Apus: Wasserstoff-Flugzeug aus Brandenburg steht vor Jungfernflug

An Flugzeugen mit fossilfreien Antrieben wird aktuell intensiv geforscht. Ein entsprechendes Modell konnte das Unternehmen Apus aus Brandenburg jetzt der Öffentlichkeit präsentieren. Bald soll es beim Jungfernflug auch am Himmel zu sehen sein.
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Komplett neues Design

Das Apus i-2 fliegt mit Wasserstoff. Dieser wird allerdings nicht direkt verbrannt, sondern in einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt, der dann die Elektromotoren der zwei Propeller antreibt. Kürzlich erfolgte der offizielle Rollout der Maschine aus dem Konstruktions-Hangar - und im Zuge dessen wurde das Modell auf den Namen Mira umgetauft.

In dem kleinen Flieger finden vier Personen Platz. Die Reichweite wird vom Hersteller auf rund 500 nautische Meilen beziffert, was 926 Kilometer wären. Um diese Distanz zu schaffen, kann Mira insgesamt 23 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen, der bei einem Druck von 350 bar in den Tanksystemen in den Tragflächen vorgehalten wird. Apus i-2Apus i-2 / Mira Der Wasserstoff wird von zwei Brennstoffzellen in Strom umgewandelt, der erst einmal in einen Puffer-Akku fließt und von dort aus von den Elektromotoren abgerufen werden kann. Der zusätzliche Akku ist auch notwendig, um insbesondere in der Startphase den nötigen Energieschub bereitzustellen. Dann nämlich werden die Elektromotoren mit jeweils 135 Kilowatt betrieben, während des normalen Fluges beschränkt sich jeder Motor auf maximal 100 Kilowatt.


Pro durchschnittlicher Flugstunde werden laut Hersteller rund 165 Kilowatt Energiebedarf veranschlagt, was einer Menge von etwa fünf Kilogramm Wasserstoff entspricht. Die Mira ist dabei mit einer Höchstgeschwindigkeit von fast 300 Kilometern pro Stunde unterwegs. Apus betont, dass es sich hier nicht wie in vielen anderen Fällen um den Umbau eines konventionellen Flugzeugs auf einen Wasserstoff-Antrieb handelt. Mira sei komplett neu rund um das Antriebskonzept herum entwickelt worden.

Frachtflieger geplant

In den kommenden Wochen wird die Neuentwicklung daher noch umfassenden Tests am Boden unterzogen. Wenn alles klappt, soll dann um den Jahreswechsel herum der Erstflug erfolgen. Wenn dann die Zulassungen der zuständigen Behörden vorliegen, wird man voraussichtlich 2027 die ersten Serienmodelle in den kommerziellen Betrieb überführen können. Apus plant hier bereits einen kleinen Linienverkehr zwischen dem Firmensitz in Strausberg bei Berlin nach Sylt und Friedrichshafen am Bodensee.

Apus entwickelt darüber hinaus auch noch die größere i-5. Diese soll mit vier Motoren ausgestattet werden und vor allem im leichteren Frachtverkehr zum Einsatz kommen. Das gesamte Entwicklungskonzept sieht für dieses Modell auch schon einen komplett autonomen Flugbetrieb vor.

Zusammenfassung
  • Apus aus Brandenburg stellt wasserstoffbetriebenes Flugzeug Mira vor
  • Jungfernflug des Apus i-2, umbenannt in Mira, ist bald geplant
  • Mira bietet Platz für vier Personen und hat eine Reichweite von 926 km
  • Zwei Brennstoffzellen wandeln 23 kg Wasserstoff in Strom um
  • Energiebedarf pro Flugstunde beträgt 165 Kilowatt, entsprechend fünf kg Wasserstoff
  • Mira erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von fast 300 km/h
  • Erstflug des Modells ist für den Jahreswechsel geplant, Serienproduktion ab 2027

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