Frau steht vor Gericht, hat hunderte Jobs nach Nordkorea vermittelt
Der Westen hält gegen viele Länder und Regime Sanktionen aufrecht, doch kaum ein Land ist so stark davon betroffen wie Nordkorea. Der dortige Steinzeitkommunismus darf im Wesentlichen keine Geschäfte mit dem Westen machen - arbeitet aber mit allen erdenklichen Tricks.
Dabei findet das Regime immer wieder im Westen willige Helfer, die wohl weniger aus ideologischen Gründen agieren, sondern weil sie sich bereichern wollen. In Arizona steht hierzu nun eine Frau vor Gericht. Sie soll geholfen haben, Millionen an Dollar für das koreanische Raketenprogramm zu generieren. Das erreichte Christina Marie C., indem sie nordkoreanischen Bürgern Jobs in großen US-amerikanischen Firmen vermittelte.
Außerdem soll die Angeklagte eine "Laptop-Farm" betrieben haben. Dabei hat sie von einem ihrer Wohnsitze über zahlreiche Rechner den Eindruck erwecken wollen, dass die nordkoreanischen Mitarbeiter in den USA sitzen und arbeiten. Die Angeklagte soll auch an ihrer Adresse die Löhne erhalten und später weitergeleitet haben. C. droht nun eine Haftstrafe von zusammengerechnet 97,5 Jahren.
Siehe auch:
Hacker, Erpresser und Faker
Das nordkoreanische Regime hat kaum Einnahmequellen, die man international anzapfen kann und ist deshalb gezwungen, die gegen das Land bestehenden Sanktionen auf zumeist illegale Weise zu umgehen. So ist bekannt, dass Nordkorea diverse staatliche Hacker- und Ransomware-Gruppen in seinen Diensten hat, man versucht auch, mit halblegaler Arbeit aus dem vermeintlichen "Homeoffice" an Devisen zu kommen.Dabei findet das Regime immer wieder im Westen willige Helfer, die wohl weniger aus ideologischen Gründen agieren, sondern weil sie sich bereichern wollen. In Arizona steht hierzu nun eine Frau vor Gericht. Sie soll geholfen haben, Millionen an Dollar für das koreanische Raketenprogramm zu generieren. Das erreichte Christina Marie C., indem sie nordkoreanischen Bürgern Jobs in großen US-amerikanischen Firmen vermittelte.
Identitätsdiebstahl
Insgesamt soll die 49-Jährige 6,8 Millionen Dollar an die Abteilung für Munitionsindustrie geleitet haben, dort ist man unter anderem für das Raketenprogramm zuständig. Wie Ars Technica berichtet, war ein Teil des mutmaßlichen Plans, dass C. und Mitverschwörer die Identitäten von mehr als 60 in den USA lebenden Menschen kompromittierten. Diese persönlichen Informationen wurden dann genutzt, um Nordkoreanern IT-Jobs bei mehr als 300 US-Unternehmen zu verschaffen.Außerdem soll die Angeklagte eine "Laptop-Farm" betrieben haben. Dabei hat sie von einem ihrer Wohnsitze über zahlreiche Rechner den Eindruck erwecken wollen, dass die nordkoreanischen Mitarbeiter in den USA sitzen und arbeiten. Die Angeklagte soll auch an ihrer Adresse die Löhne erhalten und später weitergeleitet haben. C. droht nun eine Haftstrafe von zusammengerechnet 97,5 Jahren.
Zusammenfassung
- Nordkorea ist stark von westlichen Sanktionen betroffen und umgeht diese illegal
- Das Regime nutzt staatliche Hacker- und Ransomware-Gruppen für Einnahmen
- Helfer im Westen unterstützen Nordkorea aus finanziellen, nicht ideologischen Gründen
- Eine Frau in Arizona steht vor Gericht wegen Unterstützung des Raketenprogramms
- Christina Marie C. vermittelte Nordkoreanern Jobs in großen US-Firmen
- Sie leitete 6,8 Millionen Dollar an die nordkoreanische Munitionsindustrie weiter
- C. betrieb eine "Laptop-Farm", um nordkoreanische Mitarbeiter in den USA vorzutäuschen
Siehe auch:
- Nordkorea: Verfassungsschutz warnt vor Hacks auf Rüstungsindustrie
- UN-Bericht: Nordkorea finanziert Atomwaffen mit geklautem Kryptogeld
- Nordkorea bekommt durch Homeoffice-Trend Zugang zu "Westgeld"
- Nordkorea will Spionagesatellit ins All schießen, der stürzt ins Meer
- Werte ohne Sanktionen: Nordkorea stiehlt immer mehr Kryptogeld
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