Russen erobern US-Schützenpanzer, rüsten sie mit eigenen Waffen aus
Russland hat einen von der Ukraine erbeuteten US-Schützenpanzer M2 Bradley mit einer eigenen 30-mm-Kanone ausgestattet. Die ungewöhnliche Modifikation wirft Fragen nach den Beweggründen auf - von praktischen Überlegungen bis hin zu Propagandazwecken.
Der M2 Bradley gilt seit seiner Einführung 1981 als einer der erfolgreichsten Schützenpanzer. Über 6700 Exemplare wurden produziert, wobei die meisten noch heute im Dienst stehen. Das Fahrzeug kann bis zu sechs Soldaten transportieren und verfügt über eine Besatzung von drei Personen. Seine Aluminium-Panzerung bietet Schutz gegen Kleinwaffen und Splitter, während die ursprüngliche 25-mm-Kanone als besonders präzise und vielseitig gilt.
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Allerdings büßt das System dabei an Präzision und Vielseitigkeit ein. Die originale 25-mm-Kanone des Bradley erweist sich als deutlich treffsicherer und effektiver als russische 30-mm-Geschütze. Besonders die Durchschlagskraft der Bradley-Munition ist etwa doppelt so hoch wie die der russischen Pendants. Die M242 kann verschiedene Munitionstypen verschießen, darunter panzerbrechende Geschosse mit abgereichertem Uran, die eine außergewöhnliche Durchschlagskraft besitzen.
Ein weiterer Aspekt ist die Wartung und Reparatur. Während russische Techniker mit der 2A72-Kanone vertraut sind, erfordert die komplexe Bushmaster-Kanone spezielle Ersatzteile und Fachkenntnisse, die in Russland nicht ohne Weiteres verfügbar sind. Die 2A72 verwendet zudem ein einfacheres Zuführungssystem und ist weniger wartungsintensiv.
Experten vermuten, dass es sich bei der Modifikation um einen Testlauf handeln könnte, um die generelle Machbarkeit einer Umrüstung zu prüfen. Möglicherweise ist das Fahrzeug aber auch für Propagandazwecke vorgesehen - etwa für Paraden oder Ausstellungen erbeuteter westlicher Militärtechnik. Diese Art der Zurschaustellung hat in Russland durchaus Tradition.
Was haltet ihr von dieser ungewöhnlichen Modifikation? Ist es ein sinnvoller Umbau oder eher ein PR-Stunt? Teilt eure Einschätzung gerne in den Kommentaren.
Siehe auch:
Russische Techniker experimentieren mit Beutepanzer
Ein kürzlich aufgetauchtes Foto zeigt einen modifizierten US-amerikanischen M2 Bradley Schützenpanzer in einem russischen Depot für erbeutete westliche Militärfahrzeuge. Die auffälligste Änderung: Die originale 25-mm-Bushmaster-Maschinenkanone wurde durch eine russische 30mm-Kanone vom Typ 2A72 ersetzt. Diese ungewöhnliche Hybridlösung dokumentiert russische Versuche, westliche Beutetechnik an die eigenen logistischen Gegebenheiten anzupassen.Der M2 Bradley gilt seit seiner Einführung 1981 als einer der erfolgreichsten Schützenpanzer. Über 6700 Exemplare wurden produziert, wobei die meisten noch heute im Dienst stehen. Das Fahrzeug kann bis zu sechs Soldaten transportieren und verfügt über eine Besatzung von drei Personen. Seine Aluminium-Panzerung bietet Schutz gegen Kleinwaffen und Splitter, während die ursprüngliche 25-mm-Kanone als besonders präzise und vielseitig gilt.
Technische Details der Umrüstung
Die nun verbaute 2A72-Kanone ist eine leichtere Variante der 2A42 und wird standardmäßig in russischen BTR-82A Schützenpanzern sowie BMP-3 Kampfpanzern eingesetzt. Wie The Warzone berichtet, bringt diese Modifikation sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Mit einer Feuerrate von 330 Schuss pro Minute übertrifft die russische Kanone die Bushmaster mit ihren 200 Schuss pro Minute deutlich. Die effektive Reichweite gegen gepanzerte Ziele liegt bei etwa 1,6 Kilometern.
Auf YouTube ansehenAllerdings büßt das System dabei an Präzision und Vielseitigkeit ein. Die originale 25-mm-Kanone des Bradley erweist sich als deutlich treffsicherer und effektiver als russische 30-mm-Geschütze. Besonders die Durchschlagskraft der Bradley-Munition ist etwa doppelt so hoch wie die der russischen Pendants. Die M242 kann verschiedene Munitionstypen verschießen, darunter panzerbrechende Geschosse mit abgereichertem Uran, die eine außergewöhnliche Durchschlagskraft besitzen.
Logistische Herausforderungen
Die Umrüstung könnte primär logistische Gründe haben. Russische Einheiten dürften erhebliche Schwierigkeiten haben, an die benötigte 25mm-NATO-Munition zu gelangen - insbesondere an spezialisierte panzerbrechende oder Uranmunition. Die 30mm-Geschosse der 2A72 sind hingegen in russischen Arsenalen reichlich vorhanden und können problemlos nachgeliefert werden.Ein weiterer Aspekt ist die Wartung und Reparatur. Während russische Techniker mit der 2A72-Kanone vertraut sind, erfordert die komplexe Bushmaster-Kanone spezielle Ersatzteile und Fachkenntnisse, die in Russland nicht ohne Weiteres verfügbar sind. Die 2A72 verwendet zudem ein einfacheres Zuführungssystem und ist weniger wartungsintensiv.
Beutepanzer im russischen Arsenal
Nach Angaben von Open-Source-Intelligence-Berichten haben russische Streitkräfte etwa acht Bradley-Schützenpanzer erbeutet. Etwa 72 weitere wurden im Verlauf der Kampfhandlungen zerstört. Diese Zahlen verdeutlichen sowohl die Effektivität des Bradley-Systems als auch die begrenzten Möglichkeiten Russlands, von der erbeuteten Technik zu profitieren.Experten vermuten, dass es sich bei der Modifikation um einen Testlauf handeln könnte, um die generelle Machbarkeit einer Umrüstung zu prüfen. Möglicherweise ist das Fahrzeug aber auch für Propagandazwecke vorgesehen - etwa für Paraden oder Ausstellungen erbeuteter westlicher Militärtechnik. Diese Art der Zurschaustellung hat in Russland durchaus Tradition.
Was haltet ihr von dieser ungewöhnlichen Modifikation? Ist es ein sinnvoller Umbau oder eher ein PR-Stunt? Teilt eure Einschätzung gerne in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Russland modifiziert erbeuteten US-Schützenpanzer M2 Bradley mit 30mm-Kanone
- Russische 2A72-Kanone erhöht Feuerrate, verringert aber Präzision und Durchschlag
- Umrüstung wahrscheinlich aus logistischen Gründen zur Nutzung verfügbarer Munition
- Originale 25-mm-Bushmaster-Kanone benötigt NATO-Munition und spezielle Wartung
- Acht Bradley-Panzer wurden erbeutet, während 72 weitere im Kampf zerstört wurden
- Modifiziertes Fahrzeug könnte für Tests oder Propagandazwecke genutzt werden
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