Viele Kartenzahlungen sind aktuell deutschlandweit massiv gestört

Bundesweit kommt es zu Störungen bei Kartenzahlungen. Betroffen sind vor allem Debit- und Kreditkarten, während die Girocard funktionsfähig bleibt. Die Ursache liegt bei einem IT-Dienstleister. Experten arbeiten an einer Lösung, Verbraucher müssen vorerst auf Bargeld zurückgreifen.
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Update: Mittlerweile hat sich die Situation offenbar gebessert, die meisten Terminals arbeiten wieder wie sie sollen.

Kartenchaos an der Kasse

Am Donnerstagmorgen erlebten viele Verbraucher in Deutschland eine unangenehme Überraschung: Ihre Debit- und Kreditkarten funktionierten an den Kassen plötzlich nicht mehr. Wie das Handelsblatt berichtet, sind bundesweit zahlreiche Händler von einer großflächigen Störung bei Kartenzahlungen betroffen. Die Girocard, früher als EC-Karte bekannt, scheint von den Problemen jedoch verschont zu bleiben.

Ein Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft teilte mit, dass die Wurzel des Problems bei einem IT-Dienstleister und dessen angeschlossenen Anbietern liege. Konkret handelt es sich um das Unternehmen First Data. Dort bestätigte man, dass derzeit technische Probleme bei einigen Verarbeitungsdiensten vorliegen. Infografik Postbank Digitalstudie 2024: Kontaktloses BezahlenPostbank Digitalstudie 2024: Kontaktloses Bezahlen

Einzelhändler im Fokus der Störung

Besonders betroffen sind Einzelhändler, die den Zahlungsdienstleister Telecash nutzen. Telecash, einer der größten Anbieter in Deutschland, meldet eine "zentrale Störung" und arbeitet an einer Lösung. Nicht alle Zahlungsdienstleister sind gleichermaßen betroffen. Der Anbieter Payone, an dem die Sparkassen beteiligt sind, verzeichnet laut eigenen Angaben "keine Abweichung" in seiner Verarbeitung.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist über die Situation informiert und steht im engen Austausch mit den Betroffenen. Nach aktuellem Kenntnisstand kann eine Cyberattacke ausgeschlossen werden. Die Deutsche Kreditwirtschaft betont, dass Geldautomaten von der Störung nicht betroffen sind.

Déjà-vu für Verbraucher

Für viele Verbraucher dürfte die Situation ein unangenehmes Déjà-vu sein. Bereits im April 2024 gab es ähnliche Probleme mit Kartenzahlungen bei verschiedenen Banken. Noch gravierender war eine Störung im Jahr 2022, als tausende Geräte des US-Unternehmens Verifone ausfielen und große Einzelhändler wie Aldi Nord, DM und Rossmann wochenlang beeinträchtigt waren. Auch aktuell bleibt Verbrauchern vorerst nur der Griff zum Bargeld.

Zusammenfassung
  • Kartenzahlung bundesweit gestört, Girocard funktioniert
  • IT-Dienstleister First Data hat technische Probleme
  • Einzelhändler, die Telecash nutzen, besonders betroffen
  • Payone verzeichnet keine Störungen in der Verarbeitung
  • BSI schließt Cyberattacke als Ursache aus
  • Geldautomaten sind von der Störung nicht betroffen
  • Verbraucher müssen vorerst Bargeld verwenden

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