Überraschung auf der IFA: Das ist 'Nordkoreas erstes Falt-Smartphone'
Auf der IFA 2024 zeigt der chinesische Hersteller Doogee neben seinen diversen Rugged-Smartphones auch das Doogee V Flip Pro. Es handelt sich um relativ günstiges Foldable-Smartphone im Flip-Format, das nur ein 4G-Modem besitzt. Warum? Weil es in Nordkorea erscheinen soll.
So kommt es wohl auch, dass Doogee das wohl erste Falt-Smartphone für Nordkorea im Angebot hat. Das Doogee V Flip Pro ist nämlich eigentlich ein auch für westliche Kunden gar nicht so unattraktives Falt-Smartphone. Das AMOLED-Display bietet eine 2,5K-Auflösung und lässt sich bündig zusammenklappen, weist keine allzu starke Wölbung an der Faltstelle auf. Das Smartphone steckt in einem Metallrahmen mit Glasabdeckungen auf beiden Hälften und kann sogar einen 100-Megapixel-Sensor für die Hauptkamera bieten.
Natürlich wirkt das Doogee V Flip Pro nicht so hochwertig wie etwa die Geräte von Samsung oder von mir aus auch Huawei, doch wo das eigentlich moderne Gesamtbild dann für Verwunderung sorgt, ist die CPU. So steckt in dem Gerät ein MediaTek Helio G99 Octacore. Wer in SoC-Kunde aufgepasst hat, weiß, dass es sich hierbei um einen Chip handelt, der nur ein 4G-Modem besitzt und deshalb bevorzugt in günstigen Mittelklasse-Tablets verbaut wird.
Der Schriftzug wird mit dem Wort "Madusan" übersetzt und ist der "Markenname", unter dem seit einigen Jahren immer wieder verschiedene Smartphones aus China ihren Weg nach Nordkorea gefunden haben. Es wäre das erste Mal, dass ein derart modernes Smartphone in Nordkorea verfügbar wäre, wenn Doogee mit seinem Plan, das Gerät an einen Auftraggeber aus dem chinesischen Nachbarland zu verkaufen, Erfolg hat.
Die Modellnummer wäre dann wohl "Madusan M1005", jedenfalls suggeriert das die Software des Smartphones, bei der es sich um eine Art Android 14 ohne jede Google-Anbindung handelt. Neben den oben bereits genannten Eigenschaften besitzt das Gerät sogar ein außen liegendes Display, auf dem eine optimierte Oberfläche mit einigen wenigen Apps in deren speziellen Varianten läuft, um etwa Mails oder Benachrichtigungen zu lesen, schnelle Fotos zu machen oder Ähnliches.
Ob Doogee bereits Verträge für die Lieferung des V Flip Pro bzw. Madusan M1005 nach Nordkorea hat, wissen wir natürlich nicht. Es ist jedoch sehr interessant zu beobachten, wie dieser chinesische Hersteller versucht, Märkte zu erschließen und dabei sogar gewillt ist, angepasste Hardware bereitzustellen, die in genau diese Nische passt: ein eigentlich modernes Flip-Foldable, in dem aber ein auf alte Mobilfunktechnik beschränktes SoC steckt.
Siehe auch:
Man ist ja einiges gewohnt ...
Doogee baut die wildesten Sachen. Vom riesigen Rugged-Akkumonster mit über 20.000 mAh Akkukapazität bis hin zu obskuren Konstruktionen mit Smartwatch-Display auf der Rückseite. Hauptsächlich verkauft der chinesische Hersteller aber meist eher günstige Smartphones für den Massenmarkt, die mit oft eher einfacher Ausstattung die grundlegenden Bedürfnisse der preisorientierten Kundschaft rund um das mobile Internet befriedigen können.Doogee V Flip Pro: Falt-Smartphone für Nordkorea
So kommt es wohl auch, dass Doogee das wohl erste Falt-Smartphone für Nordkorea im Angebot hat. Das Doogee V Flip Pro ist nämlich eigentlich ein auch für westliche Kunden gar nicht so unattraktives Falt-Smartphone. Das AMOLED-Display bietet eine 2,5K-Auflösung und lässt sich bündig zusammenklappen, weist keine allzu starke Wölbung an der Faltstelle auf. Das Smartphone steckt in einem Metallrahmen mit Glasabdeckungen auf beiden Hälften und kann sogar einen 100-Megapixel-Sensor für die Hauptkamera bieten.
