Voyager 1 wechselt auf 43 Jahre ungenutztes Ersatz-Funkgerät
Ersatz für Notfälle zu haben, ist immer wieder von Vorteil. So auch bei der NASA-Sonde Voyager 1, die jetzt auf ein Ausweichsystem wechselte, das seit 43 Jahren ungenutzt war und nun die Rettung für eine Fortführung der Mission sein dürfte.
Dieser Befehl, am 16. Oktober über das Deep Space Network (DSN) - ein weltweites Netzwerk großer Funkantennen - gesendet, sollte einen ihrer Heizer aktivieren. Zwei Tage später stellte das Missionsteam jedoch fest, dass die Sonde nicht reagierte und stattdessen ihren Hauptsender abgeschaltet und auf ein sekundäres Funkgerät umgeschaltet hatte, das weniger Strom benötigt.
Laut NASA wurde dieser Wechsel wahrscheinlich durch das autonome Fehlerschutzsystem der Sonde ausgelöst, das automatisch auf Probleme an Bord reagiert. Die NASA teilte mit, dass das Team nun Informationen sammelt, um die Ursache des Problems zu identifizieren und die Sonde wieder in den Normalbetrieb zu versetzen.
Voyager 1 sendet Daten in der Regel mit einer Verzögerung von etwa 23 Stunden, da das Signal über 24 Milliarden Kilometer bis zur Erde zurücklegt. Doch am 18. Oktober blieb das erwartete Signal aus. Die Ursache: Das Fehlerschutzsystem hatte die Übertragungsrate des Senders verringert, um Energie zu sparen. Einen Tag später schaltete die Sonde das Hauptfunkgerät, das im sogenannten X-Band sendet, komplett ab. Schließlich griff Voyager 1 auf das ältere S-Band-Funkgerät zurück, das seit 43 Jahren ungenutzt war und deutlich schwächere Signale schickt.
NASA-Ingenieure untersuchen nun, was die Schutzmaßnahmen ursprünglich aktiviert haben könnte. Denn die Sonde sollte eigentlich ausreichend Energie für den Heizer gehabt haben. Trotz ihres hohen Alters - der Start erfolgte im Jahr 1977 - und der extremen Entfernung liefert Voyager 1 weiterhin wertvolle Daten zur Erde - immerhin befindet sich das System in einer Region, die bisher von keinem anderen Forschungs-Instrument der Menschheit erreicht wurde.
Siehe auch:
Irgendwas funktionierte nicht
Nach einer kürzlichen Kommunikationsstörung hat Voyager 1 auf ein Ersatzfunkgerät zurückgegriffen, das seit 1981 nicht mehr in Betrieb war. Die Sonde, die sich nach einigen Definitionen seit 2012 im interstellaren Raum, nach anderen am äußersten Rand unseres Sonnensystems befindet, schaltete sich nach einem Befehl in den Energiesparmodus, um Strom zu sparen.Dieser Befehl, am 16. Oktober über das Deep Space Network (DSN) - ein weltweites Netzwerk großer Funkantennen - gesendet, sollte einen ihrer Heizer aktivieren. Zwei Tage später stellte das Missionsteam jedoch fest, dass die Sonde nicht reagierte und stattdessen ihren Hauptsender abgeschaltet und auf ein sekundäres Funkgerät umgeschaltet hatte, das weniger Strom benötigt.
Laut NASA wurde dieser Wechsel wahrscheinlich durch das autonome Fehlerschutzsystem der Sonde ausgelöst, das automatisch auf Probleme an Bord reagiert. Die NASA teilte mit, dass das Team nun Informationen sammelt, um die Ursache des Problems zu identifizieren und die Sonde wieder in den Normalbetrieb zu versetzen.
Voyager 1 sendet Daten in der Regel mit einer Verzögerung von etwa 23 Stunden, da das Signal über 24 Milliarden Kilometer bis zur Erde zurücklegt. Doch am 18. Oktober blieb das erwartete Signal aus. Die Ursache: Das Fehlerschutzsystem hatte die Übertragungsrate des Senders verringert, um Energie zu sparen. Einen Tag später schaltete die Sonde das Hauptfunkgerät, das im sogenannten X-Band sendet, komplett ab. Schließlich griff Voyager 1 auf das ältere S-Band-Funkgerät zurück, das seit 43 Jahren ungenutzt war und deutlich schwächere Signale schickt.
Erneute Fehlersuche
Da die Sonde heute viel weiter von der Erde entfernt ist als 1981, war das Team unsicher, ob sie überhaupt ein Signal empfangen könnte. Ein erneuter Kontaktversuch mit dem X-Band-Funkgerät wurde vermieden, um das Fehlerschutzsystem nicht erneut auszulösen. Stattdessen sendete das Team am 22. Oktober einen Befehl an das S-Band-Gerät und konnte am 24. Oktober wieder Kontakt zu Voyager 1 herstellen.NASA-Ingenieure untersuchen nun, was die Schutzmaßnahmen ursprünglich aktiviert haben könnte. Denn die Sonde sollte eigentlich ausreichend Energie für den Heizer gehabt haben. Trotz ihres hohen Alters - der Start erfolgte im Jahr 1977 - und der extremen Entfernung liefert Voyager 1 weiterhin wertvolle Daten zur Erde - immerhin befindet sich das System in einer Region, die bisher von keinem anderen Forschungs-Instrument der Menschheit erreicht wurde.
Zusammenfassung
- Voyager 1 wechselt nach Kommunikationsstörung auf 43 Jahre altes Funkgerät
- Sonde schaltete sich nach Befehl zur Heizeraktivierung in Energiesparmodus
- Autonomes Fehlerschutzsystem löste Wechsel auf sekundäres Funkgerät aus
- NASA-Team sammelt Informationen zur Problemursache und Normalbetriebsrückkehr
- Sonde sendet nun mit S-Band-Funkgerät schwächere Signale zur Erde
- Kontakt zu Voyager 1 am 24. Oktober 2024 wiederhergestellt
- Ingenieure untersuchen Auslöser der Schutzmaßnahmen trotz ausreichender Energie
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