Kontakt hergestellt: Uralt-Radioteleskop empfängt Voyager 1-Signale

Ein historisches Radioteleskop in den Niederlanden empfängt Signale der Voyager 1-Sonde aus den Tiefen des Alls. Amateurastronomen nutzen dabei Technik aus den 1950er Jahren, um mit der 25 Milliarden Kilometer entfernten Sonde zu kommunizieren.
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NASA

Kontakt mit dem Pionier des Alls

Das Dwingeloo-Radioteleskop in den Niederlanden hat eine bemerkenswerte Leistung vollbracht: Es empfängt Signale der Raumsonde Voyager 1, die sich aktuell in einer Entfernung von rund 25 Milliarden Kilometern befindet. Dies entspricht mehr als dem Vierfachen der Distanz zum Pluto und macht Voyager 1 zum am weitesten entfernten menschengemachten Objekt im All.

Die 1977 gestartete Sonde, die ursprünglich zur Erforschung der äußeren Planeten unseres Sonnensystems konzipiert wurde, sendet noch immer Daten aus dem interstellaren Raum zur Erde. Die Signale benötigen aufgrund der enormen Entfernung gut 23 Stunden, um uns zu erreichen.

Wie die Stiftung C.A. Muller Radio Astronomy Station (CAMRAS) berichtet, war der Empfang der Voyager-Signale durch das Dwingeloo-Teleskop nur durch besondere Umstände möglich. Die schwachen Funksignale stellten dabei eine besondere Herausforderung für den Empfang dar.

Die Hobbyastronomen hatten aber einen Zufall auf ihrer Seite: Ein Defekt an der Sonde führte dazu, dass die NASA zwischenzeitlich den Kontakt verlor und ein alternatives Kommunikationssystem aktiviert werden musste. Dieser S-Band-Transmitter, der mit einer niedrigeren Frequenz sendet, ermöglichte es jetzt dem historischen Teleskop, die Signale zu empfangen.

Das 1956 erbaute Dwingeloo-Teleskop, heute von Amateurastronomen betrieben, war ursprünglich nicht für den Empfang hochfrequenter Signale ausgelegt. Um die 8,4-GHz-Telemetrie von Voyager 1 zu empfangen, musste eine zusätzliche Antenne montiert werden.

Voyager 1Voyager 1Voyager 1Voyager 1

Keine bidirektionale Kommunikation möglich

Die Amateurastronomen nutzten präzise Bahnvorhersagen für Voyager 1, um die Dopplerverschiebung durch die Bewegung der Erde und der Sonde zu korrigieren. Dadurch gelang es ihnen, das schwache Trägersignal live im Beobachtungsraum des Teleskops sichtbar zu machen.

Das Dwingeloo-Teleskop kann nun zwar Signale von Voyager 1 empfangen, aber nicht aktiv mit der Sonde kommunizieren. Für die bidirektionale Kommunikation nutzt die NASA die Antennen des Deep Space Network (DSN) in Goldstone, Canberra und Madrid. Diese sind mit einem Durchmesser von 70 Metern deutlich größer als das 25 Meter messende Dwingeloo-Teleskop und für höhere Frequenzen optimiert.

Was denkt ihr über diese Leistung der Amateurastronomen? Könnt ihr euch vorstellen, dass solche Projekte auch in Zukunft die Raumfahrt unterstützen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Niederländisches Radioteleskop empfängt Signale von Voyager 1
  • Voyager 1 befindet sich fast 25 Milliarden Kilometer von der Erde
  • Signale benötigen etwa 23 Stunden, um die Erde zu erreichen
  • Empfang durch Aktivierung eines alternativen Kommunikationssystems
  • Amateurastronomen modernisierten das historische Dwingeloo-Teleskop
  • Präzise Bahnvorhersagen ermöglichen die Korrektur der Dopplerverschiebung
  • Leistung unterstreicht Bedeutung und Faszination der Voyager-Missionen

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