Büro ist keine Sozialgarantie:
Frau saß vier Tage tot am Schreibtisch
Die Verfechter einer Anwesenheit im Büro argumentieren gern damit, dass die sozialen Kontakte zu Kollegen viel zu Produktivität und Lebensqualität beitragen. Das Schicksal einer Mitarbeiterin der Wells Fargo Bank steht dazu in einem krassen Kontrast.
Zwischen ihrem Ableben und dem Fund lag zwar ein Wochenende, an dem wenige Menschen im Büro zugegen sind. Doch auch am Montag und im Laufe des Dienstags bemerkte erst einmal niemand, dass etwas nicht stimmte. Einige Kollegen nahmen dem Vernehmen nach zwar einen seltsamen Geruch wahr, dachten jedoch zunächst an ein Problem mit der Sanitäranlage.
Prudhommes Arbeitsplatz befand sich im dritten Stock des Bürogebäudes, in einem etwas abgelegenen Bereich, der auch nicht besonders frequentiert wird. Dies kann durchaus als Grund für den Vorfall angesehen werden. Die Situation spricht allerdings auch dafür, dass der soziale Kontakt unter den Kollegen nicht gerade besonders ausgeprägt ist.
Wells Fargo gab unter anderem bekannt, dass man die eigenen Protokolle überarbeiten werde, um sicherzustellen, dass in Zukunft alle Mitarbeiter regelmäßig überprüft werden - nicht zuletzt, um zu verhindern, dass jemand unbemerkt am Arbeitsplatz verstirbt. So sollte es zumindest einen Warnhinweis geben, wenn sich jemand nicht mehr von seiner Schicht ausloggt.
Siehe auch:
Im laufenden Betrieb
Die 60-Jährige verstarb an ihrem Arbeitsplatz bei einer Wells-Fargo-Bankfiliale in Tempe, Arizona, ohne dass es jemand bemerkte. Die Frau hatte sich am Freitag, den 16. August, um 7 Uhr morgens zu ihrem Schichtbeginn eingeloggt. Erst am Dienstag, dem 20. August, gegen 16:55 Uhr wurde sie leblos an ihrem Schreibtisch aufgefunden, berichtet das US-Magazin Vice.Zwischen ihrem Ableben und dem Fund lag zwar ein Wochenende, an dem wenige Menschen im Büro zugegen sind. Doch auch am Montag und im Laufe des Dienstags bemerkte erst einmal niemand, dass etwas nicht stimmte. Einige Kollegen nahmen dem Vernehmen nach zwar einen seltsamen Geruch wahr, dachten jedoch zunächst an ein Problem mit der Sanitäranlage.
Prudhommes Arbeitsplatz befand sich im dritten Stock des Bürogebäudes, in einem etwas abgelegenen Bereich, der auch nicht besonders frequentiert wird. Dies kann durchaus als Grund für den Vorfall angesehen werden. Die Situation spricht allerdings auch dafür, dass der soziale Kontakt unter den Kollegen nicht gerade besonders ausgeprägt ist.
Konsequenzen folgen
Die Polizei von Tempe und die Gerichtsmediziner des Maricopa County fanden keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, jedoch steht die offizielle Todesursache von Prudhomme noch aus. Ein Sprecher von Wells Fargo kündigte an, die internen Abläufe zu überprüfen, um sicherzustellen, dass es künftig Kontrollmechanismen gibt, die verhindern, dass Mitarbeiter in einer solch tragischen Situation unbemerkt bleiben.Wells Fargo gab unter anderem bekannt, dass man die eigenen Protokolle überarbeiten werde, um sicherzustellen, dass in Zukunft alle Mitarbeiter regelmäßig überprüft werden - nicht zuletzt, um zu verhindern, dass jemand unbemerkt am Arbeitsplatz verstirbt. So sollte es zumindest einen Warnhinweis geben, wenn sich jemand nicht mehr von seiner Schicht ausloggt.
Zusammenfassung
- Mitarbeiterin der Wells Fargo Bank starb unbemerkt am Arbeitsplatz
- Verstorbene hatte sich am 16. August um 7 Uhr eingeloggt
- Leichnam wurde erst am 20. August gegen 16:55 Uhr entdeckt
- Kollegen bemerkten seltsamen Geruch, dachten an Sanitärproblem
- Arbeitsplatz im wenig frequentierten Bereich des dritten Stocks
- Keine Anzeichen von Fremdeinwirkung laut Polizei und Gerichtsmedizin
- Wells Fargo überprüft interne Abläufe und Protokolle für mehr Sicherheit
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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