansieht und entscheidet, ob Produkte von TP-Link in den USA eingeschränkt werden sollen.


Die Politiker schreiben in ihrem Brief "Unternehmen wie TP-Link aufgrund des zunehmend drakonischen Datenschutzes und der auf die nationale Sicherheit ausgerichteten Gesetzgebung der Volksrepublik China verpflichtet" seien, "Daten an die Regierung weiterzugeben und den Forderungen des nationalen Sicherheitsapparats nachzukommen".

Weiter heißt es unter Bezugnahme auf Untersuchungen des FBI, dass chinesische Hackerangriffe stark im Anstieg seien und diese immer öfter Hardware aus dem eigenen Land ausnutzen würden: "Zusammen mit der Tatsache, dass die chinesische Regierung SOHO-Router wie TP-Link für umfangreiche Cyberangriffe in den Vereinigten Staaten nutzt, ist dies äußerst alarmierend."

Vorwürfe gegen TP-Link sind nichts Neues, es gibt auch immer wieder Schwachstellen, die entdeckt werden. 2022 wurde bekannt, dass TP-Link Kundendaten an Dritte wie den Software-Anbieter Avira ohne die Zustimmung der Kunden weitergibt.

Zusammenfassung
  • TP-Link, chinesischer Netzwerkausrüster, steht im Fokus der US-Politik
  • Zwei US-Kongressmitglieder fordern Untersuchung gegen TP-Link
  • Vorwurf: TP-Link-Router haben viele Sicherheitsschwachstellen
  • Politiker behaupten, TP-Link müsse Daten an chinesische Regierung geben
  • FBI stellt Zunahme von Hackerangriffen durch chinesische Hardware fest
  • 2022: TP-Link gab Kundendaten ohne Zustimmung weiter
  • Entscheidung über Einschränkungen in den USA bis Ende August erwartet

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!