NASA-Rettungsversuch gelungen, Raumsonde Voyager 1 sendet wieder
Es war vielleicht keine so spektakuläre Rettung wie einst bei Apollo 13, dennoch kann man wieder davon sprechen, dass die NASA in einem Fehlschlag bzw. dessen Behebung eine Sternstunde hatte. Denn der Weltraumagentur gelang es, Voyager 1 von der Ferne aus zu reparieren.
Bereits damals war man aber optimistisch, dass es gelingen könnte, das für die Datenübermittlung erforderliche FDS so umzuprogrammieren, dass es auch ohne die unbrauchbare Speicherhardware funktionieren kann. Nun gelang das tatsächlich, wie die NASA in einem Beitrag bekannt gegeben hat.
"Zum ersten Mal seit November liefert die NASA-Raumsonde Voyager 1 wieder verwertbare Daten über den Zustand ihrer technischen Systeme an Bord", heißt es in dem Beitrag. Nun wollen die Wissenschaftler und Techniker den nächsten Schritt angehen, nämlich "die Sonde wieder in die Lage zu versetzen, wissenschaftliche Daten zu liefern".
Dieser Vorgang soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, und zwar mit dem Ziel, das System weiter anzupassen, sodass dieses wissenschaftlich verwertbare Daten sendet.
Siehe auch:
Voyager 1 ist "zurück"
Anfang des Monats wurde bekannt, dass die NASA endlich herausgefunden hat, warum das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen geschaffene Objekt keine lesbaren Daten mehr sendet. Konkret fanden die Techniker des Jet Propulsion Laboratory (JPL) heraus, dass ein kleiner Teil des Speichers in einem der Computer an Bord der NASA-Raumsonde dafür verantwortlich ist, dass die Raumsonde keine lesbaren Daten mehr zur Erde sendet. Konkret war es ein einzelner defekter Chip, der für die Speicherung eines Teils des Speichers des Flugdaten-Subsystems (FDS) verantwortlich ist.Bereits damals war man aber optimistisch, dass es gelingen könnte, das für die Datenübermittlung erforderliche FDS so umzuprogrammieren, dass es auch ohne die unbrauchbare Speicherhardware funktionieren kann. Nun gelang das tatsächlich, wie die NASA in einem Beitrag bekannt gegeben hat.
"Zum ersten Mal seit November liefert die NASA-Raumsonde Voyager 1 wieder verwertbare Daten über den Zustand ihrer technischen Systeme an Bord", heißt es in dem Beitrag. Nun wollen die Wissenschaftler und Techniker den nächsten Schritt angehen, nämlich "die Sonde wieder in die Lage zu versetzen, wissenschaftliche Daten zu liefern".
Code wurde verteilt
Die Herausforderung für das Team bestand darin, dass kein einzelner Speicherort groß genug war, um den gesamten Abschnitt des Codes aufzunehmen. Die NASA erklärt, wie sie dabei vorgegangen ist: "Die Ingenieure entwickelten einen Plan, um den betroffenen Code in Abschnitte zu unterteilen und diese Abschnitte an verschiedenen Stellen im FDS zu speichern. Damit dieser Plan funktionierte, mussten sie diese Codeabschnitte auch anpassen, um etwa sicherzustellen, dass sie alle noch als Ganzes funktionieren. Alle Verweise auf den Ort des Codes in anderen Teilen des FDS-Speichers mussten ebenfalls aktualisiert werden."Dieser Vorgang soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, und zwar mit dem Ziel, das System weiter anzupassen, sodass dieses wissenschaftlich verwertbare Daten sendet.
Zusammenfassung
- NASA reparierte Voyager 1 aus der Ferne
- Defekter Chip im Flugdaten-Subsystem gefunden
- Techniker reprogrammierten das FDS erfolgreich
- Voyager 1 sendet wieder verwertbare Systemdaten
- Ziel ist es, wissenschaftliche Daten zu erhalten
- Code wurde in Abschnitte unterteilt und angepasst
Siehe auch:
- Voyager 1: Ursache für Probleme wurde gefunden, Fix ist wohl möglich
- Voyager 1 schickt plötzlich massenhaft gute Daten zur Erde
- NASA startet neue Rettungsversuche für Voyager 1-Raumsonde
- Störung: NASA-Sonde Voyager 1 kann nicht nach Hause telefonieren
- Fit für weitere Jahre: Voyager-Sonden erhalten Software-Updates
Thema:
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