Amazon Visa kehrt zurück:
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Amazon startet mit der Santander-Tochter Openbank eine neue Visa-Kreditkarte in Deutschland. Das Angebot lockt mit Cashback-Punkten und Startgutschrift, birgt aber auch potenzielle Kostenfallen. Lohnt sich die Karte für Kunden mit und ohne Prime wirklich?
Amazon wagt einen Neustart im deutschen Kreditkartenmarkt. Nach dem Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin (LBB) im März 2024 präsentiert der E-Commerce-Riese nun gemeinsam mit der spanischen Großbank Santander eine neue Visa-Kreditkarte. Das Angebot verspricht einige Vorteile, enthält jedoch auch potenzielle Fallstricke für Verbraucher.
Auszug aus den beworbenen Vorteilen der neuen Amazon Visa-Kreditkarte
Ein Punkt entspricht dabei einem Euro, der für zukünftige Einkäufe bei Amazon eingelöst werden kann. Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Punkte lassen sich nicht für Amazon-Dienste wie Prime, Kindle oder AWS verwenden. Diese Limitierung schränkt die Flexibilität des Bonussystems leicht ein.
Im Vergleich zu anderen Kreditkartenangeboten am Markt sind diese Zusatzkosten durchaus beachtlich. Während der effektive Jahreszins bei Teilzahlungen fast schon branchenüblich ist, gehören Gebühren für Bargeldabhebungen und Kosten für Kartenzahlungen in Fremdwährung bei vielen Banken bereits der Vergangenheit an. Einen Kreditkarten-Vergleich findet ihr am Ende dieses Artikels.
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Die Beantragung der Karte erfolgt komplett online, ohne dass ein neues Bankkonto eröffnet werden muss. Alle Umsätze werden von einem bestehenden Girokonto des Kunden abgebucht. Nach erfolgreicher Antragsgenehmigung und digitaler Signatur des Kreditkartenvertrags steht Kunden zunächst ein vorläufiges Limit von 210 Euro zur Verfügung, welches bei Amazon sofort nutzbar ist. Das reguläre und im Nachgang erhöhbare Limit beläuft sich auf 2.000 Euro.
Für die Verwaltung der Karte steht eine dedizierte Amazon Visa-App zur Verfügung. Hier können Nutzer ihre gesammelten Punkte einsehen, zwischen Voll- und Teilzahlung wählen oder eine Erhöhung des Kreditlimits beantragen.
Amazon Visa-App für Apple iOS und Google Android
Konkret handelt es sich bei dem Bankpartner um den digitalen Santander-Ableger Openbank unter dessen Marke Zinia. Openbank trifft letztlich auch die Entscheidung über Kreditkartenanträge. Die schrittweise Einführung der Karte für Kunden soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Wer die Karte primär für Einkäufe bei Amazon nutzt und stets pünktlich den vollen Rechnungsbetrag begleicht, kann die Vorteile des Angebots optimal ausschöpfen. Für Kunden, die häufig im Ausland zahlen oder Bargeld abheben, gibt es möglicherweise attraktivere Alternativen auf dem Markt.
Was haltet ihr von Amazons neuer Kreditkarte? Seht ihr darin eine interessante Option für eure Einkäufe oder überwiegen für euch die Nachteile? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.
Amazon Visa-Kreditkarte Comeback mit der Santander Bank
Siehe auch:
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Punktesystem als Kernstück
Das zentrale Element der neuen Amazon Visa-Karte ist ein Punkte-Cashback-System. Kunden erhalten für Einkäufe bei Amazon einen Prozent des Kaufpreises in Form von Punkten zurück. Bei Transaktionen außerhalb des Amazon-Kosmos sind es 0,5 Prozent. Prime-Mitglieder profitieren zusätzlich: An bestimmten Aktionstagen, wie dem Prime-Day, winken bis zu zwei Prozent Rückerstattung.
Auszug aus den beworbenen Vorteilen der neuen Amazon Visa-Kreditkarte
Ein Punkt entspricht dabei einem Euro, der für zukünftige Einkäufe bei Amazon eingelöst werden kann. Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Punkte lassen sich nicht für Amazon-Dienste wie Prime, Kindle oder AWS verwenden. Diese Limitierung schränkt die Flexibilität des Bonussystems leicht ein.
Gebühren und versteckte Kosten
Auf den ersten Blick erscheint die Karte attraktiv: Es fällt keine Jahresgebühr an, unabhängig vom Prime-Status. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich jedoch potenzielle Kostenfallen:- Teilzahlungsfunktion kommt mit einem Zinssatz von 20,13 Prozent.
- Bargeldabhebungen kosten 3,9 Prozent der Summe, mindestens 1,50 Euro.
- Transaktionen in Fremdwährungen werden mit 1,5 Prozent Aufschlag belegt.
Im Vergleich zu anderen Kreditkartenangeboten am Markt sind diese Zusatzkosten durchaus beachtlich. Während der effektive Jahreszins bei Teilzahlungen fast schon branchenüblich ist, gehören Gebühren für Bargeldabhebungen und Kosten für Kartenzahlungen in Fremdwährung bei vielen Banken bereits der Vergangenheit an. Einen Kreditkarten-Vergleich findet ihr am Ende dieses Artikels.
