Black Hawks ohne Piloten:
Pentagon entwickelt autonome Hubschrauber

Aus der Kategorie "Was soll schon schiefgehen?": Die US-Armee rüstet einen Black Hawk-Helikopter mit KI aus. Das System von Hersteller Sikorsky soll autonome Flüge ermöglichen - von der Einzelpilot-Bedienung bis zum komplett unbemannten Einsatz.
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Sikorsky

Autonomie revolutioniert militärische Hubschrauber

Die US-Armee treibt die Entwicklung autonomer Flugfähigkeiten für ihre Black Hawk-Helikopter voran. Sikorsky, eine Tochtergesellschaft von Lockheed Martin, erhielt von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) einen Auftrag im Wert von sechs Millionen Dollar (etwa 5,5 Millionen Euro). Ziel ist es, das fortschrittliche ALIAS/MATRIX-Flugautonomiesystem in einen experimentellen UH-60M Black Hawk der Armee zu integrieren.

Das als MX bezeichnete Fluggerät wird dem U.S. Army Combat Capabilities Development Command (DEVCOM) ermöglichen, verschiedene autonome Fähigkeiten zu testen und zu bewerten. Die Bandbreite reicht dabei von Einzelpilot-Operationen bis hin zu vollständig unbemannten Flügen. Richard Benton, Vizepräsident und Geschäftsführer von Sikorsky, betont die Vorteile:

Autonomie-fähige Flugzeuge werden die Arbeitsbelastung der Piloten reduzieren, die Flugsicherheit dramatisch verbessern und Kampfkommandanten die Flexibilität geben, komplexe Missionen in umkämpften und überfüllten Lufträumen durchzuführen - bei Tag und Nacht und unter allen Wetterbedingungen.
Richard Benton, Vizepräsident und Geschäftsführer von Sikorsky

ALIAS-Programm: Herzstück der Autonomie

Wie The Aviationist berichtet, stellt das MATRIX-Autonomiesystem das Herzstück des ALIAS-Programms (Aircrew Labor In-Cockpit Automation System) der DARPA dar. Dieses zielt darauf ab, die Herausforderungen in der militärischen Luftfahrt durch fortschrittliche Automatisierung zu bewältigen. Das System kann in bestehende Flugzeuge integriert werden und ermöglicht autonome Flugfähigkeiten vom Start bis zur Landung - einschließlich der Bewältigung spontaner Notfallsituationen.

Ein noch von Menschen überwachter Flug des autonomen Black Hawk

Die Integration des ALIAS/MATRIX-Systems in den MX-Helikopter soll 2025 abgeschlossen sein. DEVCOM wird dann eine skalierbare Autonomieplattform zur Verfügung stehen, mit der verschiedene Sensorsysteme zur Bedrohungserkennung, Hindernisvermeidung und Geländenavigation getestet werden können.

Demonstrationen zeigen das Potenzial

Im Juli 2024 demonstrierten Sikorsky und DARPA die Fähigkeiten des "optional" bemannten Black Hawks vor militärischem Personal und hochrangigen Vertretern des Verteidigungsministeriums. Mittels einer Tablet-Schnittstelle konnten die Piloten den Helikopter sowohl aus der Kabine als auch vom Boden aus fernsteuern.

Dan Tenney, Vizepräsident für Strategie und Geschäftsentwicklung bei Lockheed Martin, erläutert die Funktionsweise: "Wir werden ein Tablet haben. Man drückt einen Knopf, und es wird alle Vorflugkontrollen durchlaufen, starten, abheben und diese [zugewiesene] Mission durchführen. Und wir sprechen hier nicht von Fernsteuerung. Wir sprechen nicht von programmierten Wegpunkten. Wir sprechen tatsächlich davon, dem Fluggefährt eine Mission zu übertragen und es diese durchführen zu lassen."

Die Entwicklung autonomer Fähigkeiten eröffnet neue Möglichkeiten für die Armee. Dazu gehören: Notfall-Evakuierungen ohne Gefährdung von Piloten, Versorgungsmissionen in gefährlichen Gebieten und komplexe Einsätze in umkämpften Lufträumen.

Zusammenfassung
  • US-Armee rüstet Black Hawk-Helikopter mit KI aus
  • Sikorsky integriert ALIAS/MATRIX-System in UH-60M Black Hawk
  • DARPA fördert Projekt mit sechs Millionen Dollar
  • Autonomes Fliegen von Einzelpilot-Operationen bis unbemannt möglich
  • MATRIX-System ermöglicht autonome Flüge von Start bis Landung
  • Integration des Systems soll bis 2025 abgeschlossen sein
  • Demonstration der Technologie im Juli 2024 vor Militärpersonal

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