Windows 11 bekommt eigenes "Circle-to-Search", KI-Upscaling & mehr
Ab sofort beginnt unter Windows 11 das KI-Zeitalter - jedenfalls will Microsoft dies so darstellen. Ab November sollen auf breiter Front neue KI-gestützte Funktionen Einzug halten, darunter auch die Antwort auf Googles "Circle to Search", das umstrittene Windows Recall und mehr.
Voraussetzung für die Nutzung der neuen KI-Funktionen ist neben Windows 11 24H2 auch, dass man einen der sogenannten "Copilot Plus"-PCs besitzt. Gemeint sind Rechner, deren CPU oder SoC über eine integrierte Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 TOPS KI-Performance verfügt. Abgesehen von diversen Notebooks dürften dies bisher bei den wenigsten Windows-Computern der Fall sein.
KI-gestützte Suchfunktion im Windows Explorer
Microsoft rückt unter anderem eine verbesserte Suchfunktion für Windows in den Mittelpunkt, mit der man zum Beispiel Bilder anhand einer kurzen schriftlichen Beschreibung ihres Motivs, Aufnahmeorts oder Datums finden kann. Yusuf Mehdi, Executive Vice President und Chief Marketing Officer Consumer bei Microsoft, erklärte dazu in einem Blog-Eintrag, dass man sich künftig nicht mehr an den Speicherort, Dateinamen oder andere Details erinnern müsse.
Windows solle viel mehr in der Lage sein, das Ziel der jeweiligen Nutzeranfrage zu erkennen und dann die richtigen Dokumente, Bilder, Dateien oder auch E-Mails ausfindig machen können, so Mehdi. Windows werde dank der KI-gestützten Suche "dramatisch" besser in der Lage sein, fast alles zu finden, versprach er.
Die Suchfunktion von Windows wird seit Jahren kritisiert, so dass Microsoft in der KI-Nutzung nun eine Chance sieht, die Suche deutlich angenehmer und effektiver zu machen. Auch OneDrive-Inhalte sollen dank der bei Copilot+ PCs integrierten NPUs ebenfalls offline durchsuchbar sein.
Click to Do in Aktion
Mit "Click to Do" wird laut Mehdi zunächst versucht, den gesamten Bildschirminhalt zu erfassen, um herauszufinden, was sich der Nutzer gerade ansieht. Im Anschluss soll die KI-Suche dann schnellen Zugriff auf diverse Aufgaben ermöglichen, um schneller Dinge zu finden, zu lernen, zu bearbeiten, zu kaufen oder eben mit bestimmten Bildschirminhalten zu interagieren. Das Ganze soll mit allen Programmfenstern, Dokumenten, Bildern oder sogar Windows funktionieren.
Microsoft will zunächst noch im Oktober mit einer Testphase starten, in deren Rahmen Windows-Insider die neuen Funktionen auf Copilot-Plus-PCs ausprobieren können. Ab November erfolgt dann schrittweise die weitere Ausrollung der Neuerungen an "normale" Windows-User.
Zunächst soll die überarbeitete Variante, die Microsoft jüngst angekündigt hat, nur für Tester mit Qualcomm-basierten ARM-PCs zur Verfügung stehen, bevor dann im November auch Tester mit entsprechend KI-fähigen PCs mit Intel- oder AMD-CPUs folgen sollen. Wann Recall breit ausgerollt werden soll, wolle man "bald" bekanntgeben, so Microsoft.
Generatives Löschen in Windows Paint
Super Resolution bläst Bilder dank KI einfach auf
Auch die mit Windows vertriebene Foto-App soll mit dem "Generative Erase"-Tool erweitert werden. Hinzu kommt eine neue Super-Resolution-Funktion, mit dem die auf dem jeweiligen PC integrierte NPU verwendet wird, um Fotos nach belieben in ihrer Auflösung hochzuskalieren. Auch hier wird KI-Technologie verwendet, um brauchbare Ergebnisse auf Basis von niedrig aufgelösten alten Bildern zu liefern.
Alle Informationen zum jetzt verfügbaren Upgrade auf Windows 11 24H2 finden sich in unserem Artikel zum Thema.
Neue KI-Features ab November breit verfügbar
Microsoft hat heute nicht nur den offiziellen Startschuss für die Einführung des neuen Windows 11 2024 Update gegeben, sondern auch die Einführung der diversen neuen KI-Funktionen für sein Betriebssystem für November angekündigt. Im Mittelpunkt steht dabei die von generativer Künstlicher Intelligenz unterstützte Suche - nicht nur im Web, sondern auch lokal unter Windows.Voraussetzung für die Nutzung der neuen KI-Funktionen ist neben Windows 11 24H2 auch, dass man einen der sogenannten "Copilot Plus"-PCs besitzt. Gemeint sind Rechner, deren CPU oder SoC über eine integrierte Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 TOPS KI-Performance verfügt. Abgesehen von diversen Notebooks dürften dies bisher bei den wenigsten Windows-Computern der Fall sein.
KI-gestützte Suchfunktion im Windows Explorer
Microsoft rückt unter anderem eine verbesserte Suchfunktion für Windows in den Mittelpunkt, mit der man zum Beispiel Bilder anhand einer kurzen schriftlichen Beschreibung ihres Motivs, Aufnahmeorts oder Datums finden kann. Yusuf Mehdi, Executive Vice President und Chief Marketing Officer Consumer bei Microsoft, erklärte dazu in einem Blog-Eintrag, dass man sich künftig nicht mehr an den Speicherort, Dateinamen oder andere Details erinnern müsse.
Windows solle viel mehr in der Lage sein, das Ziel der jeweiligen Nutzeranfrage zu erkennen und dann die richtigen Dokumente, Bilder, Dateien oder auch E-Mails ausfindig machen können, so Mehdi. Windows werde dank der KI-gestützten Suche "dramatisch" besser in der Lage sein, fast alles zu finden, versprach er.
