Konsolen 40 % teurer: Trump kommt die Gamer teuer zu stehen

Mit der Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten stehen neue, drastische Importzölle auf Produkte aus dem Ausland bevor. Besonders betroffen wären Waren, die in China hergestellt werden. Unter anderem müssen Gamer mit einer massiven Teuerung rechnen.
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Massive Zölle sollen kommen

Im Wahlkampf hatte Trump immer wieder mit saftigen Zöllen auf alle ausländischen Produkte gedroht, die auf dem US-Markt verkauft werden sollen. Eine geplante Abgabe von 60 Prozent auf chinesische Importe und 10 bis 20 Prozent auf andere ausländische Produkte droht, die Preise für Konsumgüter erheblich zu steigern. Darunter fallen auch Videospielkonsolen, die in den USA größtenteils importiert werden.

Laut einer Analyse des Branchenverbandes Consumer Technology Association (CTA) (via Kotaku) könnten die Zölle die Preise für Gaming-Hardware um bis zu 40 Prozent steigen lassen. Verbraucher in den USA müssten demnach allein für Spielekonsolen rund 7 Milliarden Dollar mehr bezahlen aufwenden als zuletzt. Eine Nintendo Switch könnte von 300 auf über 400 Dollar steigen, während der Preis einer PlayStation 5 Pro von 700 auf fast 1000 Dollar klettern würde. Zubehör wie Grafikkarten, Ladekabel und Fernseher würde ebenfalls teurer.


Branchenexperten rechnen damit, dass dies eine deutliche Verschiebung hin zu digitalen Angeboten bringen wird. "Der Marktanteil digitaler Spiele könnte durch diese Preissprünge weiter steigen, da physische Produkte im Handel zu teuer werden", spekuliert Mat Piscatella, Analyst beim Marktforschungsinstitut Circana. Statt neuer Geräte kaufen sich die Nutzer also lieber Software.

Aber auch hier müssen die Nutzer mit steigenden Preisen rechnen, so Piscatella. Einige Hersteller könnten nämlich mehr für Spiele verlangen, um Verluste aus dem physischen Verkauf auszugleichen.

Absatzzahlen in Gefahr

Die neuen Zölle könnten den US-Gaming-Markt sogar langfristig komplett verändern. Analysten befürchten unter anderem einen Rückgang der Konsolenverkäufe auf ein Niveau, das zuletzt in den frühen 2000er-Jahren erreicht wurde - trotz des gewachsenen Marktes und einer breiteren Zielgruppe. Cloud-Gaming und digitale Plattformen könnten dadurch an Bedeutung gewinnen.

Einige Unternehmen versuchen bereits, Produktionsstätten aus China zu verlagern. Nintendo hat rund die Hälfte der Switch-Produktion nach Vietnam ausgelagert. Sony und Microsoft könnten ähnliche Schritte unternehmen, obwohl Experten wie Mary Lovely, Ökonomin an der Syracuse University, betonen, dass Länder wie Indien derzeit nicht bereit seien, die Nachfrage zu decken.

Zusammenfassung
  • Trumps geplante Importzölle könnten Spielekonsolen um 40 Prozent verteuern
  • Zölle von 60 Prozent auf chinesische und 10-20 Prozent auf andere Importe geplant
  • US-Verbraucher müssten 7 Milliarden Dollar mehr für Konsolen zahlen
  • Verschiebung zum digitalen Markt und Cloud-Gaming erwartet
  • Hersteller verlagern Produktion aus China, z.B. Nintendo nach Vietnam
  • Langfristige Veränderung des US-Gaming-Marktes befürchtet

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