China-Spionage durch TP-Link-Router? CEO will jetzt Trump Gold-Visum

Der chinesische Router-Hersteller TP-Link geriet bereits vor einiger Zeit ins Visier der US-Behörden, weil man befürchtet, die Netzwerk-Hardware könnte zum Einfallstor für chinesische Spione werden. Jetzt nimmt der Fall eine kuriose Wendung.
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Erkauft man sich so die Gunst von Trump?

Der Chef von TP-Link versucht laut einem Medienbericht, eine sogenannte Trump Gold Card zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Aufenthaltsgenehmigung, die wohlhabende Personen nach Zahlung eines "uneingeschränkten Geschenks" in Form der Zahlung von einer Million US-Dollar an das US-Handelsministerium beantragen können.

Der seit Januar 2025 erneut im Amt befindliche aktuelle US-Präsident hatte dieses "käufliche Visum" eingeführt, um wohlhabenden Menschen die Möglichkeit zu geben, sich eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für die USA zu verschaffen. Laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg sollen TP-Link-Chef Jeffrey Chao und seine Frau einen entsprechenden Antrag gestellt haben.

Ministerium vergibt Goldkarten & ermittelt gegen TP-Link

Kurioserweise ist das US-Handelsministerium nicht nur für die Vergabe der "Trump Gold Card" zuständig, sondern ist auch die Behörde, die seit einiger Zeit behauptet, TP-Link-Router seien eine Gefahr für die "nationale Sicherheit" der USA und könnten zur Spionage durch chinesische Geheimdienste verwendet werden. Gleichzeitig ermitteln auch das US-Justizministerium und die Wettbewerbsbehörden.

TP-Link wurde vor rund 30 Jahren in China gegründet. Seit 2024 gibt es einen dedizierten US-Ableger, der von Mitgründer Chao geführt wird und angeblich vollkommen eigenständig agiert. Sein Bruder leitet unterdessen das chinesische Unternehmen. Chao besitzt schon seit einigen Jahren ein Haus in Kalifornien und soll laut früheren Aussagen bereits im Januar 2025 eine reguläre Aufenthaltsgenehmigung in Form der bekannten "Green Card" beantragt haben.

In den letzten Jahren hatte sich TP-Link zum weltweit erfolgreichsten Anbieter von Netzwerk-Hardware für Privatkunden entwickelt. Die Router und weiteren Produkte des chinesischen Herstellers werden auch in Deutschland seit vielen Jahren massenhaft verkauft.

Anders als bei Huawei oder ZTE gibt es in der EU aber bisher keine Bestrebungen, den Vertrieb von TP-Link-Erzeugnissen in der EU zu unterbinden. Der Hersteller selbst beteuert seit Jahren, dass sämtliche Sicherheitsfunktionen bei Geräten für westliche Märkte von Teams außerhalb Chinas entwickelt und getestet werden. Keine Regierung - auch nicht die chinesische - habe jemals Zugriff auf die Produkte erhalten, heißt es.

Zusammenfassung
  • TP-Link-Router stehen im Verdacht, Einfallstor für Chinas Spione zu sein
  • TP-Link-Chef Jeffrey Chao beantragt eine sogenannte Trump Gold Card
  • Das Gold-Visum kostet eine Million US-Dollar als Geschenk an die USA
  • Das US-Handelsministerium vergibt die Karte und ermittelt gleichzeitig
  • Seit 2024 existiert ein eigenständiger US-Ableger unter Chaos Leitung
  • TP-Link ist der weltweit erfolgreichste Router-Anbieter für Privatkunden
  • In der EU gibt es bisher keine Bestrebungen, TP-Link-Produkte zu sperren

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