Gehackte Saugroboter beleidigen Besitzer mit rassistischen Ausdrücken

Einige der automatischen Haushaltshilfen des chinesischen Herstellers Ecovacs sind besonders anfällig für Angriffe. Hacker machen sich jetzt wohl einen Spaß daraus und spielen beleidigende Ausdrücke über den Lautsprecher der Roboter ab.
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Ecovacs

Unsichere Haushaltshilfen

Schon lange stehen die Saugroboter von Ecovacs in der Kritik. Viele Modelle seien leicht zu hacken. So können Angreifer bei etlichen Putzgeräten aus der Ferne die volle Kontrolle übernehmen. Unter anderem Mikrofone und die Kameras der Geräte lassen sich einschalten, ohne dass die Besitzer etwas davon merken. Sicherheitsforscher hatten schon vor einiger Zeit eine Liste betroffener Modelle veröffentlicht und den Hersteller über die Sicherheitslücke in Kenntnis gesetzt.

Ecovacs hat bereits einen Patch veröffentlicht, der die Lücke schließen soll. Von den Sicherheitsforschern wurde der allerdings als nicht ausreichend bemängelt. Jetzt berichtet ABC News von einem konkreten Vorfall, bei dem sich Angreifer wohl einen Spaß daraus gemacht haben, den Besitzer eines Geräts zu beleidigen.


Gehackte Roboter beleidigen Besitzer

So bemerkte der Rechtsanwalt Daniel Swenson aus Minnesota seltsame Geräusche, die von seinem Ecovacs Deebot X2 kamen. In der App konnte er eigenen Aussagen zufolge sehen, dass Fremde auf die Kamera und die Fernsteuerung des Roboters zugriffen. Daraufhin änderte er das Zugangspasswort und startete das Gerät neu.

Doch direkt nach dem Neustart fing der Roboter an sich zu bewegen und spielte rassistische Beleidigungen über den Lautsprecher ab. "Ich hatte den Eindruck, dass es sich um ein Kind, vielleicht einen Teenager, handelte", sagte Swenson. "Vielleicht sind sie nur von Gerät zu Gerät gesprungen und haben sich mit Familien angelegt."

Ähnliche Vorfälle hatte es in den USA bereits in der Vergangenheit gegeben. Auch hier waren Ecovacs-Sauger gehackt und aus der Ferne gesteuert worden. Jedes Mal spielten die Angreifer Beleidigungen über den Lautsprecher ab.

Ecovacs sammelt fleißig Daten

Auf Nachfrage teilte der Hersteller mit, man habe keine Beweise dafür gefunden, dass die Geräte über eine Lücke im Ecovacs-System gehackt worden seien. Zumindest hat das Unternehmen für November ein Sicherheits-Upgrade für den anscheinend besonders einfach zu knackenden Deebot X2 angekündigt. Ob das die Probleme behebt, bleibt abzuwarten.

Neben den Sicherheitslücken steht der chinesische Hersteller außerdem in der Kritik, da die Saugroboter Aufnahmen der privaten Umgebung ihrer Nutzer anfertigen, um die KI des Unternehmens zu trainieren. Selbst von Nutzern gelöschte Aufnahmen und Daten werden weiterhin gespeichert und genutzt.

Zusammenfassung
  • Ecovacs-Saugroboter von Hackern manipuliert
  • Modelle des Herstellers als leicht zu hacken bekannt
  • Sicherheitsforscher warnten bereits vor anfälligen Geräten
  • Patch des Herstellers als unzureichend kritisiert
  • Vorfälle von Fremdzugriffen auf Geräte in den USA
  • Roboter spielen rassistische Beleidigungen über Lautsprecher ab
  • Ecovacs kündigt Sicherheits-Upgrade für November an
  • Kritik an Ecovacs für Nutzung von Nutzerdaten zu KI-Training

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