Windows: Zero-Day-Lücke wird aktiv von Nordkoreas Hackern genutzt
Die berüchtigte nordkoreanische Hackergruppe Lazarus hat eine Zero-Day-Sicherheitslücke in einem Windows-Treiber ausgenutzt. Über die Schwachstelle konnte sie ihre Rechte auf betroffenen Systemen so weit ausweiten, bis das Rootkit "FUDModule" installiert werden konnte.
Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über diesen Treiber unerlaubten Zugang zu sensiblen Systembereichen zu erlangen. Laut den Sicherheitsforschern von Gen Digital hat die Lazarus-Gruppe diese Lücke ausgenutzt, um das FUDModule-Rootkit zu installieren, das Sicherheitssoftware umgeht, indem es die Überwachungsfunktionen von Windows deaktiviert.
Eine "Bring Your Own Vulnerable Driver" (BYOVD)-Attacke, wie sie in diesem Fall verwendet wurde, ermöglicht es Angreifern, gezielt Treiber mit bekannten Schwachstellen auf einem System zu installieren und diese auszunutzen, um auf Kernel-Ebene Privilegien zu erlangen. Besonders gefährlich an der aktuellen Sicherheitslücke ist, dass der betroffene Treiber ohnehin AFD.sys standardmäßig auf allen Windows-Geräten installiert ist. Dadurch konnten die Angreifer den Angriff durchführen, ohne ältere, möglicherweise von Windows blockierte oder leicht erkennbare Treiber zu installieren.
Obwohl Gen Digital keine Details darüber bekannt gab, welche Ziele die Lazarus-Gruppe bei diesem Angriff ins Visier nahm, kann man davon ausgehen, dass private Nutzer eher nicht zum Ziel wurden. Die Gruppe ist dafür bekannt, weltweit Finanz- und Kryptowährungsunternehmen anzugreifen. Die dabei erbeuteten Millionenbeträge sind wichtige Devisen, mit denen das nordkoreanische Regime seine Waffen- und Cyberprogramme weiterentwickeln kann.
Siehe auch:
Mehr Rechte für Rootkits
Diese Schwachstelle, die als CVE-2024-38193 in den Security-Datenbanken vermerkt ist, wurde im Rahmen des letzten Patch-Days von Microsoft behoben - zusammen mit sieben weiteren Zero-Day-Lücken. CVE-2024-38193 betrifft den Windows Ancillary Function Driver for WinSock (AFD.sys), der als Schnittstelle für das Winsock-Protokoll zum Windows-Kernel dient.Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über diesen Treiber unerlaubten Zugang zu sensiblen Systembereichen zu erlangen. Laut den Sicherheitsforschern von Gen Digital hat die Lazarus-Gruppe diese Lücke ausgenutzt, um das FUDModule-Rootkit zu installieren, das Sicherheitssoftware umgeht, indem es die Überwachungsfunktionen von Windows deaktiviert.
Eine "Bring Your Own Vulnerable Driver" (BYOVD)-Attacke, wie sie in diesem Fall verwendet wurde, ermöglicht es Angreifern, gezielt Treiber mit bekannten Schwachstellen auf einem System zu installieren und diese auszunutzen, um auf Kernel-Ebene Privilegien zu erlangen. Besonders gefährlich an der aktuellen Sicherheitslücke ist, dass der betroffene Treiber ohnehin AFD.sys standardmäßig auf allen Windows-Geräten installiert ist. Dadurch konnten die Angreifer den Angriff durchführen, ohne ältere, möglicherweise von Windows blockierte oder leicht erkennbare Treiber zu installieren.
Geldbeschaffung am PC
Die Lazarus-Gruppe ist bereits zuvor durch ähnliche BYOVD-Angriffe aufgefallen, bei denen sie die Kernel-Treiber appid.sys von Windows und dbutil_2_3.sys von Dell missbrauchte, um das FUDModule-Rootkit zu installieren.Obwohl Gen Digital keine Details darüber bekannt gab, welche Ziele die Lazarus-Gruppe bei diesem Angriff ins Visier nahm, kann man davon ausgehen, dass private Nutzer eher nicht zum Ziel wurden. Die Gruppe ist dafür bekannt, weltweit Finanz- und Kryptowährungsunternehmen anzugreifen. Die dabei erbeuteten Millionenbeträge sind wichtige Devisen, mit denen das nordkoreanische Regime seine Waffen- und Cyberprogramme weiterentwickeln kann.
Zusammenfassung
- Lazarus-Gruppe nutzt Zero-Day-Sicherheitslücke in Windows-Treiber
- Schwachstelle CVE-2024-38193 ermöglicht Installation von FUDModule-Rootkit
- Microsoft schließt Sicherheitslücke und sieben weitere am Patch-Day
- Angreifer erlangen über Treiber AFD.sys Zugang zu Kernel-Ebene
- BYOVD-Attacke erlaubt Installation und Ausnutzung vulnerabler Treiber
- Lazarus zielt mit Angriffen häufig auf Finanz- und Kryptosektor ab
- Nordkorea finanziert mit Cyberattacken seine Waffen- und Cyberprogramme
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