Rettung gelungen: Raumsonde Voyager 1 arbeitet wieder vollständig

Voyager 1 ist seit fast einem halben Jahrhundert im All unterwegs und ist das heute am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen er­schaf­fe­ne Objekt. In den vergangenen Monaten bangten die NASA-Wis­sen­schaft­ler um die Sonde, doch nun läuft alles wieder, wie es soll.
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NASA

Datenmüll durch beschädigten Speicher

Ende des vergangenen Jahres mussten die Techniker und Wissenschaftler der NASA vermelden, dass sie den Kontakt zu Voyager 1 verloren haben. Konkret sendete die Sonde zwar noch, das konnte und musste man allerdings als Datenmüll bezeichnen. Grund dafür war, dass ein Teil des Speichers ausgefallen ist bzw. beschädigt wurde. Doch trotz einer Entfernung von rund 25 Milliarden Kilometern und einem Alter von fast 50 Jahren gelang es der NASA, die Raumsonde so umzuprogrammieren, dass diese wieder verwertbare Daten übermittelt.

Nun wurde die Rettung bzw. Wiederherstellung der Funktionalität von Voyager 1 abgeschlossen und die NASA vermeldete, dass die Sonde zum ersten Mal seit November 2023 wieder "normalen wissenschaftlichen Betrieb" durchführen kann.


Die nordamerikanische Weltraumagentur erklärt, dass man im April das Problem zunächst teilweise beheben konnte, damals gelang es, technische Daten zur Erde zu übertragen. Mitte Mai folgte der zweite Schritt des Reparaturprozesses, seit rund einem Monat übermittelt Voyager 1 wieder wissenschaftliche Daten von ihrer Reise durch den interstellaren Raum.

Doch nun ist die volle Funktionsfähigkeit wiederhergestellt, schreibt die NASA: "Zwei der vier wissenschaftlichen Instrumente kehrten sofort zu ihrem normalen Betriebsmodus zurück. Bei zwei weiteren Instrumenten waren einige zusätzliche Arbeiten erforderlich, aber jetzt liefern alle vier wieder verwertbare wissenschaftliche Daten." Die erwähnten vier Instrumente untersuchen Plasmawellen, Magnetfelder und Partikel.

Die NASA gibt weiter an, dass Voyager 1 zwar wieder wissenschaftliche Daten sammelt, aber weitere kleinere Arbeiten erforderlich seien, um die Auswirkungen des Problems zu beheben: "Unter anderem werden die Ingenieure die Zeitmesssoftware in den drei Bordcomputern des Raumfahrzeugs neu synchronisieren, damit die Befehle zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt werden können."

Zusammenfassung
  • Voyager 1 ist das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen erschaffene Objekt
  • Ende des letzten Jahres verlor die NASA den Kontakt zu Voyager 1
  • Die Sonde sendete Datenmüll aufgrund eines beschädigten Speichers
  • Trotz 25 Milliarden Kilometern Entfernung konnte die NASA die Sonde umprogrammieren
  • Seit Mai übermittelt Voyager 1 wieder wissenschaftliche Daten aus dem All
  • Vier wissenschaftliche Instrumente an Bord untersuchen Plasmawellen und Magnetfelder
  • Weitere Arbeiten sind nötig, um die Zeitmesssoftware der Bordcomputer zu synchronisieren

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