Beliebte Debit- und Kreditkarten (Anzeige)
Startgutschrift als Lockmittel
Um Neukunden und ehemalige Besitzer der LBB-Kreditkarte zu gewinnen, lockt Amazon mit einer Startgutschrift. Neukunden ohne Prime-Mitgliedschaft erhalten 10 Euro, mit Prime sind es 15 Euro. Besonders großzügig zeigt sich der Konzern gegenüber ehemaligen Inhabern der eingestellten LBB-Karte: Sie bekommen 25 Euro gutgeschrieben, wenn sie Prime-Mitglieder sind, oder 15 Euro ohne Prime-Status. Die Gutschrift wird mit der ersten Kartenabrechnung verrechnet.Technische Aspekte
Für technikaffine Nutzer könnte es interessant sein, dass die neue Amazon Visa zum Start Apple Pay nicht unterstützt. Dies könnte für einige potenzielle Kunden ein Ausschlusskriterium darstellen, insbesondere angesichts der zunehmenden Verbreitung von mobilen Zahlungsmethoden. Das kontaktlose Bezahlen mit der physischen Kreditkarte und Google Pay via Android-Smartphones wird allerdings direkt ab Werk angeboten.Die Beantragung der Karte erfolgt komplett online, ohne dass ein neues Bankkonto eröffnet werden muss. Alle Umsätze werden von einem bestehenden Girokonto des Kunden abgebucht. Nach erfolgreicher Antragsgenehmigung und digitaler Signatur des Kreditkartenvertrags steht Kunden zunächst ein vorläufiges Limit von 210 Euro zur Verfügung, welches bei Amazon sofort nutzbar ist. Das reguläre und im Nachgang erhöhbare Limit beläuft sich auf 2.000 Euro.
Für die Verwaltung der Karte steht eine dedizierte Amazon Visa-App zur Verfügung. Hier können Nutzer ihre gesammelten Punkte einsehen, zwischen Voll- und Teilzahlung wählen oder eine Erhöhung des Kreditlimits beantragen.
Amazon Visa-App für Apple iOS und Google Android
Hintergründe zur Partnerschaft
Die Kooperation zwischen Amazon und Santander ist Teil einer größeren Strategie beider Unternehmen. Santander versucht, durch Partnerschaften mit großen Tech-Konzernen im digitalen Finanzsektor Fuß zu fassen. Erst kürzlich wurde die Bank zum "Buy now, pay later"-Anbieter für Apple. Amazon hingegen sucht nach dem Ende der Zusammenarbeit mit der LBB einen Partner, um im lukrativen deutschen Kreditkartenmarkt präsent zu bleiben.Konkret handelt es sich bei dem Bankpartner um den digitalen Santander-Ableger Openbank unter dessen Marke Zinia. Openbank trifft letztlich auch die Entscheidung über Kreditkartenanträge. Die schrittweise Einführung der Karte für Kunden soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Fazit: Lohnenswert für Amazon-Vielnutzer
Die neue Amazon Visa-Kreditkarte kann sich für Vielkäufer bei Amazon durchaus lohnen. Insbesondere Prime-Mitglieder, die ohnehin regelmäßig auf der Plattform einkaufen, können von den Cashback-Punkten profitieren. Allerdings sollten potenzielle Nutzer die hohen Zinsen bei Teilzahlung sowie die Gebühren für Bargeldabhebungen und Auslandseinsätze im Blick behalten.Wer die Karte primär für Einkäufe bei Amazon nutzt und stets pünktlich den vollen Rechnungsbetrag begleicht, kann die Vorteile des Angebots optimal ausschöpfen. Für Kunden, die häufig im Ausland zahlen oder Bargeld abheben, gibt es möglicherweise attraktivere Alternativen auf dem Markt.
Was haltet ihr von Amazons neuer Kreditkarte? Seht ihr darin eine interessante Option für eure Einkäufe oder überwiegen für euch die Nachteile? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.
Amazon Visa-Kreditkarte Comeback mit der Santander Bank
Zusammenfassung
- Amazon startet mit Santander eine neue Visa-Kreditkarte in Deutschland
- Cashback-Punkte und Startgutschrift locken, jedoch versteckte Kosten
- Keine Jahresgebühr, aber hohe Zinsen und Gebühren bei Teilzahlungen
- Prime-Mitglieder erhalten bis zu zwei Prozent Cashback an Aktionstagen
- Punkte nicht für alle Amazon-Dienste einlösbar, was die Nutzung einschränkt
- Neukunden und ehemalige LBB-Karteninhaber erhalten attraktive Gutschriften
- Karte unterstützt zunächst kein Apple Pay, was abschreckend wirken kann
Siehe auch:
- Amazon-Kreditkarten: American Express fliegt aus Apple Pay
- "Liebe zum Bargeld bröckelt": Deutsche zahlen kontaktlos statt bar
- Trade Republic Visa: Kein Cashback mehr bei PayPal-Zahlungen
- Update 25: Bunq führt neue Banking-Features und Versicherung ein
- 40 Mio. Girokarten können ab 2025 auch zu Payback-Karten werden
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