Dank PlayStation 4: Konsole rettete AMD 2013 vor dem Bankrott
In den späten 2000er-Jahren war AMD in einer heiklen finanziellen Lage. Aufgrund mangelnder Einnahmen und einer kostspieligen Expansionsstrategie stand die Firma kurz vor dem Aus. Doch dann kam Rettung aus Japan, die das Unternehmen zurück in die Spur brachte.
Schließlich war man sogar gezwungen, IPs wie Adreno zu verkaufen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Laut Park mussten die meisten Angestellten zudem mit vorübergehenden Gehaltskürzungen zurechtkommen.
Mit mittlerweile über 117 Millionen verkauften Exemplaren ist die Konsole eine der erfolgreichsten der Welt und macht damit die verbauten Jaguar-Prozessoren vermutlich zu den mit am weit verbreitetsten Chips von AMD überhaupt. Zudem verbaute auch Microsoft die Prozessoren in seiner Xbox One.
Auf diesem Weg konnte sich der Chiphersteller "über Wasser halten", wie Park schreibt. Dank der über Sony und Microsoft kontinuierlich generierten Einnahmen war es AMD möglich, neue Investitionen in zukünftige Entwicklungen zu tätigen. Spätestens seit der Zen-Architektur ist das Unternehmen wieder völlig wettbewerbsfähig und konkurriert wieder mit Intel.
Siehe auch:
AMD stand kurz vor der Pleite
Die Finanzkrise im Jahr 2008 war für viele Unternehmen eine schwierige Zeit. Wie das LinkedIn-Profil von Renato Fragale, AMDs Senior Director des Kundengeschäfts Consumer & Gaming verrät, wäre auch der amerikanische Halbleiter-Gigant in der Zeit um und nach 2008 beinahe bankrottgegangen.Mitarbeiter gibt Einblicke in Krise
Laut einem Post auf X von Ingenieur Phil Park, der seit 19 Jahren bei AMD arbeitet, fand Rivale Intel mit Produkten wie Merom, Conroe, Woodcrest und Nehalem nach dem weltweiten Finanz-Crash schnell wieder den Weg zurück in die Spur. AMD tat sich jedoch schwer. Auch die Ausgaben im Rahmen der Übernahme von Chip- und Grafikkartenhersteller ATI belasteten das Unternehmen zunehmend.Schließlich war man sogar gezwungen, IPs wie Adreno zu verkaufen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Laut Park mussten die meisten Angestellten zudem mit vorübergehenden Gehaltskürzungen zurechtkommen.
PlayStation 4 rettet das Unternehmen
Erste Erfolge erzielte AMD dann mit Bobcat, der ersten Variante der damals neuen Fusion-APU der Firma. Daraufhin entschied sich Sony für seine PlayStation 4 auf AMD-Prozessoren mit Jaguar-Architektur zu setzen. Das war der Wendepunkt.Mit mittlerweile über 117 Millionen verkauften Exemplaren ist die Konsole eine der erfolgreichsten der Welt und macht damit die verbauten Jaguar-Prozessoren vermutlich zu den mit am weit verbreitetsten Chips von AMD überhaupt. Zudem verbaute auch Microsoft die Prozessoren in seiner Xbox One.
Auf diesem Weg konnte sich der Chiphersteller "über Wasser halten", wie Park schreibt. Dank der über Sony und Microsoft kontinuierlich generierten Einnahmen war es AMD möglich, neue Investitionen in zukünftige Entwicklungen zu tätigen. Spätestens seit der Zen-Architektur ist das Unternehmen wieder völlig wettbewerbsfähig und konkurriert wieder mit Intel.
Zusammenfassung
- AMD stand 2008 kurz vor dem Bankrott
- Mitarbeiter enthüllen Krisenzeiten auf LinkedIn und X
- Übernahme von ATI belastete AMD finanziell
- Verkauf von Adreno zur Finanzstabilisierung
- Einführung der Fusion-APU Bobcat als Erfolg
- PlayStation 4 und Xbox One nutzen AMD-Prozessoren
- Verkaufszahlen der PS4 bewahrten AMD vor Pleite
- Zen-Architektur markiert AMDs Comeback im Wettbewerb
Siehe auch:
- AMD-Hack: Mitarbeiter- & Kundendaten, Produktinfos, Specs gestohlen
- AMD enthüllt Ryzen 9000: Neue Zen-5-Prozessoren kommen im Juli
- Riesendeal für Samsung: AMD erster großer Kunde für neue 3nm-Chips?
- China: 'Wenn ihr Huawei rauswerft, verbieten wir Intel, AMD & Co'
- AMD und Intel: Neues China-Verbot trifft Chiphersteller hart
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