Mit Wasserstoff-Antrieb: Hyundai entwickelt futuristischen Kampfpanzer

Wasserstoff gilt je nach Herstellungsprozess als vergleichsweise umwelt­freund­licher Treibstoff. Der koreanische Autobauer will H2 jetzt auch beim Militär einsetzen. Dabei stehen jedoch eher taktische Vorteile auf dem Schlachtfeld im Vordergrund. Ein großes Problem bleibt aber.
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Hyundai Rotem

H2 als Zukunftskraftstoff

Etliche Autobauer haben in den letzten Jahren viel Zeit und Geld in die Entwicklung von Wasserstofffahrzeugen gesteckt. Projekte wie der Toyota Mirai gelten jedoch als Fehlschlag. Kunden forderten sogar ihr Geld zurück. Trotzdem gibt der Hersteller nicht auf. Gemeinsam mit BMW plant man bis 2028 die Einführung eines weiteren in Serie produzierten Brennstoffzellenautos für Endkunden.

Wasserstoff-Panzer als taktischer Vorteil

Nicht für gewöhnliche Verbraucher gedacht ist dagegen ein mit Wasserstoff betriebener Panzer, den Hyundai Rotem gerade entwickelt. Das als K3 bezeichnete Gefährt soll in Zukunft komplett auf fossile Brennstoffe verzichten, wie Hydrogen Inside berichtet. Damit folgt der Hersteller eigenen Aussagen zufolge dem Trend hin zu umweltfreundlicheren Antrieben. Für das Militär sind bei einem mit Wasserstoff betriebenen Panzer aber andere Dinge deutlich relevanter. Hyundai K3 Wasserstoff-KampfpanzerRender-Bild des K3 im Einsatz Denn mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge erzeugen weniger Lärm als ihre Diesel-Alternativen. Zudem eliminieren sie die bei gewöhnlichen Verbrennern durch Abwärme entstehenden thermischen Signaturen, die von feindlichen Streitkräften mit Wärmebildgeräten entdeckt werden können.

Wenn sich taktische Ausrüstung wie Panzer und Hubschrauber ohne Lärm und Abgase bewegt, wird die Schlagkraft der Armee gestärkt.
Pak Jae-yeol, Kommandeur 7. Korps, koreanische Armee

Einige ungelöste Probleme

Momentan ist die Herstellung, Lagerung und der Transport von H2-Treibstoff allerdings kompliziert und kostenintensiv. Besonders in Kriegsgebieten mit rudimentärer oder zerstörter Infrastruktur dürfte es nicht einfach sein, Fahrzeuge wie den K3 schnell und zuverlässig mit Wasserstoff zu versorgen.

Hyundai Rotem gibt allerdings an, dass es noch bis 2040 dauern soll, bis die Entwicklung des Panzers abgeschlossen ist. Bis dahin gibt es vielleicht auch auf dem Gebiet der H2-Herstellung neue Technologien, die einen Einsatz des Kraftstoffs im militärischen Bereich praktikabler machen.

Zusammenfassung
  • Hyundai Rotem entwickelt Wasserstoff-Panzer K3 für militärische Zwecke
  • H2-Antrieb verspricht taktische Vorteile wie geringere Lärm-Emissionen
  • Fehlende thermische Signatur erschwert Entdeckung durch Wärmebildgeräte
  • Herstellung und Transport von Wasserstoff sind derzeit noch kompliziert
  • Die Entwicklung des Panzers soll voraussichtlich bis 2040 abgeschlossen sein
  • Fortschritte in H2-Technologie könnten militärischen Einsatz erleichtern

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