KI-Suche erst im Explorer, dann an mehr Orten
Die neue Suchfunktion werde zuerst als Teil des Datei-Explorers auftauchen, bevor dann "in den nächsten Monaten" auch eine Einführung in der normalen Suchfunktion für Windows und in der Suchbox des Einstellungsmenüs geplant ist. Wer will, kann dann zum Beispiel das System auf diesem Weg auffordern: "Füge meine Kopfhörer dazu", woraufhin Windows dann die entsprechenden Einstellungen hervorholt.Die Suchfunktion von Windows wird seit Jahren kritisiert, so dass Microsoft in der KI-Nutzung nun eine Chance sieht, die Suche deutlich angenehmer und effektiver zu machen. Auch OneDrive-Inhalte sollen dank der bei Copilot+ PCs integrierten NPUs ebenfalls offline durchsuchbar sein.
Click to Do: Suchen & mehr dank Analyse von Bildschirminhalt
Eine weitere wichtige Neuerung ist wie erwähnt Microsofts Alternative zu Googles "Circle to Search", mit dem auf Android-Smartphones und -Tablets seit einigen Monaten beliebige Bildschirminhalte einfach mit dem Finger eingekreist werden können, um sie dann der KI-gestützten Google Lens Suche weiterzureichen. Bei Microsoft heißt das Ganze "Click to Do".
Click to Do in Aktion
Mit "Click to Do" wird laut Mehdi zunächst versucht, den gesamten Bildschirminhalt zu erfassen, um herauszufinden, was sich der Nutzer gerade ansieht. Im Anschluss soll die KI-Suche dann schnellen Zugriff auf diverse Aufgaben ermöglichen, um schneller Dinge zu finden, zu lernen, zu bearbeiten, zu kaufen oder eben mit bestimmten Bildschirminhalten zu interagieren. Das Ganze soll mit allen Programmfenstern, Dokumenten, Bildern oder sogar Windows funktionieren.
Click to Do kann mehr als nur Suchen
Die bei Click to Do erfolgende Analyse der Bildschirminhalte erfolgt im Grunde wieder durch die Erfassung von Screenshots. Dadurch soll es unter anderem möglich sein, einfach nach Dingen zu suchen, die in YouTube-Videos auftauchen. Das Ganze sei auch in der Lage kontextbezogene Aufgaben zu übernehmen, also zum Beispiel Texte umzuschreiben oder Dokumente zusammenzufassen, Texte zu erklären oder E-Mails zu verschicken.Microsoft will zunächst noch im Oktober mit einer Testphase starten, in deren Rahmen Windows-Insider die neuen Funktionen auf Copilot-Plus-PCs ausprobieren können. Ab November erfolgt dann schrittweise die weitere Ausrollung der Neuerungen an "normale" Windows-User.
Windows Recall startet zum zweiten Versuch
Auch das bereits im Juni angekündigte und dann aufgrund der Sicherheitsbedenken einiger Experten umgehend gestoppt Windows Recall soll ab Oktober zunächst durch Windows Insider getestet werden.Zunächst soll die überarbeitete Variante, die Microsoft jüngst angekündigt hat, nur für Tester mit Qualcomm-basierten ARM-PCs zur Verfügung stehen, bevor dann im November auch Tester mit entsprechend KI-fähigen PCs mit Intel- oder AMD-CPUs folgen sollen. Wann Recall breit ausgerollt werden soll, wolle man "bald" bekanntgeben, so Microsoft.
Generatives Löschen in Windows Paint
Neue KI-Features für Paint und die Fotos-App
Im Zuge der Einführung der neuen KI-Funktionen für Windows 11 24H2 wird außerdem auch Microsoft Paint mit einer generativen Füll- und Lösch-Funktion ausgestattet. Diese ist in der Lage, Bilder beim Vergrößern mit passenden Inhalten zu erweitern oder ungewünschte Teile des jeweiligen Motivs zu entfernen. Auch das Einfügen von Objekten soll mit den neuen KI-Features möglich sein.
Super Resolution bläst Bilder dank KI einfach auf
Auch die mit Windows vertriebene Foto-App soll mit dem "Generative Erase"-Tool erweitert werden. Hinzu kommt eine neue Super-Resolution-Funktion, mit dem die auf dem jeweiligen PC integrierte NPU verwendet wird, um Fotos nach belieben in ihrer Auflösung hochzuskalieren. Auch hier wird KI-Technologie verwendet, um brauchbare Ergebnisse auf Basis von niedrig aufgelösten alten Bildern zu liefern.
Alle Informationen zum jetzt verfügbaren Upgrade auf Windows 11 24H2 finden sich in unserem Artikel zum Thema.
Zusammenfassung
Siehe auch:- Windows 11 erhält jetzt neue KI-Funktionen
- Suchfunktion unterstützt durch generative KI
- Neue KI-Funktionen nur auf Copilot Plus-PCs nutzbar
- Verbesserte Suche findet Bilder anhand Beschreibungen
- KI-gestützte Suche bald im Datei-Explorer verfügbar
- "Click to Do" ermöglicht schnellen Zugriff auf Aufgaben
- Testphase der neuen Funktionen startet im Oktober
- Windows 11 24H2 ist da - ab sofort für alle auch ohne Copilot+ PC
- Windows 11 2024 Update: So installiert ihr jetzt die neue Version 24H2
- Windows 11 bekommt endlich eine vielgewünschte kleinere Taskleiste
- Windows 11: Marktanteil klettert jetzt kontinuierlich zu neuen Rekorden
- Windows 10 & 11: Neuer Schutz vor Keyloggern erklärt
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