Natürlich wirkt das Doogee V Flip Pro nicht so hochwertig wie etwa die Geräte von Samsung oder von mir aus auch Huawei, doch wo das eigentlich moderne Gesamtbild dann für Verwunderung sorgt, ist die CPU. So steckt in dem Gerät ein MediaTek Helio G99 Octacore. Wer in SoC-Kunde aufgepasst hat, weiß, dass es sich hierbei um einen Chip handelt, der nur ein 4G-Modem besitzt und deshalb bevorzugt in günstigen Mittelklasse-Tablets verbaut wird.
Faltscharnier trägt koreanischen Markennamen Madusan
Schaut man nun auf das Scharnier des auf der IFA ausgestellten Smartphones, findet sich dort ein Schriftzug in koreanischer Schrift. Doogee will mit dem Gerät nämlich ausgerechnet in Nordkorea punkten, jenem Land, das weltweit als hoch verschlossene Diktatur gilt, in der viele Menschen Hunger leiden und die Kommunikation sowie der Zugriff auf das ohnehin kaum verfügbare mobile Internet extrem beschränkt wird.Der Schriftzug wird mit dem Wort "Madusan" übersetzt und ist der "Markenname", unter dem seit einigen Jahren immer wieder verschiedene Smartphones aus China ihren Weg nach Nordkorea gefunden haben. Es wäre das erste Mal, dass ein derart modernes Smartphone in Nordkorea verfügbar wäre, wenn Doogee mit seinem Plan, das Gerät an einen Auftraggeber aus dem chinesischen Nachbarland zu verkaufen, Erfolg hat.
Die Modellnummer wäre dann wohl "Madusan M1005", jedenfalls suggeriert das die Software des Smartphones, bei der es sich um eine Art Android 14 ohne jede Google-Anbindung handelt. Neben den oben bereits genannten Eigenschaften besitzt das Gerät sogar ein außen liegendes Display, auf dem eine optimierte Oberfläche mit einigen wenigen Apps in deren speziellen Varianten läuft, um etwa Mails oder Benachrichtigungen zu lesen, schnelle Fotos zu machen oder Ähnliches.
Ob Doogee bereits Verträge für die Lieferung des V Flip Pro bzw. Madusan M1005 nach Nordkorea hat, wissen wir natürlich nicht. Es ist jedoch sehr interessant zu beobachten, wie dieser chinesische Hersteller versucht, Märkte zu erschließen und dabei sogar gewillt ist, angepasste Hardware bereitzustellen, die in genau diese Nische passt: ein eigentlich modernes Flip-Foldable, in dem aber ein auf alte Mobilfunktechnik beschränktes SoC steckt.
Zusammenfassung
- Doogee zeigt auf der IFA 2024 das V Flip Pro
- Geplant für den nordkoreanischen Markt, mit 4G-Modem
- Bietet ein 2,5K AMOLED-Display und 100-Megapixel-Kamera
- Verwendet den MediaTek Helio G99 Octacore-Prozessor
- Soll unter dem Markennamen "Madusan" in Nordkorea verkauft werden
- Modellnummer "M1005" mit Android 14 ohne Google-Dienste
- Ziel ist die Erschließung des nordkoreanischen Marktes mit angepasster Hardware
Siehe auch:
- Microsoft deckt auf: Nordkorea-Hacker kompromittieren Chrome
- Windows: Zero-Day-Lücke wird aktiv von Nordkoreas Hackern genutzt
- Frau steht vor Gericht, hat hunderte Jobs nach Nordkorea vermittelt
- Nordkorea: Verfassungsschutz warnt vor Hacks auf Rüstungsindustrie
- UN-Bericht: Nordkorea finanziert Atomwaffen mit geklautem Kryptogeld
Thema:
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