Zugang für uns, nicht für China:
FBI fordert unmögliche Verschlüsselung
Die US-Bundespolizei stellt die Anbieter von Messenger-Plattformen vor ein Dilemma: Diese sollen dafür sorgen, dass ihre Verschlüsselung für chinesische Spione nicht knackbar ist, für die eigene Behörde allerdings schon.
Seitens des FBI spricht man hier von einer "verantwortungsbewusst verwalteten Verschlüsselung", die einerseits Privatsphäre schützt, andererseits aber auch US-Behörden erlaubt, im Rahmen eines Gerichtsbeschlusses auf Inhalte zuzugreifen. Dies geht aus einem Bericht des US-Magazins Forbes hervor.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie derzeit von Apple, Google, Meta und Signal verwendet wird, gilt als sicher, da selbst die Anbieter keinen Zugriff auf die verschlüsselten Inhalte haben. Dies ist jedoch genau der Punkt, den das FBI so nicht hinnehmen will. FBI-Direktor Christopher Wray argumentiert, dass diese "warrant-proof"-Verschlüsselung es Terroristen, Hackern und Kinderschändern ermögliche, sich der Strafverfolgung zu entziehen. "Die Öffentlichkeit sollte nicht zwischen sicherer Datenspeicherung und sicheren Gemeinschaften wählen müssen", so Wray. "Wir müssen beide Ziele erreichen können."
Während das FBI an Unternehmen wie Meta, Apple und Google appelliert, ihre Verschlüsselungspolitik zu ändern, zeigen diese bislang entsprechend wenig Bereitschaft dazu. Meta betonte, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung weiterhin die beste Methode sei, um Nutzerkommunikation zu schützen. Apple hebt hervor, dass selbst sie keinen Zugriff auf verschlüsselte iCloud-Daten haben.
Siehe auch:
Schutz ja, aber bitte nicht zuviel
Die FBI-Warnung an Smartphone-Nutzer, herkömmliche SMS und unsichere Kommunikationsplattformen durch verschlüsselte Dienste wie WhatsApp oder Signal zu ersetzen, sorgte kürzlich weltweit für Schlagzeilen. Doch nun fordert das FBI auch Änderungen an den verschlüsselten Plattformen selbst.Seitens des FBI spricht man hier von einer "verantwortungsbewusst verwalteten Verschlüsselung", die einerseits Privatsphäre schützt, andererseits aber auch US-Behörden erlaubt, im Rahmen eines Gerichtsbeschlusses auf Inhalte zuzugreifen. Dies geht aus einem Bericht des US-Magazins Forbes hervor.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie derzeit von Apple, Google, Meta und Signal verwendet wird, gilt als sicher, da selbst die Anbieter keinen Zugriff auf die verschlüsselten Inhalte haben. Dies ist jedoch genau der Punkt, den das FBI so nicht hinnehmen will. FBI-Direktor Christopher Wray argumentiert, dass diese "warrant-proof"-Verschlüsselung es Terroristen, Hackern und Kinderschändern ermögliche, sich der Strafverfolgung zu entziehen. "Die Öffentlichkeit sollte nicht zwischen sicherer Datenspeicherung und sicheren Gemeinschaften wählen müssen", so Wray. "Wir müssen beide Ziele erreichen können."
Groteske Debatte
Diese Debatte wird immer wieder geführt - und kollidiert jedes Mal schlicht an den technischen Realitäten. Sicherheitsexperten weisen stets darauf hin, dass jede Art von Hintertür für staatliche Zugriffe auch von Dritten ausgenutzt werden kann. "Ein Schlüssel für jemanden ist ein Schlüssel für alle", heißt es kurz gesagt.Während das FBI an Unternehmen wie Meta, Apple und Google appelliert, ihre Verschlüsselungspolitik zu ändern, zeigen diese bislang entsprechend wenig Bereitschaft dazu. Meta betonte, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung weiterhin die beste Methode sei, um Nutzerkommunikation zu schützen. Apple hebt hervor, dass selbst sie keinen Zugriff auf verschlüsselte iCloud-Daten haben.
Zusammenfassung
- FBI fordert 'verantwortungsbewusst verwaltete Verschlüsselung' von Anbietern
- Behörde möchte Zugriff auf verschlüsselte Inhalte mit Gerichtsbeschluss
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll für US-Behörden, nicht für China knackbar sein
- Sicherheitsexperten warnen: Hintertüren können von Dritten ausgenutzt werden
- Meta, Apple und Google zeigen wenig Bereitschaft, ihre Verschlüsselung zu ändern
- FBI-Direktor: Öffentlichkeit soll nicht zwischen Sicherheit und Privatsphäre wählen
- Die Debatte kollidiert mit den technischen Realitäten der Verschlüsselungsmethoden